Cantus Domus

© Joanna Scheffel

Cantus Domus

 

Cantus Domus öffnet die traditionelle Konzertstruktur für lebendige Inszenierungen und bahnbrechende Kooperationen und präsentiert dem Publikum neue Ansätze an Chormusik. Als klassischer Chor sucht Cantus Domus häufig nach Wegen abseits der ausgetretenen Pfade der Aufführungsroutine – durch Auftritte an ungewöhnlichen Orten (J. S. Bach: „Messe in h-Moll“, Kraftwerk Berlin, 2015) oder durch Einbeziehung des Publikums (J. S. Bach: „Matthäuspassion“, Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, 2018). Markenzeichen des Chores sind dessen „ConceptConcerts“, eine von Paul Liebrecht 2008 initiierte Konzertreihe, in der regelmäßig aufwändige Choreographien und anspruchsvolle musikalische Darbietungen an faszinierenden Orten präsentiert werden (z. B. die Deutschland-Premiere von J. Wolfe, „Anthracite Fields“, 2018; A Honegger, „Le Roi David“, Vollgutlager, Alte Kindl Brauerei in Zusammenarbeit mit Choreograf Christoph Winkler, 2017; „SYNTHESIS, ein Konzert für Chor, Synthesizer und DJ“ im Kindl – Zentrum für Zeitgenössische Kunst, 2015; „SINGINGPOOL“ im Stadtbad Steglitz).

Cantus Domus wurde 1996 von Lena Schönfelder gegründet und wird seither von Ralf Sochaczewsky geleitet. Der Chor überschreitet Genregrenzen, beherrscht eine große Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und entwickelt in seinen Auftritten eine überwältigende Kraft. Allein in den letzten zwei Jahren trat Cantus Domus – in unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung – in fünf verschiedenen Ländern auf, arbeitete mit 30 Orchestern, Chören oder Bands an über 40 Aufführungen zusammen und inszenierte die glänzend rezensierte Uraufführung einer in Auftrag gegebenen Chor-Oper (F. Schwemmer, „Macbeth“, 2016, Regie: C. Rindfleisch, Libretto U. Küchler und J. Fraune). Kürzlich gab es inspirierende internationale Begegnungen mit Bang on a Can All Stars und Wood River aus New York, Vox Humana aus Oslo und den georgischen Chören Shavnabada und Tutarchela. Cantus Domus hat zusammengearbeitet mit der Kammerakademie Potsdam und Antonello Manacorda (2018), dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester und Neeme Järvi (2018), dem Konzerthausorchester Berlin (2013), dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Jonathan Nott (2012) sowie mit dem Rundfunkchor Berlin und Simon Halsey (2007). Darüber hinaus verfolgen verschiedene Kammerensembles von Cantus Domus Nebenprojekte, die oft die Grenzen zwischen klassischer Musik und Indie/Pop überschreiten, wie z. B. durch Auftritte bei Festivals wie PEOPLE oder Haldern Pop oder Kooperationen mit Bon Iver, Charlotte Greve, Damien Rice, Helga Davis, Kjartan Sveinsson, Kurt Wagner, Lisa Hannigan, Loney Dear, Mads Brauer, Shara Nova, Stargaze, The Slow Show und Tocotronic. Cantus Domus ist Mitglied im Chorverband Berlin und wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Der Chor wurde beim Chorwettbewerb des Landesmusikrates Berlin mit dem ersten Preis und beim Achten Deutschen Chorwettbewerb des Deutschen Musikrates 2010 mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Stand: Februar 2019

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