Abschluss digitales Theatertreffen 2021

Theatertreffen

Pressemeldung vom 25.5.2021

Die digitale Festivalausgabe des 58. Theatertreffens der Berliner Festspiele endete am Pfingstmontag, 24. Mai 2021 mit dem Stream der Münchner Produktion „SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP“, einem Projekt von Lucy Wilke und Paweł Duduś mit Musik von Kim Twiddle, sowie der Abschlussdiskussion der Theatertreffen-Jury und einem Song von Danger Dan. Über zwölf Tage präsentierte das Festival ein umfangreiches Programm in rund 80 Stunden Veranstaltungszeit mit 56 Streams auf der neuen, experimentellen Bühne Berliner Festspiele Digital.

Die Streaming-Angebote, die größtenteils als einmalige Live-Events zu erleben waren, wurden während des Festivalzeitraums vom 13. bis 24. Mai 2021 weltweit 47.702 Mal abgerufen. Der virtuelle Festspielgarten verzeichnete rund 2.550 Besuche, die beiden 3D-Bühnenbilder ca.1.300 Besuche. Während einer Vielzahl der Aufführungen und Gespräche nutzte das Publikum die Möglichkeit zum Austausch im Live-Chat. Zudem wurden insgesamt um die 65.500 Emoticons verschickt.

Theatertreffen 2021 on demand – was bleibt, was kommt:

10er Auswahl
Die zehn von der Jury ausgewählten „bemerkenswerten Inszenierungen“ wurden in dem von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Festival als Livestream oder Aufzeichnung gezeigt. Die Aufzeichnung der Münchner Inszenierung „SCORES THAT SHAPED OUR FRIENDSHIP“ ist heute noch bis 23:59 Uhr on demand zu sehen. Die von 3sat in der Reihe „Starke Stücke“ eigens zum Festival produzierten Fernsehaufzeichnungen der Inszenierungen „Automatenbüfett“ (Burgtheater Wien), „Maria Stuart“ (Deutsches Theater Berlin) und „Graf Öderland“ (Koproduktion von Theater Basel und Residenztheater München) stehen noch bis 11. September 2021 in der ZDF/3sat-Mediathek zum Abruf bereit. Die digitalisierten und virtuell begehbaren 3D-Bühnenbilder von „Einfach das Ende der Welt“ und „Graf Öderland“ können bis auf Weiteres besucht werden.

Stückemarkt
Der Stückemarkt präsentierte Szenische Lesungen und Performances von sechs Autor*innen aus Großbritannien, Kanada und den USA und vergab zum Abschluss am Sonntagabend, 23. Mai 2021, gemeinsam mit dem Ensemble des Schauspiel Dortmund den diesjährigen Stückemarkt Werkauftrag an das Kollektiv Ta-Nia, Talia Paulette Oliveras und Nia Farrell, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Mit dem Stückemarkt Werkauftrag verbunden ist die Realisierung einer neuen Arbeit von Ta-Nia in der Spielzeit 2022/23 am Schauspiel Dortmund.

Diskurs- und Rahmenprogramm
Bereits zum dritten Mal in Folge widmete das Theatertreffen mit „Practice What You Preach“ Geschlechtergerechtigkeit und Machtmissbrauch am Theater einen Schwerpunkt. Mit der Situation der darstellenden Künste während und nach der Pandemie beschäftigte sich die gemeinsam mit dem Performing Arts Festival Berlin initiierte Gesprächsreihe „Worauf warten wir?“. Die Gespräche sind bis auf Weiteres auf digital.berlinerfestspiele.de/tt-kontext nachzuschauen. Zwei weitere Gespräche finden am 27. und 28. Mai im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin statt und sind ohne Anmeldung im Livestream auf performingarts-festival.de abrufbar.

Der in Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität und der Digitalen Dramaturgie konzipierte Showcase „Stages Unboxed“ zeigte einmalig vier ausgewählte digitale Theaterformate. Weiterhin zum Abruf bereit stehen das Gespräch „Theatralität und Körper im digitalen Raum“ mit Thomas Oberender und Arne Vogelgesang sowie die vierteilige Podcastreihe „Perspectives Unboxed“.

Anlässlich des 70. Jubiläums der Berliner Festspiele widmete das Theatertreffen dem New Yorker Living Theatre einen Focus. Die deutsche Erstübersetzung von Julian Becks kanonischer Textsammlung „Das Theater leben“ ist im Verlag Theater der Zeit erhältlich. Bis auf Weiteres abrufbar sind eine Lesung sowie zwei Gespräche über Theater als politisches Aktionsmedium und die Spuren des Living Theatre im zeitgenössischen Theater.

Pandemiebedingt konnte das Internationale Forum ein weiteres Mal nicht realisiert werden. Die 35 internationalen Künstler*innen sind im kommenden Jahr erneut eingeladen. Einige von ihnen geben in der Zwischenzeit in Video-Botschaften Einblick in ihre künstlerische Praxis.

Das Theatertreffen-Blog berichtete kritisch auf theatertreffen-blog.de. Die diesjährige Ausgabe ist die letzte in der bestehenden Form. Die Berliner Festspiele danken Janis El-Bira, der das Blog sechs Jahre leitete. Die journalistische Nachwuchsförderung ist dem Festival weiterhin ein wichtiges Anliegen, ein Folgeprojekt, das die diskursive Qualität des Theatertreffen-Blog weiterführen wird, ist in Planung.

Theatertreffen-Jury
Mit der diesjährigen Festivalausgabe beenden Cornelia Fiedler, Wolfgang Höbel und Andreas Klaeui ihre Jurytätigkeit. An ihre Stelle wurden Mathias Balzer, Katrin Ullmann und Sascha Westphal berufen. Gemeinsam mit Georg Kasch, Sabine Leucht, Petra Paterno und Franz Wille haben die drei Kritiker*innen bereits ihre Arbeit für das Theatertreffen 2022 aufgenommen. Die Berliner Festspiele danken allen Juror*innen für ihr Engagement und die geleistete Arbeit.
Zur Jury

Grußworte, Texte und Podcasts zum diesjährigen Theatertreffen finden Sie hier.

»Ich danke den großartigen Schauspieler*innen, künstlerischen Teams und Theatern, die dieses Festival mitgestaltet haben und allen Expert*innen, die unser TT Kontext-Programm bereichert haben sowie unseren Partner*innen, die erneut digitale Wege mit uns gegangen sind. Ebenso danke ich meinem Team, allen Kolleg*innen der Berliner Festspiele insbesondere der Kommunikation und Technik, dem Entwickler*innen-Team der Plattform Berliner Festspiele Digital, serve-u technical support und Best Films Forever. Alle haben gemeinsam das Haus der Berliner Festspiele in ein Streaming-Studio verwandelt, um 12 Tage lang digitales Live-Programm in die Welt zu tragen.«
‒ Yvonne Büdenhölzer, Leiterin Theatertreffen

Das 59. Theatertreffen findet vom 6. bis 22. Mai 2022 statt.

Das Theatertreffen wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Das Theatertreffen dankt seinen Förder*innen, Partner*innen, Unterstützer*innen und allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und seinem Publikum für das Interesse.

  • Theatertreffen
    Eindrücke der 58. Festivalausgabe
    Aktuelle Pressefotos stehen im Pressebereich auf der Website der Berliner Festspiele zum Download bereit.
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