André de Ridder

Der 1971 geborene Dirigent André de Ridder erhielt seine Ausbildung in Berlin, Wien und London. Nachdem er bis 2021 künstlerischer Leiter von Musica Nova Helsinki war, ist de Ridder zurzeit designierter Generalmusikdirektor des Theater Freiburg (ab September 2022). Seine innovativen Programmgestaltungen und seine stilistische Vielseitigkeit vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik führten ihn zu Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Orquesta Nacional de España, Orchestre de Paris und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra. Zudem ist er für die Performance-Serie „Unclassified Live“ als Kurator tätig, die basierend auf der gleichnamigen BBC Radio 3 Sendung in Londons Soundbank Centre aufgeführt wird.

In den Bereichen Oper und Musiktheater entstanden enge künstlerische Beziehungen mit Gegenwartskomponist*innen wie Kaija Saariaho, Daníel Bjarnason oder Michel van der Aa. De Ridder arbeitete u. a. mit den Regisseur*innen Barrie Kosky, Peter Sellars, Marco Štorman und Enda Walsh zusammen und dirigierte zahlreiche Repertoire-Werke: An der Komischen Oper Berlin übernahm er 2012 die musikalische Leitung für die Monteverdi-Trilogie in der Regie von Barrie Kosky. 2013 gründete er die Ideenfabrik s t a r g a z e, die Projekte von Bach und Beethoven bis Avantgarde-Elektronik und zeitgenössischer Musik auf die Bühne bringt. 2015 veröffentlichte er als Produzent „Africa Express Presents: In C Mali“ bei Transgressive Records, deren Aufnahme bei einer Reise nach Bamako, Mali mit Damon Albarn und seinem Africa Express Projekt entstand, wo er eine neue Version von Terry Riley's „In C“ mit lokalen Musiker*innen und westlichen Gastkünstler*innen wie Brian Eno und Damon Albarn initiierte und produzierte. 2020/21 dirigierte er Gerald Barry’s „Alice’s Adventures Underground“ an der Irish National Opera und folgte nach „Nixon in China“ 2021/22 einer Wiedereinladung der Staatsoper Stuttgart für die musikalische Leitung der Neuinszenierung der „Faustszenen“ von Schumann. 2018 erhielt de Ridder den Royal Philharmonic Society Award für seine Arbeit als künstlerischer Kurator des Londoner Spitalfields Festival.

Stand: Mai 2022

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