Sir Antonio Pappano

© Musacchio & Ianniello

Sir Antonio Pappano

Sir Antonio Pappano ist seit Oktober 2005 musikalischer Direktor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, nachdem er bereits im September 2002 zum musikalischer Direktor des Covent Garden in London ernannt wurde. Sein internationales Debüt gab Pappano an der Den Norske Oper in Oslo, zu deren musikalischen Direktor er 1990 ernannt wurde. In gleicher Position wirkte er von 1991 bis 2002 am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel.

Als Sohn italienischer Eltern 1959 in London geboren, studierte Pappano in den USA Klavier, Komposition und Dirigieren. Zu seinen wichtigsten internationalen Stationen zählen seine Debüts an der Staatsoper Wien 1993, an der Metropolitan Opera in New York 1997 und bei den Bayreuther Festspielen 1999.

Sir Antonio Pappano dirigierte viele international bedeutende Orchester, darunter das New York Philharmonic Orchestra, Chicago Symphony, Philadelphia Orchestra, Cleveland Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden, die Staatskapelle Berlin, das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra und das Chamber Orchestra of Europe. Im April 2014 debütierte er am Mailänder Teatro alla Scala mit Hector Berlioz‘ „Les Troyens“, eine Produktion, die als beste Oper mit dem „Premio Abbiati della Critica Musicale Italiana“ ausgezeichnet wurde, dem renommiertesten italienischen Musikpreis.

2005 zeichnete die Royal Philharmonic Society Pappano als Dirigent des Jahres aus und im gleichen Jahr erhielt er auch den prestigeträchtigen Abbiati-Preis für sein Dirigat der Requien von Johannes Brahms, Benjamin Britten und Giuseppe Verdi zusammen mit den Ensembles der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. In 2013 wurde er bei den International Opera Awards als Dirigent des Jahres geehrt.

Viele der zahlreichen Aufnahmen von Sir Antonio Pappano zusammen mit dem Orchester und dem Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia für Warner Classics haben bedeutende internationale Anerkennung erfahren: Benjamin Brittens „War Requiem“ und Gioacchino Rossinis Ouvertüren sowie Verdis „Aida“ (Echo Klassik Preisträger 2016 als „Dirigent des Jahres“), Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 und Prokofjews Klavierkonzert Nr. 2 mit der Pianistin Beatrice Rana. Für Decca Records entstanden Aufnahmen von Brahms Violinkonzert (Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia) und Béla Bartóks Violinkonzert Nr. 1 (London Symphony Orchestra) mit der Solistin Janine Jansen sowie Robert Schumanns Klavierkonzert mit dem Solisten Jan Lisiecki (Deutsche Grammophon). Zu weiteren CD Produktionen mit dem Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia gehören „Nessun Dorma, Das Puccini Album“ mit Jonas Kaufmann, Schumanns Sinfonien Nr. 2 und Nr. 4, Edward Elgars Sinfonie Nr. 1 (ICA Classics), das Album „Verismo“ (DG) mit Anna Netrebko, Saint-Saëns Sinfonie Nr. 3 „Orgelsinfonie“ und „Der Karneval der Tiere“ gemeinsam mit Martha Argerich sowie Bernsteins Sinfonien Nr. 1 bis 3. Im Februar 2016 erhielten Sir Antonio Pappano und Mezzo-Sopranistin Joyce di Donato den 58. Grammy® Award for Best Classical Solo Vocal Recording für ihr gemeinsames Album „Joyce&Tony“, erschienen bei Erato Classics. Für Bernsteins „West Side Story“ und seine Sinfonien Nr. 1 bis 3 zusammen mit dem Orchester und dem Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia wurde Pappano im April 2019 erneut mit dem Abbiati Preis als bester Dirigent ausgezeichnet.

Im Frühjahr 2007 wurde er zum Accademico Effettivo di Santa Cecilia berufen. 2012 erteilte ihm die Queen den Ritterschlag für seine Verdienste um die Musik und im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung zum Cavaliere di Gran Croce dell’Ordine al Merito della Repubblica Italiana. Im März 2015 verlieh ihm die römische Tor Vergata Universität die Ehrendoktorwürde und im Mai 2015 zeichnete die Royal Philharmonic Society Antonio Pappano als 100. Preisträger seit der Gründung des Preises 1870, mit der Goldmedaille aus, welche die höchste Auszeichnung dieser Institution darstellt. Damit reiht er sich in einen erlesenen Kreis von Musikern ein, dem unter anderem Brahms, Elgar, Strauss, Strawinsky und Britten angehören.

Stand: November 2019

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