Marisol Jiménez

Marisol Jiménez ist eine aus Guadalajara, Mexiko, stammende Komponistin, Performerin und multidisziplinäre Künstlerin. Zurzeit lebt sie in Berlin. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine ausgesprochene Vorliebe für die taktile Dimension des Klangerzeugungsprozesses aus. Dabei versucht sie, das thermodynamische Phänomen der Entropie im Innern der musikalischen Struktur zum Ausdruck zu bringen und lässt Urzeitliches mit Technologischem kollidieren, um starke sinnliche und tief liegende Energien freizusetzen.

Ihr Schaffen umfasst zahlreiche Kammermusikwerke, elektronische Musik sowie Klang- und Intermediainstallationen. Die meisten ihrer akustischen, elektronischen und Mixed-Media-Arbeiten integrieren selbst gemachte Klangskulpturen, experimentelle elektroakustische Instrumente wie zum Beispiel die Noise Spring Harps, gefundene Objekte und gesammeltes Klangmaterial aus ihren eigenen Field recordings, Improvisationen und Performances. Sie promovierte 2011 in Komposition an der Stanford University und schloss 2005 ihr Studium am Mills College, Oakland, CA, mit einem Masters of Arts ab. Zuletzt entwickelte sie ein Projekt mit dem Titel „Sensuous Matter“, eine Performance-Installation für autonom intervenierende Musikmaschinen und Performer, das von der Initiative Neue Musik Berlin 2018 gefördert wurde.

Jimenéz erhielt den ersten Preises des 39. Internationalen Irino Preises Tokio, einem Kammermusik-Wettbewerb, und wurde als Mitglied des Nationalen Systems der Kunstschaffenden in Mexiko aufgenommen, einem Programm des mexikanischen Nationalen Found for the Arts and Culture (FONCA). Ihre Arbeiten wurden von führenden Ensembles und Interpreten neuer Musik in ganz Europa, den Vereinigten Staaten, Brasilien, Japan und Mexiko in Auftrag gegeben und aufgeführt.

Stand: Januar 2020