Catalina Insignares

Die Tänzerin und Choreografin Catalina Insignares (1987, Bogotá, Kolumbien) lebt und arbeitet in Paris. Sie studierte Tanz in Kanada und Frankreich und schloss ihr Studium in Choreografie und Performance an der Universität Gießen mit einem Master ab. In ihren choreografischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Hinterfragung von Produktionssystemen in Kunst und Gesellschaft. Sie interessiert sich für den Moment, in dem sich Tanz, Berührung und Bewegung aus ihren disziplinären Systemen befreien und unverständliche, unehrerbietige, wie-auch-immer-geartete Subjektivitäten und Kollektivitäten generieren.

Ihre Arbeiten entstehen zumeist im Prozess der inszenatorischen, dramaturgischen und darstellerischen Zusammenarbeit mit Künstler*innen wie (Carolina Mendonça, Else Tunemyr, Miriam Schulte, Caroline Creutzburg, Rodrigo Andreolli, Zuzana Zabkova, Myriam Lefkowitz). Seit 2015 entwickelt sie ein eins-zu-eins Tanzstück, das gleichzeitig eine fortwährende Praxis beinhaltet und den Titel „us as a useless duet“ trägt (mit Kanuti Gildi Saal – Tallinn, PaF – St.Erme, Galeria Trafo – Giessen, Danza Común – Bogotá, Point Éphemère – Paris). 2018 entwickelte sie gemeinsam mit Carolina Mendoça eine Nachtlesung an schlafende Körper im Rahmen der Austellung „the dead are losing or how to ruin an exhibition in Berlin, kuratiert von Christopher Weickenmeier und wiederaufgenommen bei Elsewhere & Otherwise (PaF – St. Erme) und in Precarious Pavillions in Brüssel. Vor einem Jahr begann sie zu recherchieren, wie die sensorischen und fiktionalen Mittel des Tanzes dazu eingesetzt werden können, mit dem Unsichtbaren zu kommunizieren („Bouillon“). Seit 2017 arbeitet sie mit der Choreografin Myriam Lefkowitz zusammen, sowohl als Performerin in ihren immersiven Arbeiten als auch an einem gemeinsamen Projekt, in dem sie versuchen, sensorische Praktiken aus ihren Arbeiten in unterschiedliche soziale Kontexte einfließen zu lassen. Im Pariser Banlieue arbeiteten sie mit jungen Geflüchteten zusammen und in Kürze werden sie in Kolumbien im Kontext der Situation nach dem Bürgerkrieg arbeiten.

Stand: Februar 2019

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