Generalsanierung Haus der Berliner Festspiele – Juni 2020 bis Februar 2022

Haus der Berliner Festspiele

Pressemeldung vom 8.5.2020

Für das Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße 24 beginnt im Juni die letzte Phase der bereits 2010 begonnenen energetischen und technischen Generalsanierung, deren Abschluss für Februar 2022 geplant ist. Die Fertigstellung der Maßnahmen erfordert in Teilen eine Durchführung des Festival- und Veranstaltungsbetriebs in externen Spielstätten.

Nach derzeitigem Stand und Taktung der Baumaßnahmen müssen für das im Herbst 2020 stattfindende Jazzfest Berlin sowie die Bundeswettbewerbe Tanztreffen der Jugend, Treffen junger Autor*innen und Treffen junge Musik-Szene Ausweichspielstätten angemietet werden, darunter das silent green Kulturquartier und die Uferstudios in Wedding, das Kulturzentrum Weiße Rose in Schöneberg und die noisy rooms in Friedrichshain. Für die Filmaufführungen der Berlinale im Februar 2021 soll das Haus wieder zur Verfügung stehen. Die anschließenden Festivals MaerzMusik und Theatertreffen sowie der Bundeswettbewerb Theatertreffen der Jugend können ebenfalls 2021 im Haus der Berliner Festspiele stattfinden. Die im Herbst 2021 stattfindenden Festivals und Bundeswettbewerbe werden erneut in Ausweichspielstätten stattfinden müssen.

Das nach Entwürfen von Architekt Fritz Bornemann erbaute Haus, das 1963 als „Theater der Freien Volksbühne“ eröffnet wurde, zählt zu den herausragenden Theaterbauten der Nachkriegsmoderne und steht wie der größere Theaterbau Bornemanns – die „Deutsche Oper“ – unter Denkmalschutz. Seit der Eröffnung des Hauses gab es keine größeren Modernisierungsmaßnahmen. Um den hohen multifunktionalen Anforderungen des Festival- und Gastspielbetriebs, der seit 2001 ansässigen Berliner Festspiele, weiterhin entsprechen zu können, wurde in einem ersten Schritt in den Jahren 2009 bis 2011 mit Mitteln des Konjunkturpakets II die veraltete Bühnen- und Haustechnik modernisiert.

Die in konstruktiver und statischer Hinsicht sehr einfach und auf das Notwendigste reduzierte Bauweise – damals kostengünstig mit einfachen Materialien hergestellt –, bedeutet hinsichtlich ihrer heutigen Instandhaltung eine Wiederherstellung oder den Ersatz mit anderen Materialien. Dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudeaußenhülle – vor allem in Hinsicht auf Schall- und Wärmedämmung – wurden bereits in der ersten Bauphase mitbedacht. Jedoch erst im Januar 2014, als das Festspielhaus in das Eigentum des Bundes übergegangen ist, war es möglich, die lange anstehenden und dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen weiter zu planen. Bereits seit 2013 verpflichtet sich die KBB (Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH) mit der jährlichen EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit Scheme) der Europäischen Union einem nachhaltigen Umweltmanagement. Die technische und energetische Sanierung der Berliner Festspiele markiert dabei einen wichtigen Faktor für einen nachhaltigen und effizienten Liegenschaftsbetrieb der gesamten KBB. Im August 2017 wurde der Planungsprozess der Bauarbeiten am Haus der Berliner Festspiele abgeschlossenen, der Bauantrag gestellt und das Büro Numerich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH nach öffentlichem Ausschreibungsprozess von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BlmA) mit der Planung und Durchführung der Bauarbeiten betraut.

Der Sanierungsprozess ist unter Rücksichtnahme auf den Spielbetrieb in mehrere Bauabschnitte gegliedert: In einem ersten Schritt wurden im Sommer 2018 Arbeiten zur energetischen und statischen Ertüchtigung des Kassenhallendaches durchgeführt. Es folgte in 2019 die denkmalgerechte Sanierung der Ost- und Westfassade, der Dachflächen, des Bühnenturms und der Seitenbühne sowie der Bau einer neuen Entwässerungsanlage für den Außenbereich. Mit Wärmerückgewinnung und Isolierung sind die Klima- und Heizungsanlagen ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht worden. Derzeit erfolgen Sanierungen der restlichen Fassaden, des Bühneneingangs und die Erneuerung der Lüftungsanlage. Ab Juni 2020 werden Arbeiten innerhalb der Büroflächen durchgeführt. Zur vorübergehenden Zwischennutzung werden Ausweichbüros (Rankestraße 5/6) für das Personal der Berliner Festspiele angemietet. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für Februar 2022 geplant.

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