Nicolas Altstaedt

© Marco Borggreve

Nicolas Altstaedt

Der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt ist ein vielseitiger Musiker, dessen künstlerischer Bogen sich von der historischen Aufführungspraxis über das klassische Repertoire bis zur Auftragsvergabe neuer Werke spannt. Er gehört zu den letzten Schülern Boris Pergamenschikows in Berlin, wo er sein Studium bei Eberhard Feltz abschloss. Nach etlichen ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben und einem Fellowship der Borletti Buitoni Stiftung wurde Nicolas Altstaedt mit dem Credit Suisse Young Artist Award 2010 ausgezeichnet, welcher mit seinem Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Gustavo Dudamel beim Lucerne Festival verbunden war. Als „BBC New Generation Artist“ (2010–2012) spielte er mit allen BBC Orchestern, bei den Proms und in der Wigmore Hall.

Höhepunkte vergangener und kommender Saisons sind u.a. Auftritte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Tchaikovsky Symphony Orchestra, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, Tapiola Sinfonietta, Camerata Bern, den Wiener Sinfonikern, dem Simon Bolivar Orchester, den Rundfunkorchestern Berlin, Wien, Frankfurt, Stuttgart und Helsinki, New Zealand und Melbourne Symphony Orchestra, dem Züricher, Münchener und Stuttgarter Kammerorchester unter Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Vladimir Fedosseev, Sir Neville Marriner, Sir Roger Norrington, Sir Andrew Davis, Mario Venzago, Andrej Boreyko, Adam Fischer und Alexander Shelley.

Nicolas Altstaedt arbeitet ebenso mit Ensembles der historischen Aufführungspraxis wie mit Andrea Marcon und seinem Orchester „La Cetra“ als auch mit Jonathan Cohen und seinem Ensemble „Arcangelo“ zusammen, mit denen er gerade alle C.Ph.E. Bach Cellokonzerte aufgenommen hat, die nächstes Jahr bei Hyperion erscheinen.

Die Beschäftigung mit neuer Musik ist ihm ein großes Herzensanliegen, er spielte mehrere Erstaufführungen der Konzerte von Georg Friedrich Haas, Wolfgang Rihm, Nico Muhly und konzertierte mit den Komponisten Sofia Gubaidulina, Thomas Adès und Jörg Widmann. Fazil Say widmete ihm seine Sonate „Dört Şehir“ 2012, woraus eine Duopartnerschaft entstand. Fazil Say schreibt momentan an einem Cellokonzert für ihn, ebenso Sofia Gubaidulina an einem Tripelkonzert mit Gidon Kremer und der Bajanistin Elsbeth Moser.

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Alexander Lonquich, Vilde Frang, Pekka Kuusisto, Janine Jansen, Antoine Tamestit, Jonathan Cohen, Martin Fröst und das Quatuor Ébène. Nicolas Altstaedt ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie der Mozartwoche und den Sommerfestspielen Salzburg, dem Menuhinfestival Gstaad, der Cellobiennale Amsterdam, dem Beethovenfest Bonn, Utrecht, Stavanger und Delft.

2012 wurde ihm auf Vorschlag von Gidon Kremer die künstlerische Leitung des Lockenhaus Kammermusikfestes anvertraut, das seitdem auch mit eigenen Besetzungen und Programmen im Salzburger Mozarteum, Wiener Konzerthaus, Musikverein Graz und dem Concertgebouw Amsterdam auftritt.

Beim Musikkollegium Winterthur war er erster „Artist in Resonance“, wo er als Gast mit dem Orchester eine Kammermusikreihe gestaltete, die durch die Kombination mit Theater auch über gängige musikalische Programme hinausging.
Ab 2015/16 tritt er die Nachfolge von Adam Fischer bei der Österreich-Ungarischen Haydnphilharmonie an, die er vom Cello aus auch als Dirigent leiten wird.
Seine Diskographie enthält sowohl die Cellokonzerte von Joseph Haydn bis zu György Ligeti als auch Ersteinspielungen der Werke von Wilhelm Killmayer.
Nicolas Altstaedt spielt ein Violoncello von Giulio Cesare Gigli aus Rom (ca. 1770).

www.nicolasaltstaedt.com

Stand: Juni 2015

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