John Adams

© Lambert Orkisl

John Adams

John Adams, 1947 in Worcester (Massachusetts) geboren, begann als 10-Jähriger mit dem Komponieren und erlebte erste Aufführungen seiner Orchesterstücke noch als Teenager. Nach seinem Studium an der Harvard University, an welcher der angehende Komponist unter anderem von dem Schönberg-Schüler Leon Kirchner unterrichtet wurde, zog Adams 1971 nach Nordkalifornien, wo er seitdem in der San Francisco Bay Area lebt. Adams unterrichtete zehn Jahre lang am San Francisco Conservatory of Music, bevor er 1982 seine „Residency“ beim San Francisco Symphony Orchestra antrat und dort die erfolgreiche Serie „New and Unusual Music“ aus der Taufe hob. Heute zählt er zu den bedeutendsten Vertretern der amerikanischen Musikszene; viele seiner Werke, beispielsweise „Harmonielehre“, „Shaker Loops“, „Doctor Atomic Symphony“ und „Short Ride in a Fast Machine“, gehören zu den meistaufgeführten zeitgenössischen Orchesterwerken überhaupt. 1985 begann Adams’ Zusammenarbeit mit Alice Goodman und Peter Sellars, aus der die ebenfalls sehr erfolgreichen Opern „Nixon in China“ und „The Death of Klinghoffer“ hervorgingen. Fünf weitere Bühnenwerke mit Sellars folgten: „I Was Looking At The Ceiling And Then I Saw The Sky“ (1995), „El Niño“ (2000), „Doctor Atomic“ (2005), „A Flowering Tree“ (2006) und das Passions-Oratorium „The Gospel According to the Other Mary“ (2012). Als Dirigent arbeitet John Adams, der gegenwärtig die Position des „Creative Chair“ beim Los Angeles Philharmonic inne hat, mit renommierten Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam und dem BBC Symphony Orchestra zusammen. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er die Ehrendoktorwürden der Universitäten Yale, Harvard, Northwestern, der Juilliard School in New York und der University of Cambridge in England; sein Chorwerk „On the Transmigration of Souls“, das vom New York Philharmonic Orchestra anlässlich des ersten Gedenktags für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in Auftrag gegeben worden war, wurde 2003 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Den Berliner Philharmonikern ist John Adams in der Saison 2016/2017 als „Composer in Residence“ verbunden; am Pult des Orchesters gibt er in diesen Konzerten sein Debüt.

Stand: August 2016

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