10 Days of Iranian Cinema

12. – 21.06.2020

Die Frage nach Widerstand oder Flucht beschäftigt die Bewohner*innen des Iran kontinuierlich. Sie wird im iranischen Kino, das für seine Avantgarde und Popularität bekannt ist, schon seit jeher gespiegelt und reflektiert. Mit „10 Days of Iranian Cinema“ präsentieren wir online einen Einblick in das iranische Kino.

Grafisches Logo der Filmreihe „10 Days of Iranian Cinema“ mit dem Titel der Reihe auf Persisch als goldgelber Lichteinfall vor Türöffnung.

Die Filmreihe besteht aus zwei Sektionen: „Displaced Realities“, ein Programm mit fiktiven und dokumentarischen Langfilmen, und „Fight or Flight“, ein Kurzfilmprogramm. Dazu kommen Gespräche mit Filmemacher*innen und Expert*innen des iranischen Kinos: Bahram Beyzai (Film & Theaterregisseur & Professor an der Stanford University, USA), Rakhshan Banietemad (Filmregisseurin und Drehbuchautorin, Teheran), Mohammadreza Farzad (Filmregisseur, Tehran), Daniel Kötter (Film- und Theaterregisseur, Berlin), sowie Afsun Moshiry (Kuratorin, Berlin/Teheran) im Gespräch mit Vivien Buchhorn (Kuratorin und Wissenschaftlerin) und Reza Haeri (Filmregisseur, Teheran) über die iranische Regielegende Sohrab Shahid Saless.

Kuratiert von Afsun Moshiry und den Berliner Festspielen

“The period before and after the Islamic revolution (1978–1979) is critical to understanding Iran’s current problems.”
Interview mit der Kuratorin Afsun Moshiry im Berliner Festspiele Blog

Die Filme befassen sich sowohl mit den Auswirkungen der ständigen Chaos-Bewältigung und den rapiden Veränderungen der Lebensumstände im Iran als auch mit kulturellen und sozialen Themen: der Rolle der Frau in der Gesellschaft, den traditionellen Vater-Sohn-Beziehungen, Familie, Freundschaft, Erziehung und zwischenmenschlichen Beziehungsmodellen.

Der Anspruch, die iranische Lebensrealität filmisch zu inszenieren oder zu dokumentieren, so wie sie tatsächlich erlebt und gelebt wird, ist durch die politische Zensur im Land stark beeinträchtigt. Die gesellschaftlichen Tabuthemen führen zudem zu einer Selbstzensur und damit einer Doppelmoral, die einem eindeutigen gesellschaftlichen Realitätsbegriff entgegensteht.

Diese Kluft zwischen einem etwas freieren privaten Leben und einem eingeschränkten öffentlichen Leben wird in den ausgewählten Filmen in vielgestaltigen zwischenmenschlichen Beziehungen, Verhaltensformen und moralischen Gesinnungen beispielhaft ausverhandelt und für uns beobachtbar.

Der Antagonismus kreiert eine Spannung, die Filmemacher*innen vor Herausforderungen stellt: Wie kann Intimität dargestellt werden, wenn nicht in der Form, in der sie erlebt wird? Entsteht durch die Unterdrückung eine Lebendigkeit oder eine Intensität, die die besondere Faszination der iranischen Filme ausmacht?

Grafisches Logo der Filmreihe „10 Days of Iranian Cinema“ mit dem Titel der Reihe auf Persisch als goldgelber Lichteinfall vor Türöffnung.

10 Days of Iranian Cinema. Trailer. Schnitt: Ygor Gama

© Berliner Festspiele

Displaced Realities
Yek ettefāq-e sāde (A Simple Event)

Englische Untertitel sind über Klick auf den Button CC im Player einblendbar.

Yek ettefāq-e sāde (A Simple Event)

Iran 1973
78 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Sohrab Shahid Saless
Kamera: Naghi Massumi
Mit: Ane Mohamad Tarikhi, Habibollah Safarian, Hedayatollah Nawid
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Das alltägliche Leben eines zehnjährigen Jungen in einer Hafenstadt am Kaspischen Meer: Die Mutter ist krank, der Vater lebt vom Schwarzhandel mit Fischen und trinkt, der Junge geht zur Schule, ist aber kein guter Schüler. Die Mutter stirbt, der Kauf eines Anzugs für den Jungen scheitert.

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Sohrab Shahid Saless

Das Leben und Werk von Sohrab Shahid Saless (1944–1998) hat zwei Besonderheiten, die hierzulande nur wenig bekannt sind: Zum einen ist er einer der bedeutendsten Filmemacher des modernen iranischen Kinos. Mit „Ein einfaches Ereignis“ (Yek ettefāq-e sāde) von 1973 und „Stillleben“ (Ṭabiʿat-e bijān) von 1974 hat er zwei Filme geschaffen, die durch Form und Inhalt – ihre bewusst gewählte Kargheit und Statik sowie durch ihre Konzentration auf das einfache, schwere Leben wenig begüterter Menschen, auf ihre Sprach- und Hilflosigkeit – epochemachend auf den intellektuellen iranischen Film gewirkt haben. Inspirationen sind bereits in seinen frühen Filmen im europäischen Kino wie in François Truffauts Debüt „Les Quatre Cents Coups“ von 1959 zu finden. Andererseits ist Shahid Saless auch Teil des Neuen Deutschen Films. 1944 in Teheran geboren, lebt er ab 1963 in Wien und Paris, wo er Film studiert, bis er 1968 in den Iran zurückkehrt, um Dokumentarfilme für das iranische Kulturministerium zu drehen. Nachdem seine beiden iranischen Spielfilme auch im Ausland prämiert werden – u. a. mit dem Silbernen Bären –, entscheidet sich der links eingestellte Regisseur, Ende 1974 ins Exil in die Bundesrepublik zu gehen. Hierzulande dreht Shahid Saless 13 Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilme und setzt sich dabei mit deutscher und russischer Literatur auseinander. Für „Grabbes letzter Sommer“ nach Thomas Valentin erhält er 1980 den Grimme-Preis in Gold für das beste Drehbuch, den besten männlichen Schauspieler und die beste Regie. 1981 setzt er mit „Anton P. Čechov“ seinem Lehrmeister, wie Shahid Saless ihn einmal genannt hat, ein Denkmal. 1984 wird Shahid Saless auch Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) in der Sektion Film- und Medienkunst. 1991 kehrt er nach einem sechsjährigen Aufenthalt in der ČSSR wieder in die Bundesrepublik zurück, um sie vier Jahre später wiederum Richtung USA zu verlassen. Als wäre seine filmische Arbeit abgeschlossen, erhält Shahid Saless Ende 1994 den Großen Preis der Stiftung des Verlags der Autoren für sein Gesamtwerk. Er stirbt 1998 in Chicago.

Bashu, gharibeye koochak (Bashu, the Little Stranger)

Bashu, gharibeye koochak (Bashu, the Little Stranger). Filmstill

Bashu, gharibeye koochak (Bashu, the Little Stranger)

Iran 1989
120 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Bahram Beyzai
Kamera: Firouz Malekzadeh
Mit: Susan Taslimi, Parviz Pourhosseini, Adnan Afravian, Bashu, Akbar Doodkar, Farokhlagha Hushmand

Dieser Film ist eine wichtiger Bestandteil der Filmreihe, kann aber leider aus lizenzrechtlichen Gründen nicht Online gezeigt werden.

Bei einem Luftangriff während des Iran-Irak-Kriegs verliert der zehnjährige Bashu seine Familie und sein Zuhause. Er selbst kann sich auf die Ladefläche eines Lastwagens retten und fährt vom Süden des Irans bis hoch in den Norden. Er landet in einem kleinen Dorf, wo sich eine Mutter von zwei Kindern liebevoll seiner annimmt. Doch die anderen Dorfbewohner sind nicht begeistert über den Neuankömmling, der nicht ihre Sprache spricht und eine dunklere Hautfarbe hat. Und auch der Mann der Frau will Bashu so schnell wie möglich wieder loswerden. Das berührende Drama wurde seinerzeit vom iranischen Regime zunächst gefördert, dann aber wegen seiner Kritik an Krieg und Intoleranz verboten.

Interview mit Bahram Beyzai (in Farsi mit englischen Untertiteln)

Bahram Beyzai

Bahram Beyzai gehört zu den wichtigsten Filmemachern und Dramatikern des Irans und ist ein bedeutender Forscher zur Geschichte des weltlichen und religiösen iranischen Theaters. Er war in den späten 1960er-Jahren einer der Anführer einer Generation von Filmemacher*innen, die heute als die Neue Iranische Welle angesehen wird, und drehte seitdem über ein Dutzend preisgekrönte Filme. Zudem führte er bahnbrechende Forschungsarbeiten zu den Wurzeln der alten Legenden wie der „Schāhnāme“, die aus der indo-iranischen Mythologie stammt. Er verkörpert die seltene Personalunion aus Künstler und hochbelesenem Gelehrten und Kritiker seiner vielfältigen Künste.

In Teheran geboren, war Bahram Beyzai lange Jahre Leiter des Instituts für Theaterkünste an der Universität Teheran. Sein zweibändiges Buch über die Geschichte des iranischen Theaters gilt noch heute als das maßgebende Werk zu diesem Forschungsgebiet. Seitdem er den Bita Daryabari-Lehrstuhl für persische Studien an der Stanford University innehält, hat er dort mehrere seiner eigenen Stücke inszeniert und Workshops zur iranischer Mythologie und iranischem Film gegeben. Derzeit hält er Seminare zu iranischem Theater und Film ab.

Banoo-Ye Ordibehesht (The May Lady)

Banoo-Ye Ordibehesht (The May Lady)

Iran 1998
88 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Rakhshan Banietemad
Kamera: Hossein Jafarian
Mit: Golab Adineh, Minoo Farshchi, Mani Kasraian, Baran Kosari, Atefeh Razavi
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

„Banoo-Ye Ordibehesht“ erzählt von dem Zwiespalt einer 42-jährigen, geschiedenen Frau zwischen den Ansprüchen an sie als Mutter und als Frau in einer Gesellschaft, deren Moralvorstellungen im ständigen Wandel sind. Die Dokumentarfilmerin Forough Kia, eine gebildete Frau aus der Mittelklasse, steht sowohl in ihrem Privatleben als auch in ihrer Karriere vor Entscheidungen. Sie hat eigene Projekte zurückgestellt, um eine Fernsehdokumentation über die iranische Darstellung von Mutterschaft und der Rolle von Frauen in der Gesellschaft zu drehen. Gleichzeitig versucht sie, eine Balance zwischen den besitzergreifenden Tendenzen ihres Sohnes und persönlichen Herausforderungen in ihrem Leben zu finden.

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Interview mit Rakhshan Banietemad (in Farsi mit englischen Untertiteln)

Rakhshan Banietemad

Rakhshan Banietemad wurde 1954 in Teheran geboren und begann nach ihrem Studium am Institut der Theaterkünste an der Universität Teheran im Jahr 1979 Dokumentarfilme für das staatliche iranische Fernsehen zu drehen. Zwischen 1979 und 1987 konzentrierte sie sich ausschließlich auf Dokumentarfilme, bis sie mit „Off the Limits“ im Jahr 1987 ihren ersten Spielfilm drehte. 1991 erhielt sie als erste Frau beim iranischen Fajr International Film Festival den Preis für die beste Regie für „Nargess“. 1995 gewann sie mit „The Blue Veiled“ den Bronzenen Leoparden beim Locarno Film Festival. Ihr nächster Film, „Under the Skin of the City“, erzielte 2000 die landesweit höchsten Kasseneinnahmen im Iran. Dieser Film erhielt, ebenso wie „Gilaneh“ (2005) und „Mainline“ (2006), wichtige Preise bei mehr als 50 Festivals. Nicht nur Banietemads Spielfilme fanden weltweit Anerkennung, auch ihre Dokumentarfilme waren international erfolgreich. „Our times…“ war 2002 der erste Dokumentarfilm, der jemals in den iranischen Kinos lief. Außerdem wurde der Film bei prominenten und namhaften Festivals und Fernsehsendern gezeigt, darunter IDFA, Sundance Film Festival und ARTE. Rakhshah Banietemad begann ihre Filmarbeit mit Dokumentarfilmen, die enge persönliche Verbindung zu ihren Arbeiten besteht noch heute. Durch das Medium verbindet sie sich mit der Gesellschaft und mit gesellschaftlichen Themen. Ihre Herangehensweise und ihre Darstellung sozialer Fragen sind so stark und wirkungsvoll, dass sie stets zu Veränderungen im Leben der Protagonist*innen ihrer Filme führten. Im Jahr 2008 erhielt sie eine Ehrendoktorwürde der University of London; 2010 wurde sie mit dem Prix Henri Langlois des Vincennes International Film Festival ausgezeichnet. Ihr jüngster Film, „Tales“, erhielt den Preis für das beste Drehbuch im Hauptwettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Venedig 2014. 2017 wurde sie Mitglied der Autor*innensektion der Academy for Motion Picture Arts & Sciences (Oscars).

Roozi ke zan shodam (The Day I Became A Woman)

Roozi ke zan shodam (The Day I Became A Woman). Filmstill

Roozi ke zan shodam (The Day I Became A Woman)

Iran 2000
78 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie: Marziyeh Meshkini
Drehbuch: Mohsen Makhmalbaf
Kamera: Mohammad Ahmadi
Mit: Fatemeh Cheragh Akhar, Shabnam Toloui, Azizeh Sedighi
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59
Aus Lizenzgründen steht dieser Film nur in Deutschland zur Verfügung.

Der Film stellt die Situation von Frauen dar, deren Geschlecht als gesellschaftliches Problem angesehen wird. Er zeigt, wie Frauen im Haus gefangen gehalten werden – nicht aus Hass, sondern aus Liebe. Diese Frauen müssen auf emotionale Bindungen verzichten, um individuelle Unabhängigkeit und aktive soziale Teilhabe zu erlangen.

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Marziyeh Meshkini

Die Filmemacherin und Autorin Marziyeh Meshkini wurde 1969 in Teheran geboren. Sie ist die Frau des gefeierten iranischen Regisseurs Mohsen Makhmalbaf und studierte acht Jahre lang an der Makhmalbaf Film School. Ihr erster Film, „The Day I Became a Woman“, wurde im Jahr 2000 bei der Critics’ Week der Internationalen Filmfestspiele von Venedig vorgestellt und gewann drei Preise. Ihr zweiter Film, „Stray Dogs“, nahm 2003 am Wettbewerb um den besten Film bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig teil und gewann dort zwei Preise sowie zahlreiche internationale Auszeichnungen. Marziyeh Meshkini assistierte sowohl Samira Makhmalbaf als auch Mohsen Makhmalbaf und schrieb zudem das Drehbuch für den preisgekrönten Film „Buddha Collapsed Out of Shame“ von Hana Makhmalbaf, der den Gläsernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin und den Grand Jury Award in San Sebastian gewann und in der Kategorie „Bester asiatischer Film“ beim Hong Kong International Film Festival nominiert war.

Hashti Tehran

Hashti Tehran

Iran 2016
59 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Daniel Kötter
Kamera: Daniel Kötter
Mit: Sara Reyhani, Ramash Imanifard, Alireza Labeshka, Amoo Abbas
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Der Film „Hashti Tehran“ beschreibt periphere Bereiche zwischen dem urbanen Raum und den Vorstädten am Rande der Stadt Teheran. Daniel Kötter gewährt uns Zugang zu vier verschiedenen Übergangsräumen am Stadtrand und zeigt uns so Gebiete des Irans, die nur selten zu sehen sind. Langsame Kameraschwenks über Gebäude und Landschaften werden von Unterhaltungen zwischen Immobilienmakler*innen und ihren Kund*innen oder von Gesprächen der Bewohner*innen dieser Gebiete über Vertreibung und Migration untermalt. „Hashti Tehran“ erzählt davon, dass soziale Räume nicht durch eine besonders zentrale Lage entstehen, sondern dadurch, dass Menschen sie in Besitz nehmen und nutzen.

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Interview mit Daniel Kötter (in Englisch)

In den meisten traditionellen Häusern im Iran bezeichnet „Hashti" einen achteckigen zentralen Raum, von dem aus Personen in die weiteren Teile des Gebäudes geleitet werden: in die privaten Räume (andarouni) und die semi-privaten (birouni), die dem Empfang auswärtiger Gäste vorbehalten sind und von denen aus Zugang zu den Dienst- und Serviceräumen besteht.

Ausgehend von der Idee, dass Teheran selbst als ein Haus verstanden werden kann – sozusagen als innerer Kreis der Islamischen Republik Iran – werden die Vororte der Stadt zu einem Übergangsraum zwischen Innen und Außen, urban und nicht-urban. „Hashti Tehran“ untersucht Wohnungsbau und Stadtentwicklung in vier sehr unterschiedlichen Gebieten in den Randzonen der iranischen Hauptstadt: In den Bergen von Tochal im Norden, im Gebiet um den künstlichen See Chitgar im Westen, in Pardis, einer Sozialbausiedlung weit östlich und im Viertel Nafar Abad am südlichen Rand der Stadt.

Daniel Kötter

Daniel Kötter ist ein international tätiger Filmemacher und Musiktheater-Regisseur. Seine Arbeiten changieren zwischen verschiedenen medialen und institutionellen Kontexten und verbinden Techniken des Experimentalfilms mit performativen und dokumentarischen Elementen. Sie wurden weltweit auf zahlreichen Film- und Videokunstfestivals, in Galerien, Theatern und Konzerthäusern gezeigt.

Zu seinen Hauptwerken zählen die die Musiktheater-Trilogien „Falsche Arbeit, Falsche Freizeit, Freizeitspektakel“ (2008-2010), „KREDIT RECHT LIEBE“ (2013–2016) und „STADT LAND FLUSS“ (2017–2019, alle mit Hannes Seidl), die Mehrkanal-Trilogie „Arbeit und Freizeit“ (2009-2011) sowie die Film-, Performance- und Diskursreihe „state-theatre“ über die Bedingungen des Performativen in den Städten Lagos, Teheran, Berlin, Detroit, Beirut, Mönchengladbach (2009–2014 mit Constanze Fischbeck). Seine umfangreiche Film- und Textarbeit „KATALOG“ (2013) entstand in 13 Ländern rund um das Mittelmeer mit einem besonderen Interesse an Praktiken des Raums.

Visuelle Recherchen führen ihn immer wieder auf den afrikanischen Kontinent sowie in den Mittleren Osten. 2014–2018 arbeitete er u. a. mit dem Kurator Jochen Becker (metroZones) an dem Recherche-, Ausstellungs- und Filmprojekt „CHINAFRIKA. Under Construction“. 2017–2020 erarbeitete er die Dokumentarfilm-Trilogie „Hashti Tehran“ (2017), „Desert View“ (2018) und „Rift Finfinnee“ (2020) über urbane Peripherien in Teheran, Kairo und Addis Abeba. „Hashti Tehran“ gewann den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises.

Zurzeit arbeitet Daniel Kötter unter dem Titel „landscapes and bodies“ an einer Reihe von Raumperformances und 360°-Filmen zu den landschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Extraktivismus in Deutschland, West Papua, DR Kongo und Estland.

Shouting at the Wind

Shouting at the Wind. Filmstill

Shouting at the Wind

Iran 2018
62 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Ata Mehrad, Siavash Jamali
Kamera: Ata Mehrad
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59
Aus Lizenzgründen steht dieser Film nur in Deutschland zur Verfügung.

Der 17-jährige Meysam lebt in Darvaze Ghar, dem ärmsten Viertel Teherans, das als Endstation für Prostituierte, Junkies, Dieb*innen und andere Randfiguren der Gesellschaft bekannt ist.

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Meysam ist clever, witzig und sieht gut aus und er liebt Underground-Musik. Sein Vater, ein früherer Junkie, betreibt einen Lebensmittelladen, in dem auch der Sohn aushilft. Musik ist Meysams wahre Leidenschaft, sein Ausweg aus dem Schicksal derer, die zur Hölle verdammt sind. Er möchte eine Band gründen und sieht sich schon als aufstrebenden Singer-Songwriter. Aber weil Underground-Musik im Iran verboten ist und Meysams großes musikalisches Vorbild schon ins Exil gehen musste, machen sich seine Eltern zunehmend Sorgen. Sie haben Angst, dass Meysams Texte ihm Ärger mit den Behörden einbringen könnten und drängen ihn deshalb, mehr zu lernen und im elterlichen Laden zu helfen. Aber Meysam will sich nicht beugen.

Siavash Jamali

Siavash Jamali wurde 1984 in Teheran geboren. Er begann 2003 Theater zu spielen und inszenierte mehrere Theaterstücke. Seine Karriere als Filmemacher begann 2014, als er Regie bei seinem ersten Film, „Once Upon a Time There Was a Man“, führte. Siavash Jamali arbeitet als Produzent und Regisseur.

Ata Mehrad

Ata Mehrad, 1989 in Tabriz geboren, interessierte sich schon sehr früh für Kunst. Mit 15 Jahren begann er Gitarre zu spielen und hoffte, eines Tages Musiker zu werden. Im Jahr 2004 versuchte er sich im Graphic Design: Er entwarf Poster, bearbeitete Bilder und beschäftigte sich mit digitaler Kunst. 2006 begann er sein Studium an der Universität und damit sein Leben als professioneller Künstler. Er schrieb Drehbücher und inszenierte verschiedene Theaterstücke. 2014 fokussierte er sein Interesse auf Film und besuchte Kurse zu Dokumentarfilm, Produktion und Drehbuch. Seit dieser Zeit arbeitet Ata Mehrad als freier Filmemacher.

Tamaroz (Simulation)

Tamaroz (Simulation). Filmstill

Tamaroz (Simulation)

Iran 2017
84 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Abed Abest
Kamera: Hamid Khozouie Abyaneh
Mit: Abed Abest, Vahid Rad, Majid Yousefi, Danial Khojasteh, Shahrzad Seifi, Asghar Piran, Javad Pourheidari, Javad Pouladi, Alireza Saveh Doroudi, Iman Basim, Hananeh Shahrokhi, Hassan Jafari, Hossein Jafari
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59
Aus Lizenzgründen steht dieser Film nur in Deutschland zur Verfügung.

Drei junge Männer planen, am Wochenende im Haus eines alten Mannes eine Party zu feiern. Sie ahnen nicht, dass dieses Treffen für sie alle tragisch enden wird.

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„Drei gelangweilte junge Männer beschließen eines Abends im Auto, einen älteren Mann zu besuchen, den sie flüchtig kennen. Er empfängt sie mit Freude, hält sie kurz darauf für Einbrecher und bedroht sie mit einer Waffe. Die eintreffende Polizei nimmt sie in Gewahrsam. Die Einfachheit der Geschichte erfährt eine weitere Reduktion: Vollständig in einer Blackbox gefilmt, stellt „Tamaroz“ die Greenscreentechnik auf den Kopf. Neben den grünen Studiowänden, die u. a. dazu dienen, Gegenstände und Figuren durch Einkopierung in eine andere Umgebung zu versetzen, sind alle Requisiten grün und bleiben als Projektionsfläche sichtbar. Autos sind weiß. Die männlichen Figuren sind in Jeans und T-Shirt, Schwester und Nichte des Protagonisten sind schwarz gekleidet. Alle tragen die gleichen blauen Kunststoffschuhe und agieren verlangsamt und emotionslos in einer Umgebung, die eine große Leerstelle darstellt. Nur das changierende bläuliche Licht und ein paar Geräusche erinnern an so etwas wie eine Außenwelt. Die Monotonie erzeugt Spannung: Immer spürbarer wird die Unmöglichkeit, mit der Realität in Berührung zu kommen. In „Tamaroz“ wird Abstraktion zum Ort des Exils.“
(Stefanie Schulte Strathaus, Arsenal – Institut für Film und Videokunst e. V.)

Abed Best

Abed Abest wurde 1987 in Bandar Abbas geboren und lebt und arbeitet heute in Abadan. Er ist Theater- und Filmschauspieler und wirkte bereits in zahlreichen gefeierten Bühnenproduktionen mit. Er inszeniert unter anderem Stücke von Amir Reza Koohestani und Reza Gooran. In dem international erfolgreichen Film „Fish & Cat“ von Shahram Mokri spielte er die Hauptrolle. 2011 drehte Abed Abest seinen ersten Kurzfilm, „I Haven’t Seen Hossien Since the Day Before Yesterday“. „Tamaroz (Simulation)“ ist sein Spielfilmdebüt und feierte bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2017 Premiere.

Hojoom (Invasion)

Hojoom (Invasion). Filmstill

Hojoom (Invasion)

Iran 2017
90 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie: Shahram Mokri
Drehbuch: Shahram Mokri, Nasim Ahmadpour
Kamera: Alireza Barazandeh
Mit: Abed Abest, Babak Karimi, Elaheh Bakhshi, Behzad Dorani, Mohammad Sareban, Pedram Sharifi, Mehdi Etemad Saied, Levon Haftvan, Milad Rahimi, Faraz Modiri, Saied Zareie, Mohammad Berahmani, Iman Sayad Borhani, Sajad Tabesh
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59
Aus Lizenzgründen steht dieser Film nur in Deutschland zur Verfügung.

Ein geheimnisvoller Mord ist geschehen und die Polizei untersucht die mysteriösen Umstände. Man meint, den Mörder schon gefasst zu haben; nun bleibt nur noch zu klären, wie sich das Verbrechen genau abgespielt hat. Während die Polizei versucht, die Umstände der Tat zu rekonstruieren, werden neue Mordpläne geschmiedet.

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Ewige Dunkelheit herrscht in diesem Stadion, wo Männer mit grotesken Tattoos einem Sport nachgehen, der nie gezeigt oder benannt wird. Eine Leiche wurde gefunden und die Polizei hat bereits einen Schuldigen identifiziert. Nun gilt es, die Umstände des Verbrechens zu rekonstruieren, um den Fall so schnell wie möglich abzuschließen. Der wahre Mörder und seine Mannschaftskollegen wollen jedoch die Rekonstruktion dazu nutzen, ein weiteres Verbrechen zu begehen. Die Zwillingsschwester des Opfers, von der man sagt, sie sei ein Vampir, soll getötet werden. Aber dann vergessen die Spieler während der Nachstellung der Tat ihre Rollen, Chaos bricht aus und die Figuren scheinen in einer endlosen Schlaufe gefangen zu sein, in der sich die Ereignisse in unterschiedlichen Versionen wiederholen.

Das beunruhigende Gefühl, dass sich die Zeit auflöst, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfließen und dass die Geschichte zum Stillstand gekommen ist, reflektiert das Lebensgefühl vieler junger Iraner*innen. Shahram Mokris Kammerspiel verwebt Ort, Raum und Zeit im Labyrinth der Stadionkorridore zu einer bedrohlichen, düsteren Allegorie.

Shahram Mokri

1977 im iranischen Marand geboren, studierte Shahram Mokri an der Sooreh University in Teheran Film und begann danach, Kurzfilme zu drehen. Zudem arbeitete er als Cutter bei Fernsehfilmen, Serien, Kurz- und Dokumentarfilmen. Sein Spielfilmdebüt „Ashkan, the Charmed Ring and Other Stories“ (2009) wurde zuerst auf dem Internationalen Filmfestival von Busan gezeigt. Danach drehte er den Film „Fish & Cat“ (2013), der bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig einen Ehrenpreis der Jury gewann, auf über 60 Festivals in aller Welt gezeigt wurde und im Iran beim Publikum extrem erfolgreich war. „Hojoom“ (Invasion) ist sein dritter Spielfilm.

Fight or Flight
Siah-o sefid (Black and White)

Siah-o sefid (Black and White). Filmstill

Siah-o sefid (Black and White)

Iran 1972
4 min, ohne Dialog
Regie, Drehbuch: Sohrab Shahid Saless
Kamera: Mehrdad Fakhimi, Sohrab Shahid Saless
Mit: Jafar Zehni, Habibollah Akbariani, Mohammad Reza Zehni

Dieser Film ist eine wichtiger Bestandteil der Filmreihe, kann aber leider aus lizenzrechtlichen Gründen nicht Online gezeigt werden.

Ein Stop-Motion-Animationsfilm in einer Einstellung, gedreht an einem Tag als Auftragsarbeit für das Center for the Intellectual Development of Children and Young Adults. Zwei Jungen streiten sich um einen Fußball und daraus wird ein größerer Streit zwischen ihren Eltern. Der Film wurde beim Internationalen Kinderfilmfestival in Teheran preisgekrönt.

Sohrab Shahid Saless

Das Leben und Werk von Sohrab Shahid Saless (1944–1998) hat zwei Besonderheiten, die hierzulande nur wenig bekannt sind: Zum einen ist er einer der bedeutendsten Filmemacher des modernen iranischen Kinos. Mit „Ein einfaches Ereignis“ (Yek ettefāq-e sāde) von 1973 und „Stillleben“ (Ṭabiʿat-e bijān) von 1974 hat er zwei Filme geschaffen, die durch Form und Inhalt – ihre bewusst gewählte Kargheit und Statik sowie durch ihre Konzentration auf das einfache, schwere Leben wenig begüterter Menschen, auf ihre Sprach- und Hilflosigkeit – epochemachend auf den intellektuellen iranischen Film gewirkt haben. Inspirationen sind bereits in seinen frühen Filmen im europäischen Kino wie in François Truffauts Debüt „Les Quatre Cents Coups“ von 1959 zu finden. Andererseits ist Shahid Saless auch Teil des Neuen Deutschen Films. 1944 in Teheran geboren, lebt er ab 1963 in Wien und Paris, wo er Film studiert, bis er 1968 in den Iran zurückkehrt, um Dokumentarfilme für das iranische Kulturministerium zu drehen. Nachdem seine beiden iranischen Spielfilme auch im Ausland prämiert werden – u. a. mit dem Silbernen Bären –, entscheidet sich der links eingestellte Regisseur, Ende 1974 ins Exil in die Bundesrepublik zu gehen. Hierzulande dreht Shahid Saless 13 Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilme und setzt sich dabei mit deutscher und russischer Literatur auseinander. Für „Grabbes letzter Sommer“ nach Thomas Valentin erhält er 1980 den Grimme-Preis in Gold für das beste Drehbuch, den besten männlichen Schauspieler und die beste Regie. 1981 setzt er mit „Anton P. Čechov“ seinem Lehrmeister, wie Shahid Saless ihn einmal genannt hat, ein Denkmal. 1984 wird Shahid Saless auch Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) in der Sektion Film- und Medienkunst. 1991 kehrt er nach einem sechsjährigen Aufenthalt in der ČSSR wieder in die Bundesrepublik zurück, um sie vier Jahre später wiederum Richtung USA zu verlassen. Als wäre seine filmische Arbeit abgeschlossen, erhält Shahid Saless Ende 1994 den Großen Preis der Stiftung des Verlags der Autoren für sein Gesamtwerk. Er stirbt 1998 in Chicago an inneren Blutungen.

Falgoosh (Blames and Flames)

Falgoosh (Blames and Flames)

Iran 2011
28 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Mohammadreza Farzad
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Die Geschichte der iranischen Revolution als Kinogeschichte: 1978, am Vorabend der Islamischen Revolution, wurden mehr als 130 Kinos in ganz Iran niedergebrannt, allein 28 von ihnen in Teheran. Große Streiks, die den Beginn der Revolution ankündigten, betrafen auch die Kinoindustrie. Die Diskussionen drehten sich darum, welche Filme gezeigt, welche überhaupt erst produziert werden sollten. Welches Kino konnte oder sollte aufgegeben werden, was wollten und durften die Leute sehen? Nachdem die Kinosäle geschlossen oder abgebrannt sind, dreht sich in „Falgoosh“ das Verhältnis um. Die Figuren verlassen die Leinwand, die Menschen gehen auf die Straße und versuchen, selbst Regie zu führen. Das Kino sieht dabei zu.

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“When films don’t represent and show the people, people will not wait for films but rather make their own picture.”
Interview mit Mohammadreza Farzad im Berliner Festspiele Blog

Mohammadreza Farzad

Der Filmemacher, Übersetzer, Autor, Wissenschaftler und Schauspieler Mohammadreza Farzad wurde 1978 geboren und lebt und arbeitet in Teheran. Zu Beginn seiner Filmkarriere spielte er in mehreren Kurz- und Spielfilmen mit, bevor er sich dem Dokumentarfilm zuwendete, zunächst in den Bereichen Recherche und Schnitt. Seine eigenen Dokumentarfilme wurden bei nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt und preisgekrönt, so zum Beispiel mehrfach bei der Berlinale. Farzad beschäftigt sich in einem intensiven Schnittverfahren mit den Wirkungen und Nachwirkungen filmischer Bilder. Er unterzieht kurze Szenen, Randfiguren, scheinbar alltägliche Gegenstände, Familienvideos und Archivmaterial einer genauen Untersuchung und bringt dadurch Neues und Überraschendes zutage.

Survival

Survival

Iran 2015
8 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Masoud Hatami
Kamera: Mohamad Hadadi
Mit: Parham Deldadeh, Sirous Gholipour, Masoud Hata
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Mitten im Nirgendwo leben zwei Menschen in einem See und rauben Leichen aus, um zu überleben.

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Masoud Hatami

Masoud Hatami ist ein iranischer Regisseur, Cutter und Bildender Künstler. . Er beschäftigt sich aktiv mit dem Kino, seitdem er im Alter von 12 Jahren zum ersten Mal in einem Film mitspielte. Er verließ seine Heimatstadt Rascht, um an der Teheraner Filmakademie, der Karnameh Association und Youth Cinema Society Film zu studieren und erlangte einen Bachelor-Abschluss. „Survival“ wurde beim Internationalen Filmfestival von Teheran mit dem Preis für den besten Experimentalfilm ausgezeichnet und 2015 erhielt er für den Film die ISFA Ehrenmedaille beim Internationalen Filmfestival von Teheran.

Koshtargah (Slaughterhouse)

Koshtargah (Slaughterhouse)

Iran 2015
24 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Behzad Azadi
Kamera: Shahin Araqi
Mit: Bahram Azadi, Mohammad Karimi, Mohammad Rahmati, Parmida Ekrami, Himan Azadi, Salah Adim, Roshanak Shokri, Fawzie Alami
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Vier befreundete Jugendliche haben große Pläne für ihr Leben. Sie wollen schnell reich werden und beschließen, in ihrem Viertel Drogen zu verkaufen. Als erstes müssen sie die Drogen, die sie von einem Schmuggler bekommen haben, selbst probieren. Durch eine unerwartete Wendung gerät die Situation jedoch außer Kontrolle.

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Behzad Azadi

Der Filmregisseur Behzad Azadi wurde 1990 im Bezirk Shahindej im iranischen Teil Kurdistans geboren. Er studierte Theaterliteratur an der Universität von Teheran. Seit 2009 dreht er Kurzfilme, fotografiert und schreibt Drehbücher. Sein Kurzfilm „Koshtargah“ wurde 2015 in die Cinéfondation-Auswahl der Internationalen Filmfestspiele von Cannes nominiert und er erhielt 2013 den Special Jury Award beim Busan International Film Festival für seinen Kurzfilm „Temporary“.

Heyvan (AniMal)

Heyvan (AniMal)

Iran 2017
16 min, Farsi mit englischen Untertiteln
Regie, Drehbuch: Baham Ark, Bahram Ark
Kamera: Ali Abpak
Mit: Davoud Nourpour
Verfügbar 12. Juni, 14:00 – 21. Juni, 13:59

Ein Mann, der die Grenze überqueren will, jagt einen Widder und beschließt, als das Tier verkleidet zu fliehen.

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Bahram & Bahman Ark

Die 29-jährigen Zwillingsbrüder Bahram & Bahman Ark wurden im Iran geboren. Bahman studierte Malerei und Bahram widmete sich zunächst dem Teppichdesign. Seit einigen Jahren arbeiten sie zusammen als Drehbuchautoren und Regisseure. Ihr jüngster Film „Heyvan“ gewann 2017 den 2. Preis der Cinéfondation in Cannes.