zeitkratzer

© Johan Coudoux

zeitkratzer

 

zeitkratzer ist sichtbar – greifbar – körperlich gemachter Klang, ein wahrlich unvergessliches Live-Erlebnis. Die Physikalität von Klang wird zelebriert durch erweiterte instrumentelle Techniken, gegenseitiges Verständnis und die Amplifikation traditioneller Instrumente. Die Schnittmenge von instrumentaler und elektronischer Musik erweist sich als bizarrer und überraschender als jede der beiden für sich allein betrachtet. Es erhöht künftige Erwartungen an Musik als solche!

zeitkratzer ist eine widerborstige Subversion musikalischer Genres. Keiji Haino meets Karlheinz Stockhausen meets Whitehouse meets Terre Thaemlitz meets Iannis Xenakis meets Lou Reed. Die Freude an Klangintensität überschreitet alle Grenzen und bringt diese Musiken auf zeitkratzers Ebene komplexer Texturen zusammen. Eine Herausforderung an Komponisten und die Musiker zugleich.

zeitkratzer ist ein Solisten-Ensemble. Seine Stärke rührt von seinen Mitgliedern her. 1997 gegründet, vereint das Ensemble Musiker, Licht- und Tontechniker aus verschiedenen europäischen Städten, die sich zum Arbeiten und Proben in Berlin treffen. zeitkratzer profitiert dabei von den avancierten und einzigartigen instrumentellen Fähigkeiten der Musiker, ihren Umgang mit Technologie und Elektronik, ihrer hybrider Erfahrung und ihren unterschiedlichen musikalischen Backgrounds: neue oder improvisierte Musik, experimenteller Rock und Pop, Noise, Ambient, Folkmusik … unter anderem erhielten einzelne Musiker Auszeichnungen wie den Deutschen Jazz Preis (Gratkowski) oder Kompositionsaufträge des französischen Staates (Friedl).

zeitkratzer ist unabhängig von Institutionen. Das Ensemble finanziert sich selbständig durch freie Projekte und Konzerte weltweit. Diese Freiheit erleichtert ein spezifisches, bahnbrechendes Repertoire, für das zeitkratzer international sehr schätzt wird. Nur seinem eigenen Geschmack und Überzeugungen verpflichtet, hat sich zeitkratzer als eines der faszinierendsten Ensembles etabliert. Zu den Musikern, die mit oder für zeitkratzer gearbeitet haben, zählen u.a. Helmut Oehring, Keith Rowe (AMM), Radu Malfatti, Nicolas Collins, Jim O’Rourke, Merzbow, Alva Noto, John Duncan, Pluramon aka Marcus Schmickler, Bernhard Guenter, Alvin Curran, Lee Ronaldo (Sonic Youth) und Elliott Sharp.

zeitkratzer ist von einzigartigen Programmen angetrieben. Repertoire-Blöcke, die das Ensemble kreiert, können separat oder gemischt funktionieren. Von Volksmusik mit Reminiszenzen an Donauwalzer und Zitherklänge hin zu „Xenakis [A]Live“ – einer Hommage an den großen Komponisten mit einer Paraphrase seines Werks „Persepolis“ -, der „Electronics“-Reihe mit Musik und Beteiligung von Keiji Haino, Terre Thaemlitz, Carsten Nicolai und William Bennett (Whitehouse), der „Old School“-Reihe, die sich der neuen Musik von John Cage, James Tenney, Karlheinz Stockhausen und Alvin Lucier widmet, Noise mit Merzbow und Zbigniew Karkowski, ausgewählten Songs für Sopran und Ensemble.

Oder die Aufsehen erregenden Transkriptionen früher Kraftwerk-Stücke und Lou Reeds berühmter Feedback-Orgie „Metal Machine Music“. Konzerte mit diesen Programmen führten zeitkratzer in viele europäische Länder, wo sie bei renommierten Festivals u.a. in Madrid, Rom, London, Wien, Budapest und natürlich Berlin auftraten.

www.zeitkratzer.de 

Stand: Januar 2018

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