Toshiki Okada

Toshiki Okada, geboren 1973 in Yokohama, ist Regisseur und Autor. Er gründete 1997 die Theatergruppe Chelfitsch, die sich in streng reduzierter Formensprache mit kulturellen Umbrüchen im von Konsum und ökonomischen Zwängen geprägten Japan beschäftigt. Für seine Produktion „Five Days in March“ wurde er 2005 mit dem renommierten 49th Kishida Drama Award ausgezeichnet und im gleichen Jahr für „Air Conditioner“ mit dem Kishida-Kunio-Preis. Von 2006 bis 2007 arbeitete er als Leiter für Summit, ein jährliches Theaterfestival, das vom Komaba Agora Theater in Tokio ausgerichtet wird. Mit ihren Produktionen sind Okada und Chelfitsch regelmäßig auf europäischen Festivals zu Gast. Okada präsentiert seine Arbeiten zudem in zahlreichen Kunstzentren und Museen und inszenierte in Thailand die Romanadaption „Pratthana - A Portrait of Possession“ von Uthis Haemamool. Als Autor schreibt er nicht nur die Texte seiner eigenen Inszenierungen, sondern auch Prosa. Sein Erzählband „The End of the Special Time We Were Allowed“ von 2007 gewann den Kenzaburo Oe Preis und wurde 2012 unter dem Titel „Die Zeit, die uns bleibt“ auch ins Deutsche übersetzt. Seit der Spielzeit 2015/16 inszeniert Toshiki Okada regelmäßig an den Münchner Kammerspielen: Er adaptierte mit dem Ensemble seine Trilogie „Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell Speech“ und erarbeitete neu die Inszenierungen „Nō Theater“ und „No Sex“. Für „The Vaccuum Cleaner“ erhielt er seine erste Einladung zum Berliner Theatertreffen.

Stand: März 2020

Toshiki Okada

© Julian Baumann

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