George Lewis

George Lewis ist Edwin H. Case Professor of American Music an der Columbia University, wo er den Area Chair im Fach Komposition and Historische Musikwissenschaft inne hat. Er ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences, der American Academy of Arts and Letters, und Corresponding Fellow der British Academy. Weitere Ehrungen für George Lewis sind unter anderem der Doris Duke Artist Award (2019), Fellowships der MacArthur Foundation (2002), der Guggenheim Foundation (2015), United States Artists Walker Fellowship (2011), der Alpert Award in the Arts (1999) sowie weitere Fellowships des National Endowment for the Arts.

George Lewis studierte bei Muhal Richard Abrams an der AACM School of Music Komposition und bei Dean Hey Posaune. Er ist seit 1971 Mitglied der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM) und seine Arbeiten im Bereich der elektronischen und computergestützten Musik, computergestützten Multimedia-Installation sowie notierter und improvisierter Formate sind in mehr als 150 Aufnahmen dokumentiert. Er gilt weithin als Pionier der interaktiven Computermusik und entwickelt Programme, die gemeinsam mit menschlichen Musike*innen improvisieren. Seine Werke wurden von Ensembles wie dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem London Philharmonia Orchestra, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart heute SWR Symphonieorchester), dem Ensemble Musikfabrik, dem Mivos Quartet, dem Boston Modern Orchestra Project, der London Sinfonietta, dem Spektral Quartet, dem Talea Ensemble, dem Dinosaur Annex, dem Ensemble Pamplemousse, Wet Ink, dem Ensemble Erik Satie und dem Eco Ensemble aufgeführt. Auftragsarbeiten schuf er unter anderem für das American Composers Orchestra, das International Contemporary Ensemble, Harvestworks, das Ensemble Either/Or, das Orkestra Futura, das Turning Point Ensemble, die San Francisco Contemporary Music Players, die Kultur-Olympiade in Vancouver 2010, IRCAM und das Glasgow Improvisers Orchestra. Seine Musik ist von der Edition Peters verlegt.

Seine Lehrtätigkeit umfasst unter anderem Gastprofessuren und Residenzen an der Harvard University, der University of California, Berkeley, der American Academy in Rom, dem Center for Disciplinary Innovation der University of Chicago und der Brown University. Lewis erhielt im Jahr 2012 den SEAMUS Award der Society for Electro-Acoustic Musik in the United States, und sein Buch “A Power Stronger Than Itself: The AACM and American Experimental Music” (University of Chicago Press, 2008) erhielt den American Book Award und den American Culture Award der American Musicological Society. Im Jahr 2016 wurde er zum Ehrenmitglied dieser Gesellschaft gewählt. George Lewis ist Mitherausgeber des zweibändigen „Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies“ (2016). Seine Oper „Afterword“ (2015), eine Auftragsarbeit des Gray Center for Arts and Inquiry an der University of Chicago, wurde bereits in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Tschechischen Republik aufgeführt. Lewis erhielt die Ehrendoktorwürde der University of Edinburgh, des New College of Florida und der Harvard University.

2020/21 ist George Lewis Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

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