Emeka Ogboh. Ámà: The Gathering Place

Gropius Bau

Pressemeldung vom 11.10.2021

Emeka Ogboh
Ámà: The Gathering Place

Ein Dorfplatz im Lichthof des Gropius Bau
20. Oktober 2021 bis 30. Mai 2022

„Der Lichthof ist architektonisch das Herz des Gropius Bau. Mit Emeka Ogbohs Installation wird er nun zu dem zentralen Ort, an dem sich unser Publikum treffen und verweilen kann – ganz im Sinne seiner Arbeit ein Ort des Austauschs und der Fürsorge füreinander.“

— Stephanie Rosenthal, Direktorin Gropius Bau

Ab dem 20. Oktober 2021 wird eine ortsspezifische Installation des Künstlers Emeka Ogboh im weitläufigen Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein – dem architektonischen Herzstück der Institution, das frei zugänglich ist und alle Besucher*innen im Zentrum des Gebäudes willkommen heißt. Unter dem Titel Ámà: The Gathering Place (2019/2021) nimmt Ogbohs Intervention die Form eines über 9 Meter hohen Baumes an und beinhaltet eine begleitende 12-Kanal-Soundinstallation sowie textile Elemente. Ausgangspunkt der Arbeit ist der „ámà“ – „Dorfplatz“ in Igbo. Diese Plätze sind das physische und symbolische Zentrum des Lebens in der Igbo-Gesellschaft; Orte, an denen Zeremonien, Unterhaltung, Handel und alltäglicher Austausch stattfinden. Ámà: The Gathering Place lässt sich von diesen Orten inspirieren und verwandelt den Lichthof des Gropius Bau in einen Raum der Ruhe und des sozialen Austauschs, untermalt von Aufnahmen eines Chors, der traditionelle Igbo-Volkslieder singt. Zusätzlich zu den skulpturalen und klanglichen Elementen werden die Betrachter*innen eingeladen, auf traditionellen Akwétè-Tüchern zu sitzen, die von zeitgenössischen nigerianischen Grafikdesigner*innen und Weber*innen entworfen wurden und die auch die zentrale Skulptur des Werks bedecken. Die Arbeit zeigt, wie halböffentliche Räume, von Dorfplätzen bis zu institutionellen Freiflächen, als Orte der Geselligkeit, des Feierns, der Reflexion und des Austauschs zurückgewonnen werden können.

Im Rahmen der Installation entwickelt Emeka Ogboh zusammen mit der Berliner Brauerei BRLO das konzeptuelle Craft Beer Ámà, für welches er mit Gewürzen und lokalen Zutaten arbeitet. Es wird ab Herbst im Restaurant Beba und im Buchladen erhältlich sein. Ogbohs Arbeit ist auch Teil des Veranstaltungsprogramms Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung, das vom 4. bis 7. November 2021 im Gropius Bau stattfindet.

Veranstaltungen

DJ Set von Emeka Ogboh
Donnerstag, den 18.11.2021 von 20:00–00:00
Der Künstler legt Musik in seiner Installation im Lichthof auf.
Eintritt frei; 2G-Regel

Geschmackvolle Geschichten. Ein Menü von Emeka Ogboh
Im Rahmen von Ámà: 4 Tage zu Fürsorge, Reparatur und Heilung präsentiert Emeka Ogboh zusammen mit dem Restaurant Beba ein einzigartiges Menü mit Gewürzen aus Afrika und lokalen Zutaten.

Kochen ist ein wichtiger Teil von Emeka Ogbohs künstlerischer Arbeit, ebenso wie das Bierbrauen. Es dient ihm als Sinnbild, um über Migration und verschiedene Kulturen nachzudenken – und darüber, wie wir gemeinsam leben und arbeiten können. Essen bietet uns nicht nur Nahrung, es kann auch Erinnerungen an Zuhause und vergangene Erlebnisse hervorrufen. Dabei ist das Mischen von Zutaten entscheidend, um neue Geschmackswelten zu entdecken – sei es aus reiner Neugier oder weil bestimmte Lebensmittel nicht überall verfügbar sind.

Über Emeka Ogboh
Emeka Ogboh ist ein Künstler, der sich in seiner Praxis mit dem Raum sowie dem öffentlichen und privaten Gedächtnis auseinandersetzt und dabei verschiedene Medien wie Klang, Skulptur und Gastronomie einsetzt. Sein Interesse gilt der Verknüpfung von kommunaler, privater und öffentlicher Kultur und deren Verdinglichung durch Klang und Speisen. In jüngster Zeit hat er Arbeiten unter anderem im Friche la Belle de Mai Marseille (2021), im Dresdner Museum für Völkerkunde (2020), Kunstmuseum Ravensburg (2020), Museum Tinguely, Basel (2019) und Cleveland Museum of Art (2019) präsentiert.

Pressekontakt

Birgit Schapow
Presse und Kommunikation
Tel +49 30 254 86 384

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