Jan Versweyveld

© Jan Versweyveld

Jan Versweyveld

Der Szenograf und Licht-Designer Jan Versweyveld studierte am Brüsseler Sint Lucas Institut und an der Königlichen Akademie in Antwerpen. In den 1980er-Jahren gründete er mit Ivo van Hove und anderen die flämischen Theatergruppen Akt/Vertikaal und Toneelproducties De Tijd. Während dieser Periode arbeiteten sie mit einigen der bemerkenswertesten Theaterschaffenden des niederländischen Raums. 1990 wurde Jan Versweyveld fester Bühnenbildner der Theatergruppe Zuidelijk Toneel in Eindhoven. 2001 wechselte er zur Toneelgroep Amsterdam, wo er die Leitung der szenografischen Abteilung übernahm und fester Designer des Ensembles wurde. Er wirkte an Produktionen wie „Angels in America“, „Cries and Whispers“, „Rocco und seine Brüder“, „The Antonioni Projekt“, „La Voix Humaine“, „Teorema“, „Summer Trilogy“, „Children of the Sun“, „And We’ll Never Be Parted“, „Der Geizige“, „The Russians!“, „Husbands“, „Macbeth“, „Eines langen Tages Reise in die Nacht“, „Dantons Tod“, „The Fountainhead“ und „Maria Stuart“ mit.

Jan Versweyveld hat als Gastdozent an der Gerrit Rietveld Academie gelehrt und ist einer der Gründer der Szenografie-Ausbildung in Antwerpen. Er gestaltete Bühnenbilder und Licht für ein breites Spektrum an Theaterproduktionen, von den Klassikern (Sophokles, Euripides, Shakespeare und Marlowe) zu modernen Stücken (Williams, O’Neill, Camus, Mauriac, Genet und Sontag). Seine Arbeit umfasst Theater, Tanz (Rosas) und Oper – „Lulu“ und den gesamten Ring-Zyklus an der Flämischen Oper, „I due Foscari“ an De Munt, „Fidelio“ an der Opéra Palais Garnier und „Die Sache Makropulos“, „La Clemenza di Tito“ und „Iolanta““ an der Nederlands Opera. Neben seiner Kooperation mit Ivo van Hove und Anne Teresa De Keersmaeker arbeitete er zudem mit vielen weiteren international renommierten Regisseur*innen, darunter Johan Simons und Pierre Audi.

Für seine Szenografie für „Drumming Live“ erhielt er in New York den Bessie Award und für „Hedda Gabler“ den OBIE Award. Im Jahr 2008 gewann er gemeinsam mit Ivo van Hove den niederländischen Theaterpreis Prosceniumprijs. 2015 erhielt er den Amsterdamer Kunstpreis für kontinuierliche Qualität der Arbeit (mit Ivo van Hove) und 2016 wurde er für „Song from Far Away“ mit dem Knight of Illumination Award ausgezeichnet.

Stand: November 2019

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