Chto Delat

Das Kollektiv Chto Delat („Was tun?“) wurde Anfang 2003 in Sankt Petersburg von einer Gruppe von Künstlern, Kritikern, Philosophen und Schriftstellern aus Sankt Petersburg, Moskau und Nischni Nowgorod mit dem Ziel gegründet, politische Theorie, Kunst und Aktivismus miteinander zu verschmelzen.
Öffentlich trat die Gruppe das erste Mal im Mai 2003 mit der Aktion „Die Neugründung von Sankt Petersburg“ in Erscheinung. Kurz danach begann die zu diesem Zeitpunkt noch namenslose Gruppe, eine internationale Zeitung unter dem Titel „Chto Delat?“ herauszubringen. Der Name der Zeitung bzw. der Gruppe stammt aus einem Roman des russischen Schriftstellers Nikolai Tschernyschewski aus dem 19. Jahrhundert und ruft einem sofort die ersten sozialistischen Arbeiterorganisationen Russlands ins Gedächtnis, mit denen sich Lenin in seiner Publikation „Was tun?“ von 1902 beschäftigte. Chto Delat betrachtet sich als selbst-organisierte Plattform für vielseitige kulturelle Aktivitäten mit der Absicht, die „Produktion von Wissen“ zu politisieren, indem eine engagierte Autonomie für eine Kulturpraxis von Heute neu definiert wird.
Die Bandbreite an Aktivitäten wird von einer Kerngruppe koordiniert, zu der die folgenden Mitglieder gehören: Tsaplya Olga Egorova (Künstlerin, Sankt Petersburg), Artiom Magun (Philosoph, Sankt Petersburg), Nikolay Oleynikov (Künstlerin, Moskau), Natalia Pershina/Glucklya (Künstlerin, Sankt Petersburg), Alexey Penzin (Philosoph, Moskau), David Riff (Kunstkritiker, Moskau), Alexander Skidan (Dichter, Kritiker, Sankt Petersburg), Oxana Timofeeva (Philosophin, Moskau) und Dmitry Vilensky (Künstler, Sankt Petersburg). In 2012 trat auch die Choreographin Nina Gasteva, die bereits jahrelang intensiv mit dem Kollektiv zusammengearbeitet hatte, bei. Seitdem partizipierten zahlreiche russische und internationale Künstler und Forscher an unterschiedlichen Projekten, die unter dem Namen des Kollektivs, Chto Delat, realisiert wurden.

www.chtodelat.org 

Stand: Mai 2014

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