The New Infinity

11. bis 13. September 2020

Nahezu jede größere Stadt besitzt ein Planetarium, doch kaum eine nutzt dessen Räume als Erfahrungsort zeitgenössischer Kunst. Die Programmreihe „The New Infinity“ der Berliner Festspiele erprobt Planetarien als Galerien der Zukunft und produziert seit 2017 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen, die in Planetarien und auf Fulldome-Festivals weltweit gezeigt werden. Nachdem das Programm in den vergangenen beiden Jahren knapp 40.000 Besucher*innen in unseren Mobile Dome auf dem Mariannenplatz zog, findet die diesjährige Ausgabe erstmals im Zeiss-Großplanetarium in der Prenzlauer Allee statt.

The New Infinity 2020

© Makusu Matsutake

Neben der neuen Spielstätte gibt es auch eine neue Programmlinie, die wir in Zusammenarbeit mit der Stiftung Planetarium Berlin präsentieren und die klassische Avantgardefilme der „Visual Music“ für den Kuppelraum neu adaptiert. Der Ausdruck „Visual Music“ bezieht sich einerseits auf die Verwendung und Übersetzung musikalischer Strukturen in visuelle Bilder und darüber hinaus auf Methoden oder Geräte, die Töne oder Musik in eine verwandte visuelle Präsentation übersetzen können. Das Zusammenspiel von Sound und Visuellem führt zu einer neuen Rezeptionserfahrung – die synästhetischen Qualitäten der „Visual Music“ scheinen im immersiven und hochtechnologischen Bild- und Erfahrungsraum des Planetariums ihre ideale „Leinwand“ zu finden.

Den Beginn der neuen Programmlinie bilden in diesem Jahr die meditativen, nordlichtartigen Farbsymphonien von Thomas Wilfred (1889-1968). Der amerikanische Lichtkünstler schuf mit seinen Lumia-Apparaturen, die eine Komposition aus elektrischen, mechanischen und reflektierenden Elementen bilden, eine neue Kunstform an der Schnittstelle von Technologie und moderner Kunst. Seine lichtmalerischen Kompositionen brachten ihm 1952 im Rahmen der Ausstellung „15 Americans“ einen Platz neben Jackson Pollock und Mark Rothko im Museum of Modern Art in New York ein.

Den visionären Werken aus der Kunstgeschichte der Avantgarde stellen wir eine retrospektive Werkschau ausgewählter, in den Jahren 2018 und 2019 im Rahmen von „The New Infinity“ entstandener Filme zur Seite, darunter Arbeiten von David OReilly, Agnieszka Polska, Robert Lippok und Lucas Gutierrez, sowie von Fatima Al Qadiri und Transforma. Vervollständigt wird das Programm von eingeladenen Arbeiten von Jan Kounen und Joanie Lemercier. Besonders freuen wir uns auch auf die Auftaktveranstaltung unseres dreitägigen Programms: die Weltpremiere von Caterina Barbieris und Ruben Spinis speziell für das Planetarium entwickelter audiovisueller Show „Aurora Wounds“.

Sonntag, 13.9.2020

Samstag, 12.9.2020

Freitag, 11.9.2020

Das Programm Immersion wurde ermöglicht durch eine Initiative des Deutschen Bundestags und dank der Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Logo Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Eine Koproduktion mit dem

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