Meg Stuart

Meg Stuart (*1965 in New Orleans) lebt und arbeitet als Choreografin und Tänzerin in Berlin und Brüssel. Nach ihrem Tanzstudium an der New York University entwickelte sie für das belgische Klapstuk Festival ihr erstes abendfüllendes Stück „Disfigure Study“, das den Beginn ihrer choreografischen Karriere in Europa markiert. Stuart gründete 1994 ihre eigene Kompagnie Damaged Goods. Gemeinsam haben sie mehr als 30 Produktionen erarbeitet, von Solos bis groß angelegten Choreografien, ortsspezifischen Arbeiten und Installationen. Über die Jahre initiierte und praktizierte Stuart mehrere Improvisationsprojekte. Auf der Suche nach neuen Präsentationskontexten und Territorien für den Tanz definiert sich ihre künstlerische Arbeit ständig neu.

Meg Stuart hat mit zahlreichen Künstler*innen zusammengearbeitet, darunter Pierre Coulibeuf, Philipp Gehmacher, Ann Hamilton, Gary Hill, Benoît Lachambre, Jorge León und Hahn Rowe. Aus Artist-in-Residence-Aufenthalten am Schauspielhaus Zürich (2000-2004) und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin (2005-2010) entwickelten sich Projekte mit den Theaterregisseuren Stefan Pucher, Christoph Marthaler und Frank Castorf. Ihre Arbeiten gastieren in Theatern weltweit und waren daneben zur documenta X (1997) in Kassel und zur Manifesta7 (2008) in Bozen eingeladen. 2008 wurde ihr Gesamtwerk mit dem Bessie Award und dem Flämischen Kulturpreis ausgezeichnet. Die Akademie der Künste verlieh ihr 2012 den Konrad-Wolf-Preis und die Biennale di Venezia 2018 den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk in der Kategorie Tanz. 2018 erhielt Meg Stuart außerdem, gemeinsam mit Damaged Goods, den Deutschen Tanzpreis für herausragende künstlerische Leistungen.

Ihre jüngste choreografische Kreation, „Celestial Sorrow“ (2018), entwickelte Stuart in Zusammenarbeit mit dem indonesischen bildenden Künstler Jompet Kuswidananto. Als erste Choreografin übernahm sie 2019 die künstlerische Leitung des Tanzkongresses, der in diesem Jahr in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste stattfand. Außerdem besteht eine laufende Zusammenarbeit zwischen Meg Stuart / Damaged Goods und dem Kaaitheater in Brüssel sowie dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin.

www.damagedgoods.be

Stand: Februar 2020

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