Gropius Bau Herbstprogramm 2019

Gropius Bau

Pressemeldung vom 24.06.2019

Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody
4. September 2019 bis 12. Januar 2020
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 3. September 2019, 11:00

Durch Mauern Gehen
12. September 2019 bis 19. Januar 2020
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 11. September 2019, 11:00

Der Gropius Bau zeigt im Herbst 2019 zwei Ausstellungen, die die einzigartige Architektur des Gebäudes aufgreifen: eine Einzelausstellung mit Filmarbeiten und einer ortsspezifischen Skulptur der Künstlerin Wu Tsang sowie eine Gruppenausstellung internationaler Künstler*innen zum dreißigjährigen Jahrestag des Falls der Berliner Mauer.

Nach Wu Tsangs einjährigem Aufenthalt als Artist in Residence zeigt der Gropius Bau die Einzelausstellung There is no nonviolent way to look at somebody, die einen Überblick über die einzigartige Filmpraxis der Künstlerin sowie die deutsche Erstaufführung der neuen Filminstallation One emerging from a point of view (2019) umfasst. Im Vordergrund steht ihre hybride Filmsprache, die Fiktion und Dokumentation verbindet. Wu Tsang setzt in ihren Arbeiten magischen Realismus als Strategie ein, um rassifizierte, genderspezifische Darstellungen über den sichtbaren Rahmen hinaus neu zu denken und die vielfältigen, sich verändernden Perspektiven zu erfassen, mit denen wir den sozialen Raum erleben. Die gezeigten Filme, darunter One emerging from a point of view (2019), We hold where study (2017) und Girl Talk (2015), werden in Dialog gesetzt mit einer neuen ortsspezifischen Farbglasarbeit, die speziell für den Gropius Bau konzipiert wurde.

Eine Woche später eröffnet Durch Mauern gehen, eine Gruppenausstellung mit Arbeiten von über 26 internationalen Künstler*innen zum dreißigjährigen Jahrestag des Mauerfalls. Mit Blick auf die gegenwärtigen globalen Realitäten wird die Berliner Mauer nicht als eine Besonderheit deutscher Geschichte verhandelt, sondern zu einem Ausgangspunkt für die kritische Reflexion der emotionalen, psychologischen und physischen Auswirkungen des Lebens mit realen und metaphorischen Teilungen – und der Mühen, die es braucht, um sie zu überwinden. Die Ausstellung ist als ein umfassender, nichtlinearer Erfahrungsraum konzipiert, der drei Untersuchungslinien miteinander verknüpft. Die erste vermittelt die physische Präsenz von Mauern und ihre Funktion als Orte der Trennung. Die zweite reflektiert die Auswirkungen von Mauern auf diejenigen, die mit ihnen leben, während die dritte die Kämpfe sichtbar macht, die nötig sind, um bestehende Teilungen zu überwinden. Durch zahlreiche historisch belastete Stätten in unmittelbarer Nähe des Gropius Bau wird der Standort des Gebäudes selbst zu einem weiteren Bezugspunkt: Einige Arbeiten wurden eigens für die Ausstellung in Auftrag gegeben; andere wurden als ortsspezifische Installationen neu konzipiert, die auf die Architektur des Ausstellungshauses reagieren.

Mit Arbeiten von Marina Abramović and Ulay, José Bechara, Sibylle Bergemann, Tagreed Darghouth, Jose Dávila, Willie Doherty, Smadar Dreyfus, Melvin Edwards, Dara Friedman, Dora García, Zahra Al Ghamdi, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Michael Kvium, Gustav Metzger, Reem Al Nasser, Christian Odzuck, Anri Sala, Fred Sandback, Aki Sasamoto, Regina Silveira, Siska, Javier Téllez, Samson Young, Yuan Yuan und anderen

Kontakt

Presse
Annie-Claire Geisinger
Gropius Bau

+49 30 254 86 124

Online
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