Steve Reich

 

Steve Reich, geboren 1936 in New York, gilt einer der berühmtesten Komponisten Amerikas. Seine Musik, die viele Musiker beeinflusst hat, ist bekannt für regelmäßigen Puls, Repetition und einer Vorliebe für Kanons. Sie kombiniert strenge Strukturen mit vorwärtsdrängenden Rhythmen und verführerischen Instrumentalfarben. Seine Kompositionen „Different Trains“ für Streichquartett und Tonband (1988) und „Music for 18 Musicians“ (1974–76) haben ihm jeweils den Grammy Award eingebracht. Und seine dokumentarischen Video-Opern „The Cave“ (1993) und „Three Tales“ (1997), die in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Videokünstlerin Beryl Korot entstanden sind, haben erheblich zur Erweiterung und Erneuerung der Gattung „Oper“ beigetragen.

Steve Reich lernte zunächst Schlagzeug und studierte Philosophie an der Cornell University in Ithaka, New York, dann Komposition an der New Yorker Juilliard University und am Mills College in Oakland, Kalifornien bei Darius Milhaud und Luciano Berio. Reich kam über die Beschäftigung mit identischen Sprachaufnahmen auf mehreren Tonbandgeräten zur Technik der Phasenverschiebung, die er bald auf instrumentale Besetzungen ausweitete. Seine Musik ist vom Jazz, west-afrikanischer Schlagzeug- und balinesischer Gamelanmusik beeinflusst. Die Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition seiner Familie führte zu Werken wie „Tehillim“ oder der Multimedia-Oper „The Cave“ die im Haus der Berliner Festspiele im Rahmen der MaerzMusik 2013 zu sehen und zu hören war.

Steve Reich wurde für sein Schaffen mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. 2006 und 2011 (anlässlich seines 70. und 75. Geburtstages) fanden weltweit Festivals und Sonderkonzerte statt.

www.stevereich.com 

Stand: Juni 2015