Theatertreffen veröffentlicht Spielplan

Theatertreffen

Pressemeldung vom 27.4.2021

Liebe Journalist*innen,
Liebe Freund*innen des Theatertreffens,

nachfolgend möchten wir Sie über das Programm der diesjährigen digitalen Festivalausgabe informieren und in diesem Zusammenhang auf die variierenden zeitlichen Verfügbarkeiten der Streams verweisen. Einige Veranstaltungen werden einmalig und in Echtzeit live gestreamt und sind im Anschluss nicht mehr abrufbar. Andere Streams stehen nach Veranstaltungsende für 24 Stunden oder auch länger zum Abruf bereit.
Der Spielplan ist ab sofort online und wird fortlaufend auf unserer Website aktualisiert.

Ihr Presseteam der Berliner Festspiele

10er Auswahl
Fünf der zehn von der Jury nominierten Inszenierungen werden live aufgeführt und auf der Website der Berliner Festspiele gestreamt:
am 13. Mai aus dem Schauspielhaus Zürich „Einfach das Ende der Welt“ (Regie: Christopher Rüping)
am 14. Mai aus dem Haus der Berliner Festspiele „Show Me A Good Time“ (von und mit Gob Squad)
am 20. Mai aus dem Schauspielhaus Zürich „Medea*“ (Regie: Leonie Böhm)
am 21. Mai aus dem Deutschen SchauSpielHaus Hamburg „Reich des Todes“ (Regie: Karin Beier)
und am 22. Mai aus dem Deutschen Theater Berlin „Der Zauberberg“ (Regie: Sebastian Hartmann). Die Livestreams werden in Echtzeit ein Mal gezeigt und sind im Anschluss nicht mehr verfügbar.

Das Theatertreffen streamt drei Fernsehaufzeichnungen, die der langjährige Medienpartner 3sat im Vorfeld des Festivals für die Reihe „Starke Stücke“ produziert hat: „Maria Stuart“ (Regie: Anne Lenk) am 15. Mai, „Automatenbüfett“ (Regie: Barbara Frey) am 16. Mai und „Graf Öderland“ (Regie: Stefan Bachmann) am 17. Mai. Die drei Aufzeichnungen sind ab dem 15. Mai für 120 Tage in der 3sat-Mediathek abrufbar.

Zum Festivalabschluss stehen zwei weitere, im Auftrag des Theatertreffens produzierte Aufzeichnungen als Stream auf dem Programm: am 23. Mai wird einmalig „NAME HER. Eine Suche nach den Frauen+“ (Regie: Marie Schleef) mit einer Dauer von 7,5 Stunden gezeigt und am 24. Mai „SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP“ (von und mit Lucy Wilke und Paweł Duduś mit Musik von Kim Twiddle), im Anschluss für weitere 24 Stunden abrufbar. Die Streams werden von live gestreamten Nachgesprächen mit den Künstler*innen und Mitgliedern der Theatertreffen-Jury gerahmt.

Diskursprogramm
TT Kontextkonzentriert sich auf die komplexe Beziehung von Theater und Machthierarchien. Zum dritten Mal macht das Theatertreffen Geschlechter(un)gleichheiten zu einem Themenschwerpunkt, wirft einen genderkritischen Blick auf die 10er Auswahl, zieht im Gespräch mit den Theaterleiter*innen und Intendant*innen der eingeladenen Inszenierungen Bilanz und diskutiert über mögliche Veränderungen von hierarchischen Strukturen am Theater.
Erstmalig initiiert das Theatertreffen 2021 zusammen mit dem Performing Arts Festival Berlin die Gesprächsreihe „Worauf warten wir?“, um die Arbeitsbedingungen der darstellenden Künste im Kontext der Pandemie zu diskutieren.

Focus Living Theatre
Das New Yorker Living Theatre, gegründet 1947 von Judith Malina und Julian Beck, steht noch heute beispielhaft für radikal politisches Theater, das Leben und Kunst nicht trennt. 1966 gastierte die Gruppe mit ihren Arbeiten „Frankenstein“, „Die Zofen“ und „Mysteries“ bei den Berliner Festwochen und 1991 hielt Judith Malina im Rahmen des Theatertreffens eine „Berliner Lektion“. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Berliner Festspiele widmet das Theatertreffen dem Living Theatre am 16. und 21. Mai einen Schwerpunkt mit Filmvorführungen und der Buchpräsentation von Julian Becks „The Life of the Theatre“ („Das Theater leben“), das am 16. Mai erstmals in deutscher Übersetzung im Verlag Theater der Zeit in Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen erscheint.

Digitaler Showcase „Stages Unboxed“
Das Theatertreffen setzt seine 2020 begonnene Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität und der Initiative Digitale Dramaturgie fort und präsentiert im digitalen Showcase „Stages Unboxed“ Praxis und Status quo von Theater im Netz. Am 19. und 20. Mai zeigt das Festival vier Produktionen, die sich repräsentativ mit zeitgenössischen Technologien auseinandersetzen. Die Streams sind kostenfrei zugänglich, für die interaktive Teilnahme an ausgewählten Produktionen ist aufgrund einer beschränkten Platzkapazität eine vorherige Anmeldung nötig.

Stückemarkt
Der Stückemarkt hat die Einladung an die bereits 2020 von der Jury ausgewählten Künstler*innen erneut ausgesprochen und präsentiert am 18., 22. und 23. Mai neben den voraufgezeichneten Performances „Aalaapi“ von Laurence Dauphinais und „Nanjing“ von Jude Christian die szenischen Lesungen der Texte „Coop (deutsch: Zaun)“ von Sam Max und „Dreams in Blk Major“ von TaNia im Livestream aus dem Haus der Berliner Festspiele. Live aus den Münchner Kammerspielen / Habibi Kiosk ist „Midnight Movie“ von Eve Leigh zu sehen. Alle Streams werden für 24 Stunden on demand verfügbar sein. Abschließend wird am 23. Mai an eine*n der Künstler*innen der von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb geförderte Werkauftrag vergeben, der mit der Realisierung einer neuen Arbeit am Schauspiel Dortmund verbunden ist. Die Künstler*innen des Stückemarkts sind zudem in einem gemeinsamen Artists’ Talk, Filmporträts und Workshops zu erleben und erstmals zu Gast beim Playwright’s Podcast des Royal Court Theatre in London. Die Gespräche des Rahmenprogramms widmen sich der Frage, welche Spuren die Pandemie in der zeitgenössischen Dramatik hinterlassen hat.

Internationales Forum
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie kann das Internationale Forum nicht wie geplant stattfinden.

Preisverleihungen
Während des letztjährigen Theatertreffens konnte der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung pandemiebedingt nicht vergeben werden. Am 16. Mai wird die Preisverleihung an die Schauspielerin Sandra Hüller nachgeholt und live aus dem Festspielhaus gestreamt. Für seine darstellerische Leistung in der Inszenierung „Graf Öderland“ erhält der Schauspieler Thiemo Strutzenberger den 3sat-Preis. Die aufgezeichnete Preisvergabe ist am 17. Mai im Anschluss an den Stream von „Graf Öderland“ zu sehen. Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Theatertreffen-Blog
Eine fünfköpfige Redaktion aus jungen Kulturjournalist*innen begleitet das Festivalgeschehen und berichtet aus unterschiedlichsten Perspektiven vom Theatertreffen. Start ist bereits am 10. Mai auf theatertreffen-blog.de.

Service und Zugang
Das gesamte Festivalprogramm ist kostenfrei zugänglich, Zahlungen auf freiwilliger Basis sind möglich. Der Pressezugang ist kostenfrei.

Für das internationale Publikum bietet das Theatertreffen nahezu alle Veranstaltungen auch in englischer Sprache mit Untertitelung oder Simultanübersetzung an. Zudem gibt es ein Programm mit Audiodeskription, das drei Inszenierungen der 10er Auswahl sowie eine audiodeskriptive Einführung in die Szenischen Lesungen des Stückemarkts umfasst.