Koo Jeong A

Koo Jeong A wurde 1967 in Seoul geboren. In ihrer Arbeit reflektiert sie mit Hilfe von wandlungsfähigen Objekten, stillen und bewegten Bildern, Tönen und Gerüchen die menschlichen Sinne sowie den Körper. Diese ungleichartigen Medien kombiniert Koo Jeong A mit natürlichen Elementen wie dem Wind oder der Schwerkraft sowie ortsspezifischen Umgestaltungen und Eingriffen in den architektonischen Raum. Durch das Arrangement dieser unterschiedlichen Medien in zarter und sorgfältig kalkulierter Spannung fordern ihre Installationen die Betrachter*innen auf, sich auf die kryptographische Entschlüsselung jedes einzelnen Kunstwerks einzulassen.

Zur Schaffung alternativer Realitäten greift Koo Jeong A auf ein breites Spektrum an Überlegungen und Themen zurück, die sie im Laufe der Jahre entwickelt hat und die die vergängliche Herangehensweise ihrer künstlerischen Praxis in unseren irdischen Umgebungen untermauern, darunter die menschliche Wahrnehmung, die kosmischen Konstellationen, die Philosophie des Taoismus und die Lehre des Qi. In ihren Umgebungen ist nichts einfach alltäglich; im Gegenteil, jedem Material oder Phänomen, sei es ein Hügel aus Holzkohle, ein Stahlpfosten oder ein greller Sonnenstrahl, ist eine eigene Würde eingeschrieben, die zu überraschenden Entdeckungen einlädt.

Das Korean Cultural Centre UK erklärte Koo Jeong A zur „Künstlerin des Jahres 2016“ und ehrte sie im selben Jahr mit einer Einzelausstellung in London. Aktuelle und jüngere Einzelausstellungen sind unter anderem „Koo Jeong A“, Galerie Eva Presenhuber, New York (2020); „Radiant 2O2O”, Galería Albarrán Bourdais, Madrid (2020); „OoOoO“, Triennale di Milano (2019); „density”, Julia Stoschek Collection, Berlin (2019); „TENGAM TENGAM”, König Galerie, Berlin (2018); „Magnet Cities”, Pilar Corrias, London (2018); „ajeongkoo“, Art Sonje Center, Seoul (2017); „Enigma of Beginnings“, Yuz Project Room im Yuz Museum, Shanghai (2016); „Koo Jeong A x Wheelscape: Evertro“, Everton Park, Liverpool (2015); und „Annual Journey“, Pilar Corrias, London (2015). Bedeutende Gruppenausstellungen sind unter anderem: „The World According to“, Pace Gallery, New York (2019); „La Source”, Fondation Carmignac, Porquerolles (2019); „Art Setouchi 2019”, Japan (2019); „Foresta Urbana“, Museo Riso / Piazza Bologni, Palermo (2018); „Take Me (I’m Yours)“, Pirelli HangarBicocca, Mailand (2017); 32. Biennale São Paulo „Incerteza Viva“ (2016); „Art Night“, ICA, London (2016); „Take me (I’m Yours)“, Kunsthal Charlottenborg, Kopenhagen (2016); „Discordant Harmony“, Hiroshima MOCA (2015); „recto/verso“, Foundation Louis Vuitton, Paris (2015); „Take me (I’m yours)“, Monnaie de Paris (2015); „The World in 2015“, UCCA, Beijing (2015); „Repetition and Difference“, Jewish Museum, New York (2015); und „A stroll through a fun palace”, 14th Venice Biennale of Architecture (2014).

Stand: März 2020

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