Johannes Kalitzke

 

Johannes Kalitzke, geboren 1959 in Köln, studierte an der Kölner Musikhochschule Klavier, Dirigieren und Komposition, war Schüler von Vinko Globokar am IRCAM und bei Hans Ulrich Humpert in Köln. Seine Doppelrolle als Dirigent und Komponist – die Wechselwirkung von Interpretation und eigenem Schaffen – ist ihm überaus wichtig. Das erste Engagement als Dirigent führte Kalitzke an das Gelsenkirchener „Musiktheater im Revier". 1991 wurde er künstlerischer Leiter und Dirigent des Ensembles musikFabrik, dessen Mitbegründer er war. Seither ist er regelmäßig als Gastdirigent bei Ensembles (Klangforum Wien, Collegium Novum, ensemble recherche) und zahlreichen Sinfonieorchestern (u.a. denen des NDR, der BBC, des SWR und der Münchner Philharmoniker) tätig. Dazu kamen Opernproduktionen an der Staatsoper Unter den Linden, an der Stuttgarter Oper, den Wiener Festwochen, der Münchner Biennale und den Salzburger Festspielen.

Als Komponist erhielt er mehrfach Aufträge für die Donaueschinger Musiktage und die Wittener Tage für Neue Musik sowie für zahlreiche Rundfunkorchester. In seinem kompositorischen Schaffen beschreitet Johannes Kalitzke Wege der Annäherung und Integration von historischer und moderner Klangsprache und deren künstlerischer Mittel. So lässt er in seiner Musik etwa szenische Gesten oder Elektronik mit dem instrumentalen Stimmpart verschmelzen und schafft durch diese feinen, oft unmerklichen Übergänge und neuen Klangfarben ein überraschendes Hörerlebnis. Zu seinen jüngeren Werken gehören die Musiktheaterwerke „Molière oder die Henker des Komödianten“, „Inferno“ nach Peter Weiss, „Die Besessenen“ nach W. Gombrowicz sowie die Stummfilm-Orchestermusik für den Film „Die Weber“.

www.johanneskalitzke.com 

Stand: Februar 2014