The Sun Machine Is Coming Down

Berliner Festspiele

Pressemeldung vom 10.8.2021

Kunst im ICC
7. – 17.10.2021

Anlässlich ihres 70. Geburtstags bespielen die Berliner Festspiele das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC) und öffnen zehn Tage das seit Jahren stillgelegte Gebäude für Live Art, Installationen und Filme. Viele der jüngeren Generation, unter ihnen zahlreiche Berliner*innen, haben diese von Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler entworfene Architekturikone noch nie von innen gesehen. In einer von Corona geprägten Zeit verspricht das nach einer Songzeile aus David Bowies „Memory Of A Free Festival“ (1969) benannte Projekt dort Licht, Raum und Verwandlung.

Vom 7. bis 17. Oktober präsentieren die Berliner Festspiele im ICC Performance, Artistik, Musik, Filme und Installationen. Der futuristische Großbau war 1979 mit Baukosten von knapp 1 Milliarde D-Mark das teuerste Gebäude Deutschlands und seine multifunktionale Ausrichtung wegweisend für einen neuen Architekturtypus. Das ICC ist konzipiert als eine „Dialogmaschine“, die mit ihren rund 80 Sälen und durch Gänge und Rolltreppen miteinander verbundenen Foyers und Terrassen verschiedenste Veranstaltungsformen beherbergen kann. Jetzt, im Pausenmodus der im Gebäude eingefrorenen Zeit, wirkt der Überschwang der ICC-Architektur fragil, die damals hochmoderne Technologie ist nicht mehr funktionstüchtig und die Berliner Festspiele suchen nach Wegen eines „re-use“ dieser imposanten Struktur.

Das ICC macht heute eine inzwischen historisch gewordene Idee von Aufbruch und technologiebasierter Modernität spürbar. In den stillgelegten Relikten dieser Utopie entfaltet sich an einem Ort, der nicht mehr funktionieren muss, nun der nie geplante Luxus von Platz, Ruhe und Schönheit. Wo Technik war, kommen die Körper wieder, Licht und Pflanzen, Musik und Artistik. Internationale und Berliner Künstler*innen sind eingeladen, der offenen Architektur des ICC mit seinen rund 28.000 m² neue Impulse zu verleihen. Saal 2 wird Schauplatz für Konzerte, während im größeren Saal 1 ausgewählte Werke der Julia Stoschek Collection gezeigt werden. Die präsentierten Arbeiten thematisieren alternative Realitäten im Übergangsbereich von Kultur und Natur, Körperkonzepte sowie die Ideen des legendären Medienhistorikers Friedrich Kittler.

Mit Arbeiten von Ed Atkins, Grace Ellen Barkey / Needcompany, Dara Birnbaum, Cao Fei, Barbara Hammer, Arthur Jafa, Ilya Khrzhanovsky, Scott King, John Carroll Kirby, Lawrence, Darragh McLoughlin & Andrea Salustri, Chloé Moglia, Jörg Müller, Ayaka Nakama, Nalan, Nazanin Noori, James Richards & Leslie Thornton, Rosaceae & Natascha P., Rachel Rose, Tino Sehgal, Markus Selg, Joulia Strauss, Alexis Taylor, Tegel Media, Unguarded, Alexander Vantournhout / not standing, WangShui, The White Screen u. v. a.

Das detaillierte Programm sowie Informationen zur Pressekonferenz versenden wir im September.

Erste Auswahl an Pressebildern

Ein Projekt der Berliner Festspiele gemeinsam mit der Programmreihe Immersion.

Pressekontakt

Bureau N
Katharina Neumann, Malte Bündgen

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