Marie Schleef

Marie Schleef ist Regisseurin. Sie interessiert sich besonders für das weibliche Narrativ und fokussiert sich auf Texte von Autorinnen, die bisher kaum oder gar nicht auf deutschsprachigen Bühnen gespielt wurden. Zudem fügt sie Texten des männlich-etablierten Theaterkanons einen weiblichen Blick hinzu.

2014 schließt Marie Schleef ihren Bachelor of Arts in Theater and Performance am Bard College in New York ab. Anschließend studiert sie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Es folgen Regieassistenzen an der Volksbühne Berlin, u. a. bei Susanne Kennedy („Women in Trouble“ und „Coming Society“). Im Oktober 2018 kommt ihre Diplominszenierung „Die Fahrt zum Leuchtturm“ nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf an der Volksbühne Berlin heraus und wird nach Hamburg zum Körber Studio für Junge Regie 2019 eingeladen.

Im Herbst 2019 veröffentlicht Marie Schleef die Lecture Performance „There Have Always Been Kings AND Queens“, basierend auf dem schriftlichen Teil ihrer Diplomarbeit über die Abwesenheit des weiblichen Kanons in der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Sie betreibt auf ihrem Instagram-Kanal (@marieschleef) das Onlineprojekt „#womenwhoshouldnotbeforgotten“, welches sich in bilingualen (DE/ENG) Kurztextformaten mit Narrativen obskurer Frauen befasst sowie Kuriositäten rund um feministische Themen aufgreift. In der Spielzeit 2020/2021 erscheint die Long Durational Performance „NAME HER. Eine Suche nach den Frauen+“ am Ballhaus Ost, Berlin sowie „Die Blechtrommel“ von Günter Grass am Schauspiel Köln.

Marie Schleef

© Hendrik Lietmann