Orchestre Révolutionnaire et Romantique

1989 von Sir John Eliot Gardiner gegründet, hat sich das Orchestre Révolutionnaire et Romantique (ORR) als Ziel gesetzt, die stilistische Wiedergabetreue und Ausdrucksstärke der renommierten English Baroque Soloists in die Musik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts einzubringen. Das ORR wurde seither für seine Interpretationen aller bedeutenden frühromantischen Komponisten, angefangen mit den Werken Hector Berlioz, ausgezeichnet. Dessen „Symphonie fantastique“ nahmen sie im Saal des alten Pariser Konservatoriums auf, wo 1830 die allererste Aufführung dieses Werkes stattfand. 1993 präsentierte das Orchester, zusammen mit dem Monteverdi Choir, die ersten Aufführungen der neu entdeckten „Messe Solennelle“. Später arbeiteten ORR und Chor erneut zusammen, um „L’Enfance du Christ“ bei den Proms sowie die ersten vollständigen Inszenierungen von Berlioz 'Meisterwerk „Les Troyens“ im Théâtre du Châtelet in Paris zu realisieren.

Von der Kritik hoch gelobt war das Projekt „Schumann Revealed“, das im Barbican aufgeführt wurde, einschließlich der Aufnahmen der gesamten Schumann-Symphonien und Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“. Das ORR hat des Weiteren in Frankreich, Italien und London Opern von Carl Maria von Weber („Oberon“ und „Der Freischütz“), Georges Bizet („Carmen“), Emmanuel Chabrier („L'Etoile“), Giuseppe Verdi („Falstaff“) und Claude Debussy („Pelléas et Mélisande“) gespielt.

Seit 2015 konzentriert sich das ORR erneut auf das Werk Berlioz‘. Es präsentierte die „Symphonie fantastique“ bei den BBC Proms, gefolgt von Aufführungen von „Lélio ou le Retour à la vie“ und der „Symphonie fantastique“ beim Edinburgh International Festival und beim Festival Berlioz. 2016 trat das ORR mit Berlioz’ „Roméo et Juliette“ im Rahmen von Shakespeare 400 erneut bei den Proms auf, bevor es mit dem renommierten Pianisten Kristian Bezuidenhout ein Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Johannes Brahms auf Tournee ging. Auch 2017 beschäftigte sich das Orchester mit Musik von Berlioz, diesmal mit monumentalen Werk „La damnation de Faust“.

2018 unternahm das Orchester eine große Tournee mit Berlioz‘ wichtigsten symphonischen Werken, einschließlich „Harold en Italie“, „Lélio ou le Retour à la vie“ und der „Symphonie fantastique“, deren Höhepunkt zweifellos der Auftritt bei den BBC Proms mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato war, neben zahlreichen Konzerten in Europa und in den Vereinigten Staaten. Neben Berlioz realisierte das ORR gemeinsam mit dem Monteverdi Choir mehrmals Verdis monumentales „Requiem“ im Rahmen einer von der Kritik gefeierten Europatournee.

Die Berlioz-Ehrungen des ORR fanden 2019 ihren Höhepunkt anlässlich des 150. Todestag des Komponisten. Im Sommer hat das ORR, begleitet vom Monteverdi Choir und einer Reihe internationaler Solist*innen, Berlioz 'erster Oper „Benvenuto Cellini“ halbszenischen Konzerten beim Festival Berlioz, beim Musikfest Berlin 2019 und in Paris aufgeführt.

In der Saison 2019/20 feiert das ORR nicht nur sein 30-jähriges Bestehen, sondern auch den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens. Zur Feier dieser beiden Meilensteine wird das Orchester ein weiteres bedeutendes Projekt in Angriff nehmen und mit dem Zyklus aller neun Symphonien des Komponisten in Residenzen in ganz Europa und den USA konzertieren. Die Beethoven-Feierlichkeiten werden im September fortgesetzt, wenn das Orchester erneut mit dem Monteverdi Choir zusammenarbeitet, um Beethovens „Missa Solemnis“ auf einigen der renommiertesten Musikfestivals Europas wie zum Beispiel dem Musikfest Berlin 2020 aufzuführen.

Das Orchester Révolutionnaire et Romantique steht unter der Schirmherrschaft von HRH The Prince of Wales.

www.monteverdi.co.uk/about-us/orchestre-revolutionnaire-et-romantique

Stand: November 2019

Orchestre Révolutionnaire et Romantique

© Sim Canetty-Clarke

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