David Robertson

© Scott Ferguson

David Robertson

 

Der 1958 geborene amerikanische Dirigent David Robertson ist nach Konzerten in den Jahren 2009 und 2010 nunmehr zum dritten Mal zu Gast beim Musikfest Berlin. David Robertson ist ein ungemein vielseitiger Künstler, der im Opernhaus ebenso zu Hause ist wie im Konzertsaal; zudem ist er ein erfahrener und viel gefragter Dirigent der Musik unserer Zeit, der zahlreiche Ur- und Erstaufführungen geleitet hat. Dabei nähert sich Robertson auch weniger bekannten Kompositionen mit derselben Hingabe, mit der er die großen Werke der Tradition zu musikalischem Leben erweckt. Seit der Saison 2004/2005 füllt David Robertson zwei verantwortungsvolle Positionen in Europa und in den Vereinigten Staaten aus. Er ist Chefdirigent des traditionsreichen St. Louis Symphony und Erster Gastdirigent des BBC Symphony Orchestras.

David Robertsons Karriere verlief in gleichmäßigen Pendelschlägen zwischen den USA und Europa. In Santa Monica an der amerikanischen Westküste geboren, absolvierte er sein Studium in London an der Royal Academy of Music. Zunächst begann er, Horn und Komposition zu studieren, entdeckte in dieser Zeit aber seine Leidenschaft für das Dirigieren. Nach einem ersten Engagement in Jerusalem war David Robertson von 1982 bis 2000 Dirigent des von Pierre Boulez gegründeten Ensemble Intercontemporain, einer der international führenden Kammerformationen für Neue Musik in Paris. Danach führte ihn sein Weg nach Lyon, wo er mit der künstlerischen Leitung des Orchestre National und des Auditorium de Lyon betraut war.

Neben seinen Verpflichtungen in St. Louis und in London nimmt David Robertson zahlreiche internationale Gastdirigate wahr. Regelmäßig steht er am Pult aller großen amerikanischen Orchester vom Boston Symphony Orchestra bis zum San Francisco Symphony Orchestra. Insbesondere mit dem New York Philharmonic und dem Chicago Symphony Orchestra hat sich dabei eine stetige und produktive Arbeitsbeziehung entwickelt. Als Operndirigent hat David Robertson Aufführungen an vielen international erstrangigen Häusern wie dem Pariser Théâtre du Châtelet, der Bayerischen Staatsoper oder der Metropolitan Opera in New York geleitet. In Europa stand er in den letzten Jahren unter anderem am Dirigentenpult des Concertgebouworkest Amsterdam, der Staatskapelle Dresden, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und der Berliner Philharmoniker. Zu den Höhepunkten der aktuellen Konzertsaison zählen Aufführungen von Benjamin Brittens Oper Billy Budd an der New Yorker Metropolitan Opera, die Uraufführung eines Orchesterwerkes von Elliot Carter in Konzerten mit dem New York Philharmonic und die Europatournee mit „seinem“ St. Louis Symphony, die ihn auch nach Berlin führt.

Für verschiedene Schallplattenfirmen hat David Robertson zahlreiche Aufnahmeprojekte realisiert und dabei Werke von Dvořák bis Dusapin eingespielt. Neben dem Dirigieren widmet David Robertson seine Zeit regelmäßig der Arbeit mit jungen Musikern und Nachwuchsdirigenten. Für sein Wirken ist David Robertson mit zahlreichen bedeutenden Preisen und Auszeichnungen geehrt worden.