Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung

Gropius Bau

Pressemeldung vom 30.9.2021

Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung
Performances, Gespräche und Workshops
in und um Ámà: The Gathering Place von Emeka Ogboh

Wie können Praktiken von Fürsorge, Reparatur und Heilung zwischen allen Lebewesen gefördert werden? Welches Wissen über konstruktive Koexistenz können Künstler*innen, Institutionen, Heiler*innen und Forscher*innen teilen?

Vom 4. bis zum 7. November 2021 findet im Gropius Bau Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung statt. Die mehrtägige Veranstaltung bildet den Auftakt für das Herbstprogramm 2021 des Gropius Bau und eine umfangreiche thematische Ausstellung im Herbst 2022, die von Brook Andrew, Kader Attia, Natasha Ginwala, Bárbara Rodríguez Muñoz und Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy und in Zusammenarbeit mit SERAFINE1369, In House: Artist in Residence 2021–2022 des Gropius Bau, kuratiert wird.

Mit Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden, Körperaktivierungen und Performances lädt Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung dazu ein, Forschung, Erfahrungen und Affekte zu teilen. Die Veranstaltung bietet den Rahmen für einen weitreichenden Austausch zwischen diversen Communities und bezieht nicht-westliche und bisher unterrepräsentierte postkoloniale und Indigene Wissenssysteme mit ein.

Vor dem Hintergrund einer beispiellosen globalen Gesundheitskrise und ihren sozialen, politischen, ökonomischen und psychologischen Folgen bringt Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung Organisationen, Forscher*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen zusammen, die in Berlin und auf der ganzen Welt tätig sind. Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen wird es auch eine Listening Session, ein Dinner, einen Workshop für Kinder, einen Raum für Lektüre, Reflexion und informelle Gespräche, einen Ruheraum sowie ein Speed-Dating-inspiriertes Format für radikale gegenseitige Aufmerksamkeit geben, die eine breite Palette von Interaktionen fördern sollen.

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Baus: „Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung spiegelt meinen Wunsch wider, den Gropius Bau zu einem Ort der Gastgeber*innenschaft zu machen. Ich möchte ihn sowohl für ein etabliertes als auch für ein neues Publikum öffnen und beide zusammenbringen, um gemeinsam Wege zu entdecken, wie individuelle, kollektive und gesellschaftliche Reparatur, Heilung und Fürsorge erlebt werden können. Inspiriert von Indigenen und nicht-westlichen Wissenssystemen ist es für unsere Institution in Berlin eine Priorität, einer Vielzahl von Gruppen Raum, Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen, insbesondere in der globalen Pandemie.“

Vor Ort und in hybriden Formaten lädt der Gropius Bau lokale Organisationen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen sowie internationale Gäste ein, um Fragen rund um die Erfordernisse und Methoden der Gemeinschaft und der kollektiven Heilung zu stellen und umzusetzen. Zu den Themen gehören: Fürsorge in Bezug auf die nicht-menschliche Welt, die Idee von Heilung im Kontext von Kunstinstitutionen, Verwandtschaftlichkeit, postkoloniale Traumata, Orte, körperliches Wissen, Indigene und nicht-westliche Praktiken der Reparatur, Beziehungen zwischen den Arten und die Überwindung von Rassismus. Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Marylyn Addo, Mohamed Amjahid, Edna Bonhomme, Marcus Coelen, Beatriz Colomina, Grada Kilomba, Marcia Langton, Jamieson Webster und Pedro Wonaeamirri. Die viertägige Veranstaltung verkörpert die Vision des Gropius Bau unter Stephanie Rosenthal, ein Ort der Gastgeber*innenschaft und Gemeinschaft zu werden, und bezieht die unmittelbare Nachbarschaft des Ausstellungshauses sowie lokale Organisationen eng mit ein, etwa Casa Kuà, das Trans* Inter* Queer Community & Health Centre in Kreuzberg, und die Klimagerechtigkeitsinitiative Black Earth Kollektiv.

Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung wird kuratiert von Stephanie Rosenthal, Magnus Elias Rosengarten und Julia Grosse mit Katharina Küster.

Die Veranstaltung ist Teil von  Mindscapes, dem internationalen Kulturprogramm zum Thema psychische Gesundheit von  Wellcome.

Bitte beachten Sie, dass das Programm den jeweils aktuellen Bestimmungen hinsichtlich der COVID-19-Pandemie entsprechen wird und sich somit kurzfristig ändern kann.

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