MaerzMusik 2021: TIMEPIECE Update und weitere Premieren

MaerzMusik

Pressemeldung vom 24.3.2021

MaerzMusik – Festival für Zeitfragen 2021 am 19. März eröffnet und geht noch bis zum 28. März. An dem 27-stündigen Abschlussevent TIMEPIECE sind 57 Musiker*innen mit Kompositionen beteiligt – neu dabei sind u. a. Terre Thaemlitz, Ricardo Villalobos, Michael Gordon und Myriam Van Imschoot.
Über 80 Berliner*innen werden die Zeit in unterschiedlichsten Sprachen ansagen. Das kollektive Projekt ist eine künstlerische Solidaritätsbekundung in Corona-Zeiten. Weitere Höhepunkte und Premieren beim Festival sind mit dem Ensemble Modern und George Lewis, dem Quatuor Bozzini, Ensemble Extrakte und Juliet Fraser zu erleben

Am 25. März präsentiert MaerzMusik die binauralen Audioproduktion von Éliane Radigues „Occam Delta XV“. Die Aufnahme hat das Quatuor Bozzini im Espace Aline-Letendre (Église du Gesù) in Montréal realisiert (die neun Positionen der Mikrophone sehen Sie in einer Skizze auf der Website der Berliner Festspiele). Im Anschluss wird die vom Quatuor Bozzini als Konzertfilm produzierte Uraufführung des 4. Streichquartetts des Schweizer Komponisten Jürg Frey zu sehen sein, aufgenommen in Agora Hydro-Québec du Coeur des schiences del'UQAM in Montréal.

Am 26. März kommt Manuel Rodríguez Valenzuelas „time.cage“ als exklusiv für MaerzMusik 2021 produzierter Konzertfilm zur Uraufführung, produziert vom ensemble mosaik in den Spreehallen Berlin. Die multimediale Arbeit ist angeregt von der Vorstellung des Eingeschlossen-Seins und aktuellen Zeit-Erfahrungen.

Premiere feiern auch das experimentelle Video-Essay „Inside Out“ der Sopranistin Juliet Fraser am 25. März, das die unterschiedlichen Realitäten und Wahrnehmungen eines künstlerischen Lebens in Zeiten der Pandemie reflektiert; und der kollektive Reigen der Musiker*innen des Ensembles Extrakte „Dulab al Taj“ am 26. März. An diesem Tag startet spät in der Nacht die Lesung useless land als Teil der Workshops und Diskurse von Thinking Together, das am Samstag im letzten Teil des Online-Symposium mit The Political Kitchen endet.

Zum Finale von MaerzMusik – Festival für Zeitfragen 2021 beginnt am Samstag, den 27. März um 20:00 Uhr die lebendige Zeitansage TIMEPIECE, aufgeführt von über 80 Sprecher*innen aus Berlin auf der großen Drehbühne des Hauses der Berliner Festspiele und musikalisch begleitet von 57 für das Projekt aufgenommene Uraufführungen aus aller Welt. Das Projekt basiert auf der Komposition „TIM Song“ (2012) von Peter Ablinger, die als Idee die Echtzeit-Aufführung des Textes der BBC Speaking Clock artikulierte. TIMEPIECE greift diese Idee auf und lässt eine 27-stündige Video-Direktübertragung der Zeitansage in verschiedenen Sprachen mit einem musikalisch diversen Programm verschmelzen. Die Kamera und die einzelnen Sprecher*innen befinden sich auf der Drehbühne des Hauses der Berliner Festspiele, die sich fortschreitend dreht und stündlich eine 360°-Drehung vollzieht, wie der Zeiger einer gigantischen Uhr.

TIMEPIECE, das am 27. März um 20:00 Uhr Mitteleuropäischer Winterzeit startet und am 28. März um 24:00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit endet, durchschreitet und markiert den fehlenden Zeitraum von The Long Now, dem traditionellen Abschlussprojekt von MaerzMusik, das aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht realisiert werden kann. Zugleich ist TIMEPIECE ein Gemeinschaftsprojekt und eine künstlerische Solidaritätsbekundung für Künstler*innen und andere von der Pandemie Betroffene.

Wir bitten Sie sich für TIMEPIECE zu akkreditieren, damit wir Ihnen den genauen Ablauf sowie weitere Details zukommen lassen können:

TIMEPIECE wird unterstützt durch das Canada Council for the Arts und die Regierung von Kanada.

Medienpartner des Festivals sind Deutschlandfunk Kultur, rbbKultur, ExBerliner, Monopol, Wall, The Wire und Yorck Kinogruppe.

Weiter unten in dieser Mail finden Sie Material zu den Veranstaltungen heute Abend, 24. März ab 17:30 Uhr, den beiden Panels und dem Konzert im Kammermusiksaal der Philharmonie mit dem Ensemble Modern zum Thema „Afro-Modernism in Contemporary Music“: Eine Linkliste des Kurators der Veranstaltungen George Lewis sowie zwei kurze Gespräche zwischen ihm und dem künstlerischen Leiter von MaerzMusik Berno Odo Polzer in der Reihe „MaerzMusik calling“. Weitere Gespräche werden noch veröffentlicht – siehe unten.

Aktuelles Bildmaterial, den kompakten Programmüberblick und eine Linkliste zu den am Festival beteiligten Künstler*innen finden Sie im Pressebereich von MaerzMusik.

Falls Sie Interviewwünsche oder weitergehende Fragen haben, melden Sie sich gerne.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme am digitalen Festival!

Ihr Pressebüro Berliner Festspiele

  • MaerzMusik calling
    George Lewis & Berno Odo Polzer
    Zwei kurze Gespräche von Multi-Instrumentalist, Komponist und Wissenschaftler George Lewis mit dem künstlerischen Leiter von MaerzMusik Berno Odo Polzer.
    Zum Video 1
    Zum Video 2
  • Materialsammlung
    Afro-Modernism in Contemporary Music
    Eine Sammlung an Links zu für das Thema relevanten Artikeln und Filmen von Kurator George Lewis.
    Zur Materialsammlung
  • Binaural On Demand und Live
    Éliane Radigue
    Der binaurale Audiostream der „Trilogie de la Mort“ von Éliane Radigue bleibt noch bis 28. März auf on Demand nachhörbar. Ihr ebenfalls binaural produziertes Werk „Occam Delta XV“ ist am 26. März zu erleben.
  • Uraufführungen & Premieren
    MaerzMusik Specials
    Uraufführungen sowie künstlerischen Arbeiten, die eigens für die diesjährige Festivalausgabe entstanden sind.
    MaerzMusik Specials
  • MaerzMusik calling
    Weitere Folgen
    Es werden noch Gespräche zwischen Komponist Jürg Frey und Violinist Clemens Merkel vom Quatuor Bozzini sowie zwischen Pianist Ernst Surberg und Komponist Manuel Valenzuela zu den jeweiligen Uraufführungen online gehen.
    Youtube Playlist

Pressekontakt
Patricia Hofmann und Anna Lina Hinz
+49 30 25489 223 / 701

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