Lucia Dlugoszewski

Lucia Dlugoszewski (1931–2000) wurde 1931 in Detroit geboren, wo sie Kurse in Musik am Konservatorium und in Philosophie an der Universität besuchte. In den späten 1940er-Jahren zog sie nach New York, um zunächst bei der Pianistin Grete Sultan und einige Jahre darauf Komposition bei Edgar Varèse zu studieren. Dlugoszewski – Erfinderin von über 100 Musikinstrumenten, darunter das „Timbre Piano“ – wurde 1953 zur Composer-in-Residence der Erick Hawkins Dance Company ernannt und arbeitete für die Kompanie zunächst als Komponistin, musikalische Leiterin und Performerin sowie später auch als Choreografin und Regisseurin. Durch ihren Ruf als experimentelle Komponistin schuf sie Musik für New Yorker Filmemacher*innen wie Marie Menken und Jonas Mekas sowie für Theatergruppen wie The Living Theatre. Dlugoszewski war Guggenheim Fellow und darüber hinaus die erste Frau, die ein Stipendium der Rockefeller Foundation erhielt. Sie wurde vom National Institute of Arts and Letters und mit dem Koussevitzky International Recording Award ausgezeichnet. Ihre Musik wurde von Dirigenten wie Pierre Boulez uraufgeführt und unter anderem vom New York Philharmonic, der Chamber Music Society of Lincoln Center, dem Louisville Orchestra, Seattle Symphony Orchestra und American Composers Orchestra gespielt.

Stand: November 2022

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