Unsuk Chin

 

Die seit 1988 in Berlin lebende südkoreanische Komponistin Unsuk Chin, geboren 1961 in Seoul, studierte Komposition bei Sukhi Kang in Seoul und bei György Ligeti an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Der Erste Preis beim Gaudeamus-Wettbewerb in Amsterdam 1985 markierte den Beginn ihrer internationalen Karriere. Seither wurden ihre Werke von vielen der Spitzenorchester und von renommierten Ensembles zur Aufführung gebracht. Weitere Preise, Auszeichnungen und Residenzen folgten. Im Auftrag u.a. des Pariser IRCAM entstanden auch elektronische Kompositionen. 2004 wurde Unsuk Chin für ihr Violinkonzert mit dem Grawemeyer Award for Music Composition, 2005 mit dem Arnold Schönberg-Preis und 2007 mit dem Heidelberger Künstlerinnenpreis ausgezeichnet. In diesem Konzert, wie auch in ihren anderen Werken, greift sie auf Naturtonreihen zurück. Es zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Handhabung der Instrumentation aus, mit schillernden und oszillierenden Klangfarben. 2007 kam Chins erste Oper „Alice in Wonderland“ an der Bayerischen Staatsoper zur Eröffnung der Münchner Opernfestspiele zur Uraufführung. Ihre zweite Oper, „Through the Looking Glass“, wurde vom Royal Opera House in London für die Saison 2018/2019 in Auftrag gegeben. Seit 2006 leitet Chin die von ihr gegründete Neue Musik-Reihe des Seoul Philharmonic Orchestra, seit 2011 ist sie künstlerische Leiterin der Reihe „Music of Today“ des Philharmonia Orchestra in London.

Stand: Februar 2014

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