Jazzfest Berlin mit Award for Adventurous Programming des Europe Jazz Network ausgezeichnet

Jazzfest Berlin

Pressemeldung vom 14.4.2021

Das Europe Jazz Network (EJN) verkündete den Preisträger am 14. April erstmals in einem Live-Online-Event. Die Verleihung wurde von EJN-Präsident Wim Wabbes moderiert und beinhaltete Statements der Jury, der Künstlerischen Leiterin des Jazzfest Berlin Nadin Deventer sowie der am Festival beteiligten Künstler*innen. Der Award, der in diesem Jahr zum 10. Mal vergeben wird, wird jedes Jahr vom Europe Jazz Network an eine*n europäische*n Veranstalter*in verliehen, der/dem es gelingt, visionäre und faszinierende Musikprogramme für das Publikum umzusetzen.

Das von den Berliner Festspielen seit 1964 veranstaltete Jazzfest Berlin wurde als Gewinner des 10. EJN Award for Adventurous Programming in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt: Im ersten Schritt wurden die über 160 EJN-Mitgliedsorganisationen aus 34 Ländern gebeten, potentielle Preisträger*innen (darunter nicht nur EJN-Mitglieder) zu nominieren. Im März 2021 traf sich die Jury aus EJN-Mitgliedern und anderen europäischen Musikexpert*innen dann online, um aus der Liste der 17 nominierten Festivals, Clubs und Konzertorte den/die Gewinner*in zu wählen.

»Das Jazzfest Berlin war die perfekte Wahl für den 10. EJN Award for Adventurous Programming. Es ist eines der ältesten Jazzfestivals in Europa und hat es dennoch geschafft, sich zu erneuern und musikalische sowie kulturelle Grenzen zu durchbrechen: eine jüngere Generation von Veranstalter*innen und Künstler*innen einzubeziehen, mit neuen Veranstaltungsräumen zu experimentieren und innovative Projekte in Auftrag zu geben. Vor drei Jahren wählte es – zum ersten Mal in seiner Geschichte – eine junge Frau als künstlerische Leiterin, und im Jahr der Pandemie präsentierte es ein fantastisches Programm an mehreren Orten, darunter eine ‘musikalische Brücke’ zwischen Berlin und New York. Dies hat uns an die Bedeutung von Zusammenarbeit und Austausch erinnert, in einer Zeit, in der wir so stark isoliert sind. Dies alles sind Merkmale eines Festivals, das sich nicht scheut, Risiken einzugehen und über seine Grenzen hinauszugehen – wie es Jazz und kreative Musik tun sollten!«
‒ Begründung der Jury 2021

Mitglieder der Jury 2021: Pelin Opcin (Serious events/EFG London Jazz Festival, UK), Antonis Zouganelis (Athens Technopolis Jazz Festival, Griechenland), Sofia Jernberg (Künstlerin, Schweden), Christine Stephan (JAZZTHETIK Magazin, Deutschland), und die Gewinner aus dem letzten Jahr: Christoph Huber (Porgy & Bess, Österreich) & Jan Ole Otnæs (Victoria-Nasjonal Jazzscene, Norwegen).

»Ich freue mich über diese Auszeichnung für das Jazzfest Berlin, das in den letzten drei Ausgaben mit Nadin Deventer als künstlerischer Leiterin innovative Wege gegangen ist. Jazz ist die Kunst des freien Zusammenspiels. Die Auszeichnung kräftigt insofern auch eine kuratorische Entwicklung, die den freien und jüngeren Akteur*innen in unserem Festival mehr Raum gibt und die Vernetzung zwischen diversen Szenen vertieft hat. Ich danke dem Europe Jazz Network und der Jury für diese Auszeichnung der Arbeit der Berliner Festspiele
‒ Thomas Oberender (Intendant Berliner Festspiele)

»Wir fühlen uns sehr geehrt und glücklich, diese einzigartige Auszeichnung zu erhalten. Sie ist für uns eine wertvolle Anerkennung von unseren Kolleg*innen aus dem gesamten europäischen Raum und darüber hinaus. Vielen Dank an alle für die Unterstützung, Inspiration und Freundschaft in all den Jahren voller Veränderungen und Herausforderungen. Festivalarbeit ist Teamarbeit und ich möchte mich bei allen Kolleg*innen der Berliner Festspiele und unseren Partnern für ihr großes Engagement und Vertrauen in unsere abenteuerlichen Unterfangen bedanken. Und nicht zuletzt danke ich den fantastischen Musiker*innen, dass sie sich mit uns auf diese Reise begeben haben und mit enormer Kreativität, Musikalität und Engagement diese wunderbaren Projekte realisiert haben. Sie haben überwältigende Momente geschaffen, die einen - immer wieder - sprachlos machen. Schon bald werden wir in unserer internationalen, schillernden und reisenden Gemeinschaft von Künstler*innen, Publikum, Journalist*innen und Veranstalter*innen wieder zusammenkommen können, um die Schönheit und die Kraft der Musik zu feiern.«
‒ Nadin Deventer (Künstlerische Leiterin Jazzfest Berlin)

Das Europe Jazz Network (EJN) gab den Gewinner seines Award for Adventurous Programming am 14. April zum ersten Mal in einem Live-Online-Event bekannt. Die Veranstaltung wurde von EJN-Präsident Wim Wabbes (Handelsbeurs Konzerthaus, Belgien) moderiert. Beteiligt waren außerdem zwei Vertreter*innen der diesjährigen Jury, Pelin Opcin (Serious/EFG London Jazz Festival, UK) und Jan Ole Otnæs (Victoria-Nasjonal Jazzscene, Norwegen) sowie Nadin Deventer (Jazzfest Berlin, Deutschland). Zudem waren Video-Statements von einigen der großartigen Künstler*innen zu sehen, die in den letzten Jahren besondere Projekte für das Festival entwickelt hatten: Mary Halvorson (USA), Alexander Hawkins (UK), KIM Collective (Deutschland), Rob Mazurek (USA), Julien Desprez (Frankreich) und Jason Moran (USA).

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Die komplette Preisverleihung ist hier nachzusehen:
youtu.be/vd_z1pDEO10

Zusätzlich zur heutigen Bekanntgabe wird der diesjährige Gewinner auf der Europe Jazz Network Konferenz in Tallinn, Estland (16. bis 19. September 2021) und bei der nächsten Ausgabe des Jazzfest Berlin (4. bis 7. November 2021) geehrt.

Alle Konzerte des Jazzfest Berlin 2020 sind weiterhin auf Jazzfest Berlin on Demand verfügbar.

Über den EJN Award for Adventurous Programming
Seit 2012 zeichnet EJN – der europaweite Zusammenschluss von Veranstalter*innen, Moderator*innen und Organisationen, die sich auf kreative Musik, zeitgenössischen Jazz und improvisierte Musik spezialisiert haben – jedes Jahr eine*n europäische*n Veranstalter*in aus, die/der die Werte des EJN verkörpert und ein visionäres und faszinierendes Musikprogramm für das Publikum umsetzt.

Frühere Preisträger*innen des EJN Award for Adventurous Programming: Victoria-Nasjonal Jazzscene in Norwegen ex-aequo mit Porgy und Bess in Österreich (2020), JazzFest Sarajevo in Bosnien & Herzegowina (2019), Jazz Festival Ljubljana in Slowenien (2018), Tampere Jazz Happening in Finnland (2017), Manchester Jazz Festival in Großbritannien (2016), Moers Festival in Deutschland (2015), Jazz em Agosto in Portugal (2014), Bimhuis in den Niederlanden (2013) und 12 Points Festival in Irland (2012).

Neben dem Award for Adventurous Programming hat das EJN zwei weitere Preise ins Leben gerufen: den EJN Award for “Music & Community” (erste Ausgabe 2018), der herausragende Projekte der sozialen Inklusion durch Jazz und kreative Musik auszeichnet, und den “Zenith Award for Emerging Artists” (erste Ausgabe 2019) in Zusammenarbeit mit dem 12 Points Festival.
www.europejazz.net/activity/ejn-awards

Über das Europe Jazz Network:
Das Europe Jazz Network (EJN) wurde 1987 als europaweite Non-Profit-Vereinigung von Live-Musik-Veranstalter*innen gegründet. Derzeit gehören dem EJN 165 Organisationen (Festivals, Clubs und Konzertorte, unabhängige Veranstalter*innen und nationale/regionale Organisationen) in 34 Ländern an. Es ist eines der 28 kulturellen Netzwerke, die vom Creative Europe Programm der Europäischen Union unterstützt werden. Das EJN hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung des Jazz und der kreativen improvisierten Musik innerhalb der europäischen Szene zu fördern und zu unterstützen und Möglichkeiten für die Begegnung und Kommunikation zwischen Künstler*innen, Veranstalter*innen und dem Publikum aus den verschiedenen Ländern zu schaffen.
www.europejazz.net