Jean Paul

Jean Paul, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, ist einer der großen Klassiker der deutschen Literatur. Er wurde am 21. März 1763 in Wunsiedel im Fichtelgebirge geboren und starb am 14. November 1825 in Bayreuth.

Der Zeitgenosse Goethes und Schillers verfaßte Romane wie „Hesperus oder 45 Hundposttage. Die unsichtbare Loge. Eine Biographie“ (1793), „Siebenkäs. Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel“ (1796 – 1797) und „Titan“ (1800 – 1803), Erzählungen wie das „Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal. Eine Art Idylle“ (1793) und theoretische Schriften wie die „Vorschule der Ästhetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit“ (1804).

Jean Pauls Jugend war von Armut geprägt, und auch später führte der Autor ein ungleich bescheideneres Leben als der privilegierte Goethe. Bücher ersetzten ihm Lebensmöglichkeiten, die seine äußeren Umstände nicht zuließen. So errichtete er sich eine Welt aus und mit Schrift: im unermüdlichen Lesen der Texte anderer und im Schreiben eines eigenen, umfangreichen Gesamtwerkes.

Stand: Mai 2020

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