SERAFINE1369

visions

In House: Artist in Residence 2021/2022

Nach Wu Tsang, Otobong Nkanga und Zheng Bo wird SERAFINE1369 in den Jahren 2021/22 im Rahmen des Programms In House: Artist in Residence ein Atelier im Gropius Bau beziehen. Als Künstler*in und Tänzer*in setzt sich SERAFINE1369 intensiv mit Fragen von Intimität, Technologie, Entfremdung und Grenzen auseinander. Die künstlerische Praxis von SERAFINE1369 entfaltet sich in den Zwischenräumen von Tanz, Philosophie und Weissagung.

SERAFINE1369, 2020

SERAFINE1369, 2020

Foto: Katarzyna Perlak, © Jamila Johnson-Small

SERAFINE1369 versteht Tanz als eine radikale, transformative Praxis und arbeitet daran, anderen Raum zu geben – durch die Schaffung eines Bewusstseins für jene Räume, die sich Performer*in und Publikum teilen. Im Gropius Bau wird die Erforschung dessen, was SERAFINE1369 als „Oracular Practice“ [orakelhafte Praxis] bezeichnet, im Mittelpunkt stehen: die Idee, dass Bewegung und Tanz als Werkzeug zur Weissagung fungieren – und dass solche Botschaften durch Choreografie eine Form finden können.

Die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung der atmosphärischen Landschaften von SERAFINE1369, die sich aus Video- und Soundinstallationen, skulpturalen Elementen und Bewegung zusammensetzen. Dieser kollaborative Ansatz spiegelt sich im Programm visions wider, einer Veranstaltungsreihe, die SERAFINE1369 gemeinsam mit anderen Künstler*innen für den Gropius Bau entwickelt. Im November 2021 wird in Koproduktion mit den Berliner Festspielen SERAFINE1369s neue Arbeit When we speak I feel myself, Opening uraufgeführt: eine Duo-Performance mit Fernanda Muñoz-Newsome, die in enger Zusammenarbeit mit dem Designteam von SERAFINE1369, AGF HYDRA, Josh Anio Grigg und Jackie Shemesh entstanden ist.

Laut Direktorin Stephanie Rosenthal „beginnt die Arbeit von SERAFINE1369 mit dem Bewusstsein, dass Raum verkörpert wird; von der Art, wie wir in verschiedenen Atmosphären atmen, bis hin zu der Art, wie wir uns über Grenzen hinweg bewegen. Als In House: Artist in Residence wird SERAFINE1369 uns helfen, unser sensorisches Bewusstsein zu schulen, damit wir besser verstehen, wie Körper und Räume Wissen produzieren – und wie wir daran arbeiten können, Raum für andere zu schaffen.“

Über SERAFINE1369
SERAFINE1369, früher bekannt als Last Yearz Interesting Negro (2016–2020), ist Künstler*in und Tänzer*in Jamila Johnson-Small. SERAFINE1369 bezeichnet Tanz als ein „philosophisches Unterfangen“, als „politisches Projekt mit ethischen, psycho-spirituellen Auswirkungen auf das In-der-Welt-Sein“. SERAFINE1369s Arbeit ist geprägt von der Erforschung von Bewegung und Tanz als Werkzeuge der Weissagung, die mit Mitteln der Choreografie verarbeitet wird. Jüngste Projekte fanden u. a. auf der Liverpool Biennale (2021), im Tai Kwun, Hong Kong (2021), im CA2M, Madrid (2020), im MDT, Stockholm (2020), im Silencio, Paris (2019), auf der Transmediale, Berlin (2019), im Barbican, London (2019), im Café Oto, London (2019), im ICA, London (2018), und im Palais de Tokyo, Paris (2018) statt.

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