Monteverdi Choir

Monteverdi Choir

 

Unter der Schirmherrschaft seiner königlichen Hoheit des Prinz of Wales

Der Monteverdi Choir wurde von Sir John Eliot Gardiner gegründet als Teil der sich in den 1960 er Jahren formierenden Bewegung der historischen Aufführungspraxis. Seither konzentriert sich der Monteverdi Choir stets darauf eine neue Perspektive in das Repertoire einzubringen. In der Kombination von leidenschaftlichem Spiel und historischer Aufführungspraxis, liegt seine Besonderheit als Ensemble in der Fähigkeit Musik an Zuhörer*innen in aller Welt zu vermitteln. Der Chor geht dabei über die Musik hinaus, er möchte durch den visuellen Eindruck seiner Aufführungen das Konzerterlebnis verstärken, und bezieht auch den Aufführungsort auf der Suche nach Unmittelbarkeit und Dramatik mit ein. Dieses Konzept hat dazu geführt, dass der Monteverdi Choir in den letzten 50 Jahren immer wieder als einer der besten Chöre der Welt ausgezeichnet wurde.

Unter seinen vielen wegweisenden Tourneen war die Bach Cantata Pilgrimage des Jahres 2000 die ambitionierteste: Zur Feier von Johann Sebastian Bachs 250. Geburtstag umfasste sie die Aufführung sämtlicher Kirchenkantaten Bachs in über sechzig Kirchen in ganz Europa. Das Gesamtprojekt wurde aufgenommen und erschien unter dem Eigenlabel des Chors Soli Deo Gloria. Das Gramophone Magazine nannte das Unternehmen „eines der ehrgeizigsten Musikprojekte aller Zeiten“. Über 150 Aufnahmen hat der Monteverdi Choir unter seinem Namen veröffentlich, sie sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

Der Chor engagiert sich erfolgreich in der Ausbildung künftiger Solo- und Chorsänger über das Monteverdi Apprentices Programme. Viele der Auszubildenden werden später Mitglieder des Chores und zahlreiche ehemalige Chormitglieder begannen glänzende Solistenkarrieren.

Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Chor an einer Vielzahl von Projekten quer durchs Repertoire – von einer ausgedehnten Tournee mit Bachs Matthäus-Passion (auswendig aufgeführt) mit den English Baroque Soloists bis zu Hector Berlioz „Roméo et Juliette“ bei den BBC Proms und dem BeriozFest mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner erarbeiteten sie zusammen mit dem London Symphony Orchestra Felix Mendelssohn Bartholdy „Ein Sommernachtstraum“ und mit dem Tonhallen Orchester Léos Janáčeks „Glagolitische Messe“.

Der Chor war auch an einigen Bühnenproduktionen beteiligt, zuletzt Christoph Willibald Glucks „Orpheus und Euridike“ am Royal Opera House, Covent Garden (2015); auch eine Zusammenarbeit mit der Hofesh Shechter Dance Company erfolgte. Weitere Opernproduktionen waren Carl Maria von Webers „Freischütz“ (2010), Georges Bizets „Carmen“ (2009) an der Opéra Comique in Paris und 2003 die Aufführung „Die Trojaner“ von Hector Berlioz am Théâtre du Châtelet.

Aufführungen von Bachs „Magnificat“ (Es-Dur), der Lutherischen Messe in F-Dur und der Kantate „Süßer Trost“ mit den English Baroque Soloists stehen in der Saison 2016/17 auf dem Programm und zwar mit Gastspielen in ganz Europa. 2017 unternimmt der Chor eine bahnbrechende siebenmonatige Tournee mit Claudio Monteverdis großen noch erhaltenen Werken „L’Orfeo“, „Il ritorno d’Ulisse in patria“, „L’incoronazione di Poppea“ und der „Marienvesper“.

www.monteverdi.co.uk/about/choir 

Stand: Juni 2017

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