Diaspore

Statement der Künstlerin Otobong Nkanga

Otobong Nkanga hat ihre Arbeit Diaspore angepasst, um den spezifischen Kontext der Präsentation im Gropius Bau in Berlin einzubeziehen. Ursprünglich als performative Arbeit konzipiert, wird Diaspore nun als ortsspezifische Installation gezeigt.

“Die Pflanze Cestrum Nocturnum (Königin der Nacht) ist wegen ihres kräftigen, süßen Dufts, den sie nur nachts verströmt, eng mit meinen Kindheitserinnerungen verbunden. Tagsüber sah sie wie jede andere Pflanze in der Nachbarschaft aus.

Nach der Adaption meiner Arbeit Diaspore stehen nun 15 Töpfe mit der Pflanze Cestrum Nocturnum im Raum. Diese Pflanzen wurden zuvor von den 15 Performerinnen getragen, die im Juli den Raum bespielt haben.

Die Pflanzen sind an den verschiedenen Stellen platziert, an denen die Performerinnen positioniert waren. Die Besucher*innen können jetzt die topografische Karte von Diaspore selbst durchqueren. Während sie sich durch den Raum bewegen, können sie darüber nachdenken, wie Pflanzen und Menschen unter verschiedensten Bedingungen Wege der Existenz und Verwurzelung finden. Ich möchte die Besucher*innen also zu einem Moment der Kontemplation einladen.

Cestrum Nocturnum (auch bekannt als Königin der Nacht, Nachtjasmin oder Raatrani), ist eine Cestrum-Art aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanze ist auf den Westindischen Inseln beheimatet.

Cestrum Nocturnum ist inzwischen in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Welt verbreitet und lässt sich nur schwer zurückdrängen. In einigen Ländern wird die Pflanze als Unkraut klassifiziert.“

— Otobong Nkanga

Performerinnen Diaspore: Kathiana Abraham, Julie Abricot, Chikamara Nicole Ajah, Loane Alonzeau, Cylan Barker, Stephanie Burrell, Raphaëlle Efoui Delplanque, Elif Huber, Virginnia Krämer, Isabel Kwarteng-Acheampong, Oumou Nassri Aidara, Adelle Nqeto, Chantale Nurse, Ekene Okobi, Manuela Rondón