Jury

Felix Berner

Mainz

Felix Berner absolvierte seine tänzerische Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen und schloss diese mit dem Tanzpreis der Josef und Else Classen Stiftung ab. Als Tänzer arbeitete er mit einer Vielzahl von internationalen Choreograf*innen wie Pina Bausch, Ann van den Broek, Sharon Eyal, Tero Saarinen, Club Guy & Roni und Jan Pusch u. v. a. Seine Arbeit als Choreograf brachte ihn u. a. an das Junge Residenztheater in München, das IMPULS Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt, das schrit_tmacher Festival Aachen sowie ans Staatstheater Oldenburg und Mainz und wurde bereits vielfach ausgezeichnet: fünffache Einladung zum Tanztreffen der Jugend, Einladungen zum International Youth Arts Festival in Kingston (GB) und zum THINK BIG! #5 Festival. Neben Lehraufträgen, z. B. am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) der Universität der Künste Berlin, der Universität Mozarteum Salzburg und der Universität Koblenz / Landau gibt er zahlreiche Fortbildung zum Thema Tanzvermittlung.

Tomas Bünger

Bremen

Tomas Bünger hat klassischen und modernen Bühnentanz an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) studiert und war langjähriges Mitglied des Tanztheater Bremen, mit dem er weltweit gastierte. Anschließend machte er eine integrative Tanzlehrerfortbildung am Mark Morris Dance Center in New York und war Gast-Dozent an der Universität der Künste in Buenos Aires. Seit 2014 ist er Künstlerischer Leiter der Young Choreographers´ Platform in Dhaka, initiiert vom Goethe-Institut Bangladesh. Es folgten Lehraufträge an der Universität Bremen und der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS), Ottersberg. 2019 Künstler-Residenz mit Kossi Sebastien Aholou-Wokawui am Tanzzentrum Brin de Chocolat in Lomé, Togo. 2021 Einladung mit Sergey Zhukov zum Online-Festival April Dance 2021 @IAPAR in Pune, Indien und Künstler-Residenz mit Andor Rusu am Goethe-Institut Rumänien.
Tomas Bünger ist Mitbegründer des TanzKollektivBremen, Hausgenoss*in an der Schwankhalle Bremen und Yoga-Lehrer.

www.tanzkollektivbremen.de

Silke Gerhardt

Schwerin

Lehrerin für Sport, Geografie, Tanz und Theater am Goethe-Gymnasium Schwerin. Sie etablierte Tanz als Unterrichtsfach im musischen Profil der Schule und unterrichtet Kurse Theater / Darstellendes Spiel mit Spezialisierung auf Tanztheater als Wahlpflichtfach 9/10 und im Grundkurs 11/12. Mit Produktionen des von ihr 1991 gegründeten Tanztheaters Lysistrate war sie u. a. zum Schultheater der Länder, dem Theatertreffen der Jugend sowie auf internationale Jugendtheater-Festivals eingeladen. Sie initiiert Tanz- und Theaterprojekte generationsübergreifend und im Rahmen von Inklusion, gibt Workshops zu „Tanz im Schultheater“ in der Lehrer*innenausbildung und -fortbildung.

Bahar Gökten

Köln

Bahar Gökten ist Tanzkünstlerin. Ausgehend von ihrem Fundament in urbanen Tanzstilen erschließt sie Bewegung aus einer Vielzahl von Ansätzen. Ihre prozessorientierte Schaffensphilosophie ist geprägt von einer genreübergreifenden Neugier und der Kraft der Improvisation. Ihr 2012 gegründetes Kollektiv nutrospektif steht für die Sichtbarkeit urbaner Tanzstile im Bühnenkontext und gehört seit 2020 zu den Factory Artists am tanzhaus nrw. Seit 2017 ist Bahar Jurymitglied beim Tanztreffen der Jugend. Nachwuchsförderung und Konzepte für und mit jungen Menschen sind essenzieller Bestandteil ihrer Arbeit. Aktuell ist Bahar Artist in Residence im Rahmen der Ausstellung „Resist! Die Kunst des Widerstands“ am Rautenstrauch-Joest-Museum Köln.

Modjgan Hashemian

Berlin

Modjgan Hashemian ist als Choreografin seit vielen Jahren berlinweit und international mit ihren Arbeiten präsent und vernetzt. Leitmotive ihrer künstlerischen Beschäftigung sind unter anderem fragile Kommunikation und die Suche nach Common Grounds einer Verständigung auch über sprachliche Barrikaden hinweg; Räume, in denen Bewegung unter Restriktion steht und sich in ihrer eigenen Dringlichkeit Gegenwelten der Entfaltung erschließen muss, überhaupt: Dominanzstrukturen, unter denen sich Menschen auch im wörtlichen Sinne verbiegen; schließlich der Bruch mit stereotypen (Körper-)Bildern und Gender-Klischees. Hashemians iranischer Familienkontext – die Eltern siedelten nach der Revolution 1979 endgültig nach Deutschland über – ist immer wieder Bezugs- und Startpunkt für Brückenschläge zwischen deutscher und iranischer Gesellschaftsgegenwart. Neben ihren eigenen Produktionen arbeitet sie u. a. mit Nurkan Erpulat im Bereich des Sprech- und Musiktheaters und der Oper zusammen. Sie arbeitet am Maxim Gorki Theater, Berlin und gastiert am Theater Thikwa, Deutsches Nationaltheater Weimar, Nationaltheater Bagdad/Irak, Theater Regensburg, Staatsoperette Dresden und in der freien Szene Teherans. Außerdem war Hashemian Mentorin am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT), Jurymitglied bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin und dem Tanztreffen der Jugend.
www.hashemian.biz

Martina Kessel

Berlin

Martina Kessel studierte Tanzpädagogik an der Codarts Tanzakademie in Rotterdam und der Folkwang Universität der Künste in Essen und absolvierte im Anschluss ein Studium der Ethnologie, Islamwissenschaft und Pädagogik an der Universität zu Köln. Es folgten Anstellungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität zu Köln. Von 2003 bis 2013 war sie Projektleiterin von Take-off: Junger Tanz am tanzhaus nrw, Düsseldorf, wo sie den Bereich Tanz für junges Publikum aufgebaut hat. Aktuell ist sie Projektleiterin von ChanceTanz, einem Projekt von aktion tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e. V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Anthony Mejeh

Saarbrücken

Geboren in Saarbrücken. Verließ das Gymnasium am Schloss mit der Fachhochschulreife und konzentriert sich seitdem sehr intensiv auf seine größte Leidenschaft - das Tanzen. Er trat schon als kleiner Junge tanzend zusammen mit seinen Geschwistern auf. 2010 war er in der Jugendtanzgruppe iMove des Saarländischen Staatstheaters aktiv und beteiligt an drei Produktionen. Dort machte er erste Erfahrungen mit verschiedenen Tanzstilen. Inspiriert wurde der von der Choreografin Daniela Rodriguez, die ihm und der dem Ensemble mehrere urbane Tanzstile näher brachte. Im regulären Training am Theater lernte er das Ballett und zeitgenössischem Tanz kennen. Seit 2015 wechselt er vermehrt in die Rolle des Choreografen und leitet zwei HipHop Kurse in der Tanzschule Euschen Gebhardt, wo er zwei Bühnenauftritte pro Jahr für seine Kurse erarbeitet. 2016 entschloss er sich, an einem internationalen Tanzprojekt des Dekanats in Saarbrücken teilzunehmen, welches in 2017 in Rumänien durchgeführt wurde. Dort entwarf das Ensemble selbst ein Stück, was ebenfalls in 2017 im Rahmen des Perspectives-Festival in Saarbrücken nochmals aufgeführt wurde. Er war bei diesem Projekt choreografischer Assistenz. Im September 2018 wird er eine Jugendtanzgruppe am Staatstheater in Braunschweig leiten und mit den Jugendlichen ein Tanzstück erarbeiten, das im Jahr 2019 zur Aufführung kommt.

Han Nguyen

Ludwigsburg

Han Nguyen, geboren 1998 in Berlin, sammelte ihre* ersten Bühnenerfahrungen sowohl in Schauspiel als auch in Tanz an der ACADEMY Bühnenkunstschule für Jugendliche in Berlin. Mit der Produktion „#2 Von der Schönheit und Seltsamkeit des Anlehnens“ wurde ihr* Ensemble zum 4. Tanztreffen der Jugend 2017 eingeladen. They absolvierte ein FSJ Kultur am Düsseldorfer Schauspielhaus und betreute das Gemeinschaftsprojekt Café Eden. Im Folgejahr besuchte they intensiv das Tanzstudio Motion*s, um eine Bandbreite an Tanzstilen kennen zu lernen, und war Teilnehmerin* der Untergrundbewegung Richtig Radikal Loslassen. Seit September 2019 studiert they in Ludwigsburg an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg Schauspiel.

Carmen Scarano

Stuttgart

Lebt in Stuttgart. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Tanzpädagogin für künstlerischen Tanz und Tanzpädagogik an der Ballettfachschule Ronecker in Stuttgart und an Schulen in Paris, New York und Los Angeles. Als Tanzpädagogin wirkt Carmen seit über 16 Jahren in unterschiedlichsten Projekten mit. Diese reichen von Gewaltprävention für den Elementarbereich über Toleranz Lernen – ein politisches Bildungskonzept für Schulen bis hin zu tanzpädagogischen Projekten in Strafvollzugsanstalten sowie Lehraufträgen an der Universität Erfurt und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Zu ihrer Leidenschaft zählen künstlerische Projekte im Tanztheater. Seit 2013 choreografiert Carmen zusammen mit dem Theaterhaus Stuttgart halbjährlich Stücke. In diesem Rahmen gewann 2017 das Stück „Wenn sie tanzt“ den LAMATHEA – Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater. Mit Projekten wie „Dance for Good“, ein Jugendprojekt für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Jugendliche aus Stuttgart am Theaterhaus Stuttgart, setzt sich Carmen Scarano intensiv für die Arbeit mit heterogenen Großgruppen ein. Mit Simone de Picciotto und dem Kunstprojekt Hit the Beat – In Rhythm we meet. Unity through Cultural Diversity erarbeitet Carmen seit 2012 jährlich Performing Arts Showcases für die Oberstufenschüler*innen der Waldorf School Windhoek, Namibia.Carmen engagiert sie sich sehr für inklusive Tanzprojekte. Entstanden sind Choreografien für blinde und sehbehinderte Menschen sowie für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom und anderen geistigen sowie körperlichen Beeinträchtigungen. Als Choreografin arbeitet Carmen mit professionellen Tänzer*innen und Schauspieler*innen an diversen deutschen Theatern und für Firmenevents. Zusammen mit ihrer Kollegin Luciana Mugei gründete sie 2009 Luca Tanzprojekte. Über Luca Tanzprojekte werden Workshops, Firmenevents und Jugendarbeit realisiert.
www.carmen.dance