Konzerthausorchester Berlin

© Marco Borggreve

Konzerthausorchester Berlin

 

Mit seinen über 12.000 Abonnenten gehört das Konzerthausorchester Berlin zu den Klangkörpern mit der größten Stammhörerschaft in ganz Deutschland. Seit seinem ersten Auftritt im Jahr 2007 ist das Konzerthausorchester in jedem Jahr beim Musikfest Berlin vertreten gewesen.

Das Konzerthausorchester Berlin kann mittlerweile auf eine 70-jährige Tradition zurückblicken. 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) gegründet, erfuhr es seine entscheidende Profilierung in der Ära Kurt Sanderling (1960–1977). Sanderling machte das Orchester als Chefdirigent zu einem musikalischen Aushängeschild der DDR und formte es zu einem der besten Klangkörper des Landes. Solisten vom Range eines David Oistrach oder Emil Gilels kamen gern und regelmäßig zu Konzerten nach Berlin. Obwohl das BSO für seine Konzerte zwischen mehreren Spielorten wechseln musste, gelang es Sanderling, eine große Stammhörerschaft für seine erfolgreichen Abonnementreihen aufzubauen. Unter den nachfolgenden Chefdirigenten Günter Herbig (1977–1984), Claus Peter Flor (1984–1992) und Michael Schønwandt (1992–1998) wurde die Reisetätigkeit des Orchesters energisch und mit großem Erfolg ausgebaut. Als Karl Friedrich Schinkels berühmtes Schauspielhaus 1984 als Konzerthaus wiedereröffnet wurde, erhielt das BSO an einem der prominentesten Plätze der Stadt, dem Gendarmenmarkt, endlich eine feste Spielstätte für seine Konzertreihen.

Bedeutenden Einfluss auf das Orchester hatten die Berufungen von Michael Gielen zum Ersten Gastdirigenten (1996) und von Eliahu Inbal zum Chefdirigenten (2001). Beide konnten dem Orchester frische Impulse geben. Inbal leitete den mittlerweile 50-jährigen Klangkörper in die nächste Generation. Neue, junge Musiker aus allen Teilen der Welt veränderten das Gesicht und die Strahlkraft des BSO. Unter Inbals Stabführung absolvierte das Orchester erfolgreiche Tourneen durch Japan, China, Korea und Spanien. Beide Dirigenten, Gielen und Inbal, wurden wegen ihrer großen Verdienste zu Ehrenmitgliedern des Orchesters ernannt. Im August 2006 trat Lothar Zagrosek das Amt des Chefdirigenten an. Gleichzeitig wurde das Orchester umbenannt: Aus dem Berliner Sinfonie- Orchester wurde das Konzerthausorchester Berlin. Der Name zeigt, wie sehr sich das Orchester mit seiner Spielstätte identifiziert. Mit fast 100 Konzerten pro Saison prägt es den Spielplan des Konzerthauses, und auch die vielen aus dem Orchester hervorgegangenen Kammermusikensembles finden hier einen prominenten Auftrittsort. Mit der Gründung einer eigenen Orchesterakademie im Januar 2011 hat das Konzerthausorchester in der Amtszeit von Lothar Zagrosek eine wichtige Initiative zur Förderung des musikalischen Nachwuchses ergriffen.

Seit der Konzertsaison 2012/13 ist der Ungar Iván Fischer Chefdirigent des Konzerthausorchesters. Mit Dimitrij Kitaenko steht ihm ein international renommierter Künstler im Amt des Ersten Gastdirigenten zur Seite.

www.konzerthausorchester.de 

Stand: August 2015

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