Fred Moten

Fred Moten ist Lehrer und Schriftsteller, seine Arbeitsgebiete erstrecken sich auf Schwarze Literatur, Aurale und Visuelle Kultur, Kritische Theorie, Performance Studies, Poesie und Poetik. Dabei befasst er sich vor allem mit der sozialen Kraft und den sozialen Ursprüngen schwarzer expressiver kultureller Praktiken. Besonders ist Moten an dem Verhältnis von aufständischer sozialer Bewegung und experimenteller Kunst interessiert, wobei er diese beiden Felder als unauflösbar miteinander verbunden und irreduzibel populär versteht.

Während der letzten 25 Jahre hat Moten diese Themen sowohl poetisch als auch kritisch in einer Anzahl von Büchern bearbeitet, so in: „In the Break: The Aesthetics of the Black Radical Tradition“ (University of Minnesota Press, 2003); „Hughson's Tavern“ (Leon Works, 2009); „B. Jenkins“ (Duke University Press, 2010); „The Feel Trio“ (Letter Machine Editions, 2014); „The Little Edges“ (Wesleyan University Press, 2015); „The Service Porch“ (Letter Machine Editions, 2016); und „consent not to be a single being” (Duke University Press, 2017, 2018).

Eine langfristige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Theoretiker Stefano Harney und dem Künstler Wu Tsang. Gemeinsam mit Harny hat er „The Undercommons: Fugitive Planning and Black Study” (Minor Compositions/Autonomedia, 2013) verfasst, das 2016 auch in deutscher Übersetzung als „Die Undercommons. Flüchtige Planung und schwarzes Studium“ bei transversal texts erschienen ist, sowie „A Poetics of the Undercommons” (Sputnik and Fizzle, 2016); und gemeinsam mit Tsang „Who touched me?” („If I Can't Dance, I Don't Want to be Part of Your Revolution”, 2016). Tsang und Moten arbeiten auch in dem Projekt „Gravitational Feel” zusammen, Versionen davon wurden an Veranstaltungsorten wie „If I Can't Dance I Don't Want To Be A Part of Your Revolution“ in Amsterdam gezeigt und aufgeführt, aber auch in der Tate Modern, London, und im New Museum, New York. Mit Künstler*innen und Künstler*innen-Kollektiven wie Arika, Freethought, Andrea Geyer, Arthur Jafa, MPA, Ultra-red und Suné Woods steht Moten in engem Arbeitszusammenhang.

Fred Moten ist an der Redaktion verschiedener Zeitschriften beteiligt, so bei Callaloo, Discourse, American Quarterly und Social Text; er ist Mitglied des Critical Theory Institute der Universität von Kalifornien, des Direktoriums des Center for Lesbian and Gay Studies der City University New York und im Beirat von Issues in Critical Investigation an der Vanderbilt University. Er hat in Harvard studiert und an der University of California, Berkely promoviert. Fred Moten unterrichtet im Fachbereich Performance Studies an der New York University und lebt mit seiner Partnerin Laura Harris, mit der ihn auch eine langjährige intellektuelle Partnerschaft verbindet, sowie den gemeinsamen Kindern in New York.

Stand: Februar 2019

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