Berliner Festspiele 70

Berliner Festspiele

Pressemeldung vom 30.11.2020

2021 werden die Berliner Festspiele 70. Dies zum Anlass nehmend und verbunden mit der Hoffnung auf eine positive Entwicklung im pandemischen Verlauf starten die Berliner Festspiele im März in das Geburtstagsjahr mit einem interdisziplinären mehrtägigen Programm und einem „lebendigen Archiv“ im Gropius Bau sowie internationalen Gastspielen namhafter und in Deutschland noch unbekannter Künstler*innen im Festspielhaus. Parallel dazu realisiert der Gropius Bau die erste umfassende Retrospektive der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Die Reihe Immersion präsentiert im Juni die mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig ausgezeichnete Opern-Performance „Sun & Sea“.

Am 5. September 1951 wurden die ersten Berliner Festwochen, wie sie damals hießen, im Berliner Schillertheater eröffnet. Dies war der Start einer ungewöhnlichen Festivalgeschichte zwischen Ost und West, im Theater- und Stadtraum, mit Pop und Avantgarde, Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Kino und den Kulturen der Welt. 2021 ist für die Berliner Festspiele ein Jahr gleich mehrerer Jubiläen. Nicht nur werden die Berliner Festspiele 70; der Gropius Bau wurde vor 140 Jahren als Kunstgewerbemuseum eröffnet und MaerzMusik findet zum 30. Mal statt.

„Wild Times, Planetary Motions“
Live Art, Musik und Installationen im Gropius Bau

Vom 10. bis 14. März 2021 findet im Gropius Bau unter dem Titel „Wild Times, Planetary Motions“ ein gemeinsam von allen künstlerischen Leiter*innen und Kurator*innen der Berliner Festspiele zusammengestelltes Programm statt. Künstler*innen wie Jimmy Robert, Nikhil Chopra mit Yuko Kaseki, Augustin Maurs, The Monochrome Project, Manuela Infante, Monira Al Qadiri & Raed Yassin, Olivia Wenzel, Alexander Hawkins & Siska und SERAFINE1369 zeigen Installationen und Aufführungen. Das Programm ist als Tages- oder Nachtversion für jeweils sechs Stunden zu erleben.  

Archiv 70 Jahre Berliner Festspiele
Als Teil von „Wild Times, Planetary Motions“ untersuchen sieben Archivräume mit historischen Filmen und Fotos das Verhältnis der Berliner Festspiele zur außereuropäischen und osteuropäischen Kunst und machen experimentelle Formate im Bereich Theater, zeitgenössische Musik, Bildende Kunst sowie im urbanen Raum zugänglich. Einer dieser Räume verwandelt sich in ein „lebendiges Archiv“, in dem die Festspielgeschichte anhand der Erinnerungen von Zeitzeug*innen, Forscher*innen, (ehemaligen) Mitarbeiter*innen und Besucher*innen zu erleben sein wird. Auch auf der Website werden 2021 in Form von Fotos, Filmen und einer Chronik Einblicke in die Geschichte der Berliner Festspiele präsentiert.

Retrospektive Yayoi Kusama im Gropius Bau
und Opern-Performance „Sun & Sea“ im Kühlhaus Berlin

Unmittelbar nach dem Gemeinschaftsprojekt „Wild Times, Planetary Motions“ wird im Gropius Bau die erste Retrospektive von Yayoi Kusama (19. März bis 1. August 2021) in Deutschland eröffnen. Die von Stephanie Rosenthal kuratierte Ausstellung präsentiert eine der bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart in einer ungewöhnlichen Konzeption. Auf knapp 3000 m² werden ihre zentralen Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachgezeichnet, wobei die Retrospektive auch eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter ein neuer Infinity Mirror Room.

Im Rahmen der Reihe Immersion wird im Juni die mit dem Goldenen Löwen der Biennale di Venezia ausgezeichnete Opern-Performance „Sun & Sea“ der Künstlerinnen Rugilė Barzdžiukaitė, Vaiva Grainytė und Lina Lapelytė im Kühlhaus Berlin zu sehen sein (10. bis 13. & 15. bis 17. Juni 2021).

Internationale Gastspiele, Koproduktionen und Festivals im Haus der Berliner Festspiele
Im Haus der Berliner Festspiele sind während der Baupause im Frühjahr internationale Gastspiele und Koproduktionen zu erleben. Zum Auftakt steht die Deutschlandpremiere von „INFINI 1-17“ des Szenografen Jozef Wouters (5. bis 6. März 2021) auf dem Programm, gefolgt von „Temple du Présent. Solo for an Octopus“ des Regisseurs Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) in Zusammenarbeit mit Judith Zagury und Nathalie Küttel (ShanjuLab) (9. bis 11. März 2021). Die Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker (Rosas) präsentiert im Rahmen von MaerzMusik – Festival für Zeitfragen die Deutschlandpremiere ihres Solos „The Goldberg Variations, BWV 988“ (25. bis 26. März 2021). Erstmalig in Berlin zu sehen ist das Tanzstück „Outwitting the Devil“ des Choreografen Akram Kahn (8. bis 10. April 2021). Der Circuskünstler und Choreograf Alexander Vantournhout ist mit der Deutschlandpremiere seines Miniaturperformance-Parcours „Screws“ zu Gast (9. bis 11. April 2021). Zum Abschluss der Gastspielserie ist die Weltpremiere der von den Berliner Festspielen koproduzierten Performance-Trilogie „Porca Miseria“ des Choreografen und Tänzers Trajal Harrell (17. bis 18. April 2021) zu erleben.

Zudem werden die Berliner Festspiele auch unter Corona-Bedingungen die Festivals MaerzMusik – Festival für Zeitfragen (19. bis 28. März 2021), Theatertreffen (7. bis 23. Mai 2021) und das Theatertreffen der Jugend im Rahmen der Bundeswettbewerbe (28. Mai bis 5. Juni 2021) im Haus der Berliner Festspiele, an auswärtigen Spielstätten oder/und im digitalen Raum realisieren. Wie im Vorjahr ist es Ziel, die Projekte und Festivals unter Berücksichtigung des pandemischen Geschehens für so viele Menschen wie möglich zugänglich zu machen, auch in der Hoffnung, den vielen zeitgenössischen Künstler*innen weiterhin Auftritts- und Produktionsmöglichkeiten bieten zu können.

Weitere Informationen
Über den Stand der Programmarbeit und unsere Sicherheitskonzepte im Zusammenhang mit der Pandemie werden wir Sie fortlaufend informieren. Nähere Details zum Programm werden zu Beginn des neuen Jahres veröffentlicht. Der Ticket-Vorverkauf startet voraussichtlich im Februar 2021.

Weitere Informationen zum Jubiläum 70 Jahre Berliner Festspiele finden Sie auf der Website der Berliner Festspiele. Pressefotos stehen im Pressebereich der Berliner Festspiele zum Download bereit.

Pressekontakt:
Pressebüro
Berliner Festspiele
Sara Franke, Trang Vu Thuy

Tel. +49 30 254 89 -269/ -267

Follow us:
facebook.com/berlinerfestspiele
instagram.com/berlinerfestspiele
twitter.com/blnfestspiele