Gabriele Stötzer

 

Gabriele Stötzer, 1953 geboren in Emleben, begann 1973 das Studium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. Nach der politischen Exmatrikulation 1976 ein Jahr politische Haft im Frauenzuchthaus Hoheneck. 1979 übernahm sie die private Galerie im Flur bis zu deren Liquidierung durch die Staatssicherheit, ab 1981 performative Fotografie, Super-8-Filme, Veröffentlichung in Untergrundzeitschriften der Prenzlauer Bergszene und Mode-Objektshows mit einer Erfurter Künstlerinnengruppe. Gabriele Stötzer war 1989 Mitinitiatorin der ersten Besetzung der Staatssicherheit der DDR in Erfurt. Seit 1990 hat sie acht Bücher sowie Features über Hoheneck und Zwangsadoption in der DDR veröffentlicht. Außerdem Text-Auftritte mit der Weimarer Gruppe EFIM für intuitive Musik. Seit 2010 ist sie Dozentin für Performance-Blockseminare an der Universität Erfurt. Im Jahr 2013 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Ausstellungen: „boheme und diktatur in der ddr“ (2009), „re.act.feminism“ (2013), „Schwingungskurve Leben“ (Einzelausstellung Klassik Stiftung Weimar, 2013/14). Sie kuratierte die Ausstellungen „Zwischen Ausstieg und Aktion“ (Kunsthalle Erfurt, 2016) „Gegenbilder“ (Gropius Bau, 2018), „Gerissene Fäden“ (Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus, 2018), „medea muckt auf“ (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, 2018/19) und „Archiv Stötzer“ (Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, 2019).

Stand: Februar 2019

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