Anne-Sophie Mutter

Es gibt viele großartige Geiger. Aber nur sehr wenige unter ihnen verfügen über einen Ton, der so persönlich gefärbt ist, dass man ihn beim bloßen Hören erkennt und fast schon automatisch identifizieren kann. Eine dieser Ausnahmeerscheinungen ist Anne-Sophie Mutter. Mit Berlin verbindet die 1963 im badischen Rheinfelden geborene Geigerin ganz besondere Erinnerungen. Im Dezember 1976 spielte sie hier Herbert von Karajan vor, der sie vom Fleck weg zu den Salzburger Pfingstkonzerten des nächsten Jahres einlud und in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod 1989 eng mit ihr zusammenarbeitete. Das Konzert in Salzburg brachte Anne-Sophie Mutter den endgültigen künstlerischen Durchbruch. Seither konzertiert sie in allen bedeutenden Zentren des Musiklebens und musiziert als eine der bekanntesten Interpreten klassischer Musik mit den führenden Orchestern und Dirigenten unserer Zeit.

In den letzten Jahren hat Anne Sophie Mutter auf ausgedehnten Tourneen in jeder Konzertsaison Nordamerika, Asien und Europa bereist. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr bilden Konzerte in Korea, Taiwan und China mit Mutter’s Virtuosi, einer Gruppe von 14 ehemaligen und aktuellen Stipendiaten der von der Geigerin ins Leben gerufenen Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses.

In den 35 Jahren, in denen Anne-Sophie Mutter als Solistin tätig ist, hat die Geigerin eine beeindruckende Diskographie vorgelegt. Ihre Einspielungen bereitet sie äußerst sorgfältig vor, oft sind sie das Ergebnis jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit den eingespielten Werken. In den letzten Jahren galten ihre Aufnahmeprojekte der Violinmusik von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy und den Violinsonaten von Johannes Brahms. In diesem Herbst ist die Einspielung des Violinkonzertes von Antonín Dvořák vorgesehen.

Anne-Sophie Mutter setzt sich mit einem ungewöhnlichen Nachdruck für die Musik unserer Zeit ein. Sie hat bei großen Komponisten zahlreiche Werke in Auftrag gegeben, diese uraufgeführt und auch auf CD eingespielt. Hierzu zählen etwa Kompositionen von Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Sebastian Currier und Wolfgang Rihm.

Anne-Sophie Mutter nutzt die ihr in der Öffentlichkeit zukommende Aufmerksamkeit in starkem Maße für karitative Zwecke und gibt regelmäßig Benefizkonzerte zugunsten verschiedener im Bereich der Medizin, der Kultur und im Sozialwesen engagierter Stiftungen. Für ihre großen Verdienste ist Anne-Sophie Mutter mit höchsten internationalen Auszeichnungen und Orden geehrt worden und hat unter anderem 2008 den Siemens Musikpreis erhalten. In diesem Januar wurde ihr in Warschau der Orden der Lutosławski-Gesellschaft für ihren besonderen Einsatz für die Musik des großen polnischen Komponisten verliehen.

www.anne-sophie-mutter.de

Stand: Juni 2013

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