Tansy Davies

© Rikard Österlund

Tansy Davies

Diesseitig, zeitgenössisch, großstädtisch und voller frappierender Ideen ist die Musik von Tansy Davies (geb. 1973). In ihren Werken integriert die aus Bristol stammende Komponistin überzeugend und wirkungsvoll heterogene Stilelemente von der Rock- und Popmusik bis zur Musik des Mittelalters in die zeitgenössische Klangwelt. Anregungen hat sie dabei unter anderem in der Architektur und in der bildenden Kunst gefunden, etwa in Gebäuden der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid und in Gemälden Anselm Kiefers. Ihre stilistische Versatilität erklärt sich auch aus einem breiten Hintergrund von Erfahrungen als Hornistin, Gitarristin in verschiedenen Bands und als Sängerin.

Tansy Davies hat schon im Alter von 13 Jahren auf sich aufmerksam gemacht, als sie einen nationalen britischen Musikpreis für Komposition erhielt. Später studierte sie an zwei Londoner Universitäten. Im Jahr 2004 gelang der Komponistin mit dem Kammerensemblestück „neon“, einer mitreißenden Kollage aus vertrackten modernistischen Funkrhythmen, ein durchschlagender Erfolg. Seither hat Tansy Davies ein umfangreiches, zahlreiche Gattungen umfassendes Werk geschaffen, in dem Orchester- und Ensemblekompositionen einen Schwerpunkt bilden.

Eines ihr ehrgeizigsten Projekte der jüngeren Zeit war die auf dem Terroranschlag vom 11. September 2001 basierende Oper „Between Worlds“, die im April 2015 in London uraufgeführt wurde. In diesem Frühjahr stand ihr neues Hornkonzert „Forest“ auf den Programmen des Philharmonia Orchestras und dem New York Philharmonic. Für ihr Schaffen sind der Komponistin zahlreiche renommierte Auszeichnungen zuerkannt worden.

www.tansydavies.com

Stand: Juli 2017

Vergangene Veranstaltungen