Philippe Schoeller

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Philippe Schoeller

Die Fähigkeit der Musik, uns unmittelbar sowohl sinnlich wie geistig anzusprechen, ist für den 1957 in Paris geborenen Komponisten Philippe Schoeller der eigentliche Grund zu komponieren. „Musik als Wissenschaft und Kunst zugleich setzt Energien und Kräfte des menschlichen Geistes frei. Sie bringt Emotion, Intelligenz und Formungsprozesse ins Spiel“, so hat es Schoeller in einem Interview aus dem Jahr 2005 formuliert. Seine Werke leben von subtilen Wechseln der Farbe und Atmosphäre, aber auch von der Entfaltung rhythmischer Energien und der Plastizität gleichsam organisch sich vollziehender formaler Entwicklungen.

Philippe Schoeller begann seine musikalischen Studien an der Pariser Musikhochschule, wo er eine umfassende Ausbildung unter anderem im Klavierspiel, Chorgesang und verschiedenen theoretischen Fächern erhielt. Von 1982 bis 1986 studierte er Komposition bei Pierre Boulez am Collège de France. Wichtige Impulse für sein Schaffen erhielt Schoeller zudem durch Kompositionskurse und Begegnungen mit Franco Donatoni, Iannis Xenakis, Henri Dutilleux, Helmut Lachenmann und Elliott Carter. Neben den musikalischen Fächern studierte Schoeller an der Pariser Sorbonne Universität Musikwissenschaft und Philosophie.

Philippe Schoeller ist ein produktiver Künstler, dessen vielgestaltiges Schaffen mehr als 75 Werke verschiedener Gattungen mit einem Schwerpunkt auf der Instrumental- und Orchestermusik umfasst, wobei er sich in jüngerer Zeit auch mehrfach mit den Möglichkeiten der Filmmusik auseinandergesetzt hat. Seine vielfach ausgezeichneten Werke haben prominente Interpreten wie Pierre-Laurent Aimard, David Robertson oder Peter Eötvös gefunden. Neben seinem musikalischen Schaffen unterrichtet Philippe Schoeller Komposition am Konservatorium in Lyon und im Rahmen von Kursen, unter anderem am Pariser IRCAM.

Stand: Juli 2018

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