The New Infinity

Nahezu jede größere Stadt besitzt ein Planetarium, doch kaum eine nutzt dessen Räume als Erfahrungsort zeitgenössischer Kunst. Die Programmreihe „The New Infinity“ der Berliner Festspiele erprobt Planetarien als Galerien der Zukunft und produziert seit 2017 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen, die in Planetarien und auf Fulldome-Festivals weltweit gezeigt werden.

Die Programmreihe „The New Infinity“ erprobt Planetarien als Galerien der Zukunft. Bislang waren Planetarien hauptsächlich Orte der Wissenschaft und Bildung, nur selten fand in ihnen zeitgenössische Kunst statt. Dabei zeigen Planetarien die größten und imposantesten Bilder unserer Zeit – verbunden mit dem brillanten Sound einer hochentwickelten 360-Grad-Klangtechnik. Seit 2017 stellen die Berliner Festspiele die architektonisch außergewöhnliche Form der Kuppel zeitgenössischen Künstler*innen zur Verfügung. So entstanden in Koproduktion mit dem Planetarium Hamburg Arbeiten von u. a. Agnieszka Polska, David OReilly und Metahaven, die in Planetarien und auf Fulldome-Festivals weltweit gezeigt werden. Nachdem das Programm in den Jahren 2018 und 2019 knapp 40.000 Besucher*innen in den Mobile Dome auf dem Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg zog, fand die 2020er-Edition erstmals im Zeiss-Großplanetarium statt, einem der größten und modernsten Sternentheater weltweit. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Planetarium Berlin wurde der Beginn einer neuen Programmlinie präsentiert, die klassische Avantgardefilme der „Visual Music“ für den Kuppelraum neu adaptiert, deren synästhetische Qualitäten im immersiven Erfahrungsraum des Planetariums ihre ideale „Leinwand“ zu finden scheinen. Den Auftakt der neuen Programmlinie bildeten 2020 die meditativen Farbsymphonien des Lichtkünstlers Thomas Wilfred.

Im Rahmen von „The New Infinity“ entstandene Arbeiten: