Jury 2019

Felix Berner

Mainz

Felix Berner absolvierte seine tänzerische Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen und schloss diese mit dem Tanzpreis der Josef und Else Classen Stiftung ab. Als Tänzer arbeitete er mit einer Vielzahl von internationalen Choreograf*innen wie Pina Bausch, Ann van den Broek, Sharon Eyal, Tero Saarinen, Club Guy & Roni und Jan Pusch u. v. a. Seine Arbeit als Choreograf brachte ihn u. a. an das JUNGE RESI nach München, in das IMPULS – Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt und das schrit_tmacher Festival und wurde bereits vielfach ausgezeichnet: fünffache Einladung zum Tanztreffen der Jugend, Einladungen zum International Youth Arts Festival in Kingston, Großbritannien, und zum THINK BIG! #5Festival. Neben Lehraufträgen, z. B. an der Universität der Künste Berlin, der Universität Mozarteum Salzburg und der Universität Koblenz / Landau, ist er in der Tanz- und Theatervermittlung fest am Staatstheater Mainz tätig und Leiter von tanzmainz schule. Ab der Spielzeit 2018/2019 arbeitet er erstmals auch als Choreograf mit dem Ensemble von tanzmainz am Staatstheater Mainz.

Tomas Bünger

Bremen

Tomas Bünger hat an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover klassischen und modernen Bühnentanz studiert. Von 1999 bis 2012 war er Tänzer beim Tanztheater Bremen unter der Künstlerischen Leitung von Susanne Linke und Urs Dietrich. Von 2009 bis 2012 war er dort zudem Rehearsal Director. Er hat mit vielen internationalen Choreograf*innen, wie Emanuel Gat, Ingun Bjørnsgaard und Tero Saarinen, gearbeitet und weltweit gastiert. Heute beschäftigt er sich mit der Weitergabe von Bewegungswissen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Im Sommer 2013 machte er eine integrative Tanzlehrer-Fortbildung am Mark Morris Dance Center in New York: Dance for People with Parkinson´s. Seit 2014 arbeitet er regelmäßig als Gast-Dozent mit dem Goethe-Institut Bangladesh und dem Nationaltheater Bangladesh in Dhaka zusammen. 2015 war er Gast-Dozent an der Universität der Künste in Buenos Aires (UNA). Seit 2017 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Kunst im Sozialen, Ottersberg. 2018 war er Lehrbeauftragter am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaften der Universität Bremen und Gast-Dozent der Tanzabteilung der University of Dhaka. 2019 ist er zusammen mit Kossi Sebastien Aholou-Wokawui Resident am Tanz-Zentrum Brin de Chocolat in Lomé, Togo. Er ist Mitbegründer des TanzKollektivBremen.
www.tanzkollektivbremen.de

Silke Gerhardt

Schwerin

Lehrerin für Sport, Geografie, Tanz und Theater am Goethe-Gymnasium Schwerin. Sie etablierte Tanz als Unterrichtsfach im musischen Profil der Schule und unterrichtet Kurse Theater / Darstellendes Spiel mit Spezialisierung auf Tanztheater als Wahlpflichtfach 9/10 und im Grundkurs 11/12. Mit Produktionen des von ihr 1991 gegründeten Tanztheaters Lysistrate war sie u.a. zum Schultheater der Länder, dem Theatertreffen der Jugend sowie auf internationale Jugendtheater-Festivals eingeladen. Sie initiiert Tanz- und Theaterprojekte generationsübergreifend und im Rahmen von Inklusion, gibt Workshops zu „Tanz im Schultheater“ in der Lehrer*innenausbildung und -fortbildung. Von 2004-2014 war sie Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Theater in Schulen e.V., 2013 als Projektleiterin für die Organisation und Durchführung des 29. Schultheaters der Länder unter dem Motto „Theater der Bilder“ in Schwerin verantwortlich.

Bahar Gökten

Köln

Bahar Gökten ist Tänzerin und Choreografin. Ausgehend von ihrem Fundament in urbanen Tanzstilen erschließt und entwickelt sie Bewegung aus einer Vielzahl von Ansätzen. Erfahrung sammelte sie auf verschiedenen Bühnen, wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Théâtre de Suresnes Jean Vilar, der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf / Duisburg und dem tanzhaus nrw, Düsseldorf. Zusammen mit fünf weiteren Choreografinnen gründete sie 2012 das urbane Tanzkollektiv nutrospektif, mit dem sie eigene Bühnenstücke und interdisziplinäre Improvisationsformate realisiert. Mit ihrem Kollektiv hat sich Bahar Gökten zum Ziel gesetzt, den urbanen Tanz im Bühnenkontext sichtbar zu machen, künstlerische Arbeitsweisen zu erforschen und den Dialog in der Tanzlandschaft voran zu bringen. Hierzu gehört auch ein starkes Engagement in der kulturellen Bildung in Form von Konzepten für und mit jungen Menschen. Bahar Gökten ist Tänzerin der in Nordrhein-Westfalen angesiedelten Kompanie Renegade und Teil der seit 2002 bestehenden Breaking-Gruppe Dirty Mamas Crew, mit der sie langjährig international aktiv war. Für ihren Studienabschluss der Erziehungswissenschaften beschäftigte sie sich mit informellen Bildungsprozessen in Breaking-Crews. 2018 choreografierte Bahar Gökten unter der Regie von Bassam Ghazi das Stück „real fake“ am Schauspiel Köln, das 2019 zum Theatertreffen der Jugend eingeladen wurde. Aktuell ist sie Tänzerin der internationalen Tanzproduktion „Mind Ur Step“ (Künstlerische Leitung: Kader Attou, Nabil Oelhadj und Lloyd Marengo) und Stipendiatin der Sprungbrett<>Tanzrecherche NRW 19.

Modjgan Hashemian

Berlin

Geboren 1975, absolvierte ihre Ausbildung als Choreografin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in ihrer Geburtsstadt Berlin. Sie blickt auf eine vielfältige tänzerische und choreografische Vergangenheit zurück, wobei die Auseinandersetzung mit ihren iranischen Wurzeln stets einen integralen Bestandteil ihrer Arbeit bildet. Ihre Tanzstücke basieren auf realen Geschichten und stellen eine Kombination aus dokumentarischen Bausteinen und der Suche nach einer Interpretation dieser Geschichten über die eigene Bewegungssprache dar. Hierbei legt sie den Fokus auf Interdisziplinarität. Seit 2009 präsentiert sie ihre Stücke in Kooperation mit dem Ballhaus Naunynstrasse – darunter „Move in Patterns“, „Don’t Move“, „In Motion“, „Game Over“, „I love I“, „Kick it!“ und „XX-Riots“ – und realisiert Tanzstücke wie „Yeki bud yeki nabud“ und „bodytext“ im Studio Я des Maxim Gorki Theater. Mehrfach wurde Modjgan Hashemian auf Podien zum Thema Tanzverbot im Iran eingeladen. Ihre Arbeiten wurden in tanz- und theaterwissenschaftlichen Kontexten an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, in München und in Hamburg im K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg auf Kampnagel vorgestellt. Außerdem unterrichtet sie und gibt Tanzworkshops, u.a. in Bagdad, Sulaymaniyah (Kurdistan) und Teheran. 2013 begann sie Workshops zum Thema „Deutsch lernen über den Körper“ zu unterrichten. 2014, 2015 und 2016 entstanden unter dem Titel „DER DIE DAS KÖRPER“ Tanzstücke mit Kindern und Jugendlichen.
www.hashemian.biz

Martina Kessel

Berlin

Martina Kessel studierte Tanzpädagogik an der Codarts Tanzakademie in Rotterdam und der Folkwang Universität der Künste in Essen und absolvierte im Anschluss ein Studium der Ethnologie, Islamwissenschaft und Pädagogik an der Universität zu Köln. Es folgten Anstellungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität zu Köln. Von 2003 bis 2013 war sie Projektleiterin von Take-off: Junger Tanz am tanzhaus nrw, Düsseldorf, wo sie den Bereich Tanz für junges Publikum aufgebaut hat. Aktuell ist sie Projektleiterin von ChanceTanz, einem Projekt von aktion tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e. V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Anthony Mejeh

Saarbrücken

Geboren in Saarbrücken. Verließ das Gymnasium am Schloss mit der Fachhochschulreife und konzentriert sich seitdem sehr intensiv auf seine größte Leidenschaft - das Tanzen. Er trat schon als kleiner Junge tanzend zusammen mit seinen Geschwistern auf. 2010 war er in der Jugendtanzgruppe iMove des Saarländischen Staatstheaters aktiv und beteiligt an drei Produktionen. Dort machte er erste Erfahrungen mit verschiedenen Tanzstilen. Inspiriert wurde der von der Choreografin Daniela Rodriguez, die ihm und der dem Ensemble mehrere urbane Tanzstile näher brachte. Im regulären Training am Theater lernte er das Ballett und zeitgenössischem Tanz kennen. Seit 2015 wechselt er vermehrt in die Rolle des Choreografen und leitet zwei HipHop Kurse in der Tanzschule Euschen Gebhardt, wo er zwei Bühnenauftritte pro Jahr für seine Kurse erarbeitet. 2016 entschloss er sich, an einem internationalen Tanzprojekt des Dekanats in Saarbrücken teilzunehmen, welches in 2017 in Rumänien durchgeführt wurde. Dort entwarf das Ensemble selbst ein Stück, was ebenfalls in 2017 im Rahmen des Perspectives-Festival in Saarbrücken nochmals aufgeführt wurde. Er war bei diesem Projekt choreografischer Assistenz. Im September 2018 wird er eine Jugendtanzgruppe am Staatstheater in Braunschweig leiten und mit den Jugendlichen ein Tanzstück erarbeiten, das im Jahr 2019 zur Aufführung kommt.

Han Nguyen

Düsseldorf

Han Nguyen, geboren 1998 in Berlin, sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen sowohl in Schauspiel als auch in Tanz an der ACADEMY Bühnenkunstschule für Jugendliche in Berlin. Mit der Produktion „#2 Von der Schönheit und Seltsamkeit des Anlehnens“ wurden sie und ihr Ensemble zum 4. Tanztreffen der Jugend 2017 eingeladen. Sie absolvierte ein FSJ Kultur am Düsseldorfer Schauspielhaus und betreute das Gemeinschaftsprojekt Café Eden. Im Folgejahr besuchte sie intensiv das Tanzstudio Motion*s, um eine Bandbreite an Tanzstilen kennen zu lernen, und war Teilnehmerin der Untergrundbewegung Richtig Radikal Loslassen, einer Performance-Improvisations-Gruppe. Ab September 2019 studiert sie Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

Carmen Scarano

Stuttgart

Lebt in Stuttgart. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Tanzpädagogin für künstlerischen Tanz und Tanzpädagogik an der Ballettfachschule Ronecker in Stuttgart und an Schulen in Paris, New York und Los Angeles. Als Tanzpädagogin wirkt Carmen seit über 16 Jahren in unterschiedlichsten Projekten mit. Diese reichen von Gewaltprävention für den Elementarbereich über Toleranz Lernen – ein politisches Bildungskonzept für Schulen bis hin zu tanzpädagogischen Projekten in Strafvollzugsanstalten sowie Lehraufträgen an der Universität Erfurt und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Zu ihrer Leidenschaft zählen künstlerische Projekte im Tanztheater. Seit 2013 choreografiert Carmen zusammen mit dem Theaterhaus Stuttgart halbjährlich Stücke. In diesem Rahmen gewann 2017 das Stück „Wenn sie tanzt“ den LAMATHEA – Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater. Mit Projekten wie „Dance for Good“, ein Jugendprojekt für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Jugendliche aus Stuttgart am Theaterhaus Stuttgart, setzt sich Carmen Scarano intensiv für die Arbeit mit heterogenen Großgruppen ein. Mit Simone de Picciotto und dem Kunstprojekt Hit the Beat – In Rhythm we meet. Unity through Cultural Diversity erarbeitet Carmen seit 2012 jährlich Performing Arts Showcases für die Oberstufenschüler*innen der Waldorf School Windhoek, Namibia.Carmen engagiert sie sich sehr für inklusive Tanzprojekte. Entstanden sind Choreografien für blinde und sehbehinderte Menschen sowie für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom und anderen geistigen sowie körperlichen Beeinträchtigungen. Als Choreografin arbeitet Carmen mit professionellen Tänzer*innen und Schauspieler*innen an diversen deutschen Theatern und für Firmenevents. Zusammen mit ihrer Kollegin Luciana Mugei gründete sie 2009 Luca Tanzprojekte. Über Luca Tanzprojekte werden Workshops, Firmenevents und Jugendarbeit realisiert.
www.carmen.dance