Musikfest Berlin: Standing Ovations für Strawinsky und Uraufführungen

Musikfest Berlin

Pressemeldung vom 21.9.2021

Gestern fand das letzte Konzert des Musikfest Berlin statt, das dieses Jahr vom 28. August bis 20. September von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker veranstaltet wurde. Zu den 34 Konzerten mit internationalen Gastensembles und den Berliner Orchestern in der Philharmonie Berlin, deren Kammermusiksaal, dem Großen Sendesaal des rbb und dem Konzerthaus Berlin kamen – bei teilweise reduziertem Platzangebot – 28.000 Besucher*innen. Das digitale Angebot mit Live-Übertragungen in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker und anschließendem Abruf auf Berliner Festspiele on Demand wurde über 27.000 Mal besucht.

Zum Abschluss des Musikfest Berlin 2021 widmeten sich die Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko und das Deutsche Symphonie-Orchester mit Robin Ticciati dem Festivalfokus Igor Strawinsky. Die Aufführung insbesondere seines Spätwerkes war zentral im diesjährigen Festivalprogramm und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Neben den genannten Berliner Orchestern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin lieferten die internationalen Gäste, das Concertgebouworkest Amsterdam mit Daniel Harding, das Orchestre des Champs-Élysées mit dem Collegium Vocale Gent und Philippe Herrweghe und zuletzt Les Siècles aus Paris mit François-Xavier Roth und Isabelle Faust als Solistin besondere und teils mit Standing Ovations gefeierte Interpretationen. Tosenden Applaus gab es auch für die Auftritte des London Symphony Orchestra mit Sir Simon Rattle, für das Konzert der English Baroque Soloists mit John Eliot Gardiner und für die Premiere des neuen Stückes „A House of Call“ von Heiner Goebbels zur Festivaleröffnung, aufgeführt vom Ensemble Modern Orchestra.

Winrich Hopp (Künstlerischer Leiter Musikfest Berlin): „Das Musikleben erwacht wieder und die Menschen kommen allmählich in die Konzertsäle zurück. Das darin zum Ausdruck kommende Interesse an den Programmen und Vertrauen in die Veranstaltungsorte erfüllt sowohl uns als Veranstaltende als auch die beteiligten Künstler*innen und Ensembles mit Freude und Dankbarkeit.“

Insgesamt waren sieben Uraufführungen und drei Deutsche Erstaufführungen beim Festival zu erleben – neue Werke von Mark Andre, George Benjamin, Ann Cleare, Heiner Goebbels, Kathrin Denner, Johannes Kalitzke, György Kurtág, Cathy Milliken, Olga Neuwirth, Rebecca Saunders und Lisa Streich, deren Werk „HIMMEL“ am letzten Festivaltag, Montag 20. September, zusammen mit Kompositionen von Clara Iannotta, Matthias Pintscher und Arnold Schönberg im Konzert der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker erklang. Die Uraufführungen der Werke von Wolfgang Rihm und Jörg Widmann mussten krankheitsbedingt verschoben werden. Der neue Termin wird baldmöglichst bekannt gegeben.

Einige der Konzertübertragungen im Hörfunk sind noch zu hören. Die Konzerte, die in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker live gestreamt wurden, sind teilweise weiterhin auf Berliner Festspiele on Demand abrufbar.

Das Musikfest Berlin 2022 wird voraussichtlich vom 27. August bis 20. September 2022 stattfinden.

Das Musikfest Berlin wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Programm Neustart Kultur. Förderer und Projektpartner des Festivals sind außerdem Aventis Foundation, BTHVN 2020, Ernst von Siemens Musikstiftung, Hauptstadtkulturfonds und weitere; Medienpartner: Deutschlandfunk Kultur, rbb Kultur, Exberliner, Monopol, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dussmann, Wall und Yorck Kinogruppe.
Die Konzerte mit Werken der Gegenwart sind auch Teil des Monats der zeitgenössischen Musik der Initiative field notes.

Pressekontakt:
Patricia Hofmann und Anna Lina Hinz

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