Campus

Das Campus-Programm richtet sich an die jugendlichen Teilnehmer*innen des Tanztreffens der Jugend. Es untergliedert sich in die Bereiche Praxis mit Intensiv- und Impuls-Workshops, Dialog mit den täglichen Aufführungsgesprächen und Spezial.

Praxis – Intensiv-Workshops

Die vormittags stattfindenden Intensiv-Workshops sind aufeinander aufbauende Workshops. Am Ende der Workshops steht eine kurze Präsentation, um auch den anderen Tänzer*innen zu zeigen, wie in den Workshops gearbeitet wurde.

21. bis 25. September 2019, 9:30–12:00
Showing: 25. September 2019, 14:30–15:00

Workshop I – Mixtape
Mit Tomas Bünger und Kossi Sebastien Aholou-Wokawui

Als Tänzer*innen begegnen wir den unterschiedlichsten Tanzstilen und versuchen, sie uns zu eigen zu machen. Wir inkorporieren Material und suchen nach Resonanz. So wird etwas zunächst Fremdes zu etwas Vertrautem und manchmal Teil unserer persönlichen Tanzsprache.

In diesem zeitgenössischen Tanzworkshop unterrichtet das Künstlerduo Kossi Sebastien Aholou-Wokawui und Tomas Bünger gemeinsam. Die beiden Tänzer kombinieren ihre jeweiligen Stile zu einem „Mixdance“ und erzählen so auch etwas über zwei ganz unterschiedliche Tänzerbiografien. Let´s share! Let´s dance!

Tomas Bünger hat an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Klassischen und Modernen Bühnentanz studiert. Von 1999 bis 2012 war er Tänzer beim Tanztheater Bremen unter der Künstlerischen Leitung von Susanne Linke und Urs Dietrich. Er hat mit vielen internationalen Choreograf*innen wie Emanuel Gat, Ingun Bjørnsgaard und Tero Saarinen gearbeitet und weltweit gastiert. 2009 bis 2012 war er auch Choreografischer Assistent. Heute beschäftigt er sich mit der Weitergabe von Bewegungswissen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Im Sommer 2013 machte er eine integrative Fortbildung zum Tanzlehrer am Mark Morris Dance Center in New York (Dance for People with Parkinson‘s). Seit 2014 arbeitet er als Gastdozent regelmäßig mit dem Goethe-Institut Bangladesch zusammen. 2015 war er Gastdozent an der Universität der Künste in Buenos Aires (Universidad Nacional de las Artes: UNA). Seit 2017 gibt er Masterclasses für Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg. 2018 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Bremen am Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaften. Er ist Mitbegründer des TanzKollektivBremen.
www.tanzkollektivbremen.de

Kossi Sebastien Aholou-Wokawui lernte traditionellen und zeitge-nössischen afrikanischen Tanz sowie Modern- und Jazztanz in mehreren Ensembles in seinem Herkunftsland Togo, wo er auch an der Universität, am Französischen Gymnasium und beim Ballett von Lomé Tanz unterrichtete. Ab 2006 choreografierte und präsentierte er Tanzstücke sowie Programme mit der Varieté-Sängerin Vanessa Worou, nahm an Fortbildungen u. a. mit Stephanie Tiersch und in der École des Sables im Senegal teil und war Workshopleiter am Théâtre National d’Haïti. Seit 2012 arbeitet er mit steptext dance project zusammen. Er ist Dozent in dessen Nachwuchslabel young artists, tanzte unter Augusto Jaramillo Pineda und ist in mehreren interkontinentalen Produktionen von Helge Letonja dabei, u. a. „Boxom“ (2014), „Out of Joint“ (2017), „Audition for Life/Art“ (2018), „Turbulence“ (2019). 2018 entwickelte er das biografische Duo „Dans la peau de l’autre“ für sich und Tomas Bünger, das in Bremen, Dhaka (Bangladesh) und Lomé (Togo) gezeigt wurde. Zudem leitet er Workshops für Contemporary Afro und gestaltet zahlreiche transkulturelle Jugendtanztheater-Projekte mit, u. a. mit jungen Geflüchteten.
__________

Workshop II – Vom Cypher ins Theater: Urbaner Tanz im Bühnenkontext
Mit Bahar Gökten und Yeliz Pazar

Tanzkulturen innerstädtischen Ursprungs, wie z. B. Breaking, Voguing, Popping, Locking oder Housedance, werden unter dem Begriff Urbaner Tanz zusammengefasst. Dieser ist sehr stark musikalisch geprägt, interaktiv und improvisatorisch. Unter dem Motto Vom Cypher ins Theater erfahren die Teilnehmer*innen gemeinsam mit Yeliz Pazar und Bahar Gökten vom Tanzkollektiv nutrospektif, wie urbaner Tanz innerhalb der urbanen Kultur selbst praktiziert wird und wie er auf der Bühne funktionieren kann. Dies beinhaltet den Einblick in urbane Tanztechniken, ihre Vermittlungsweisen – wie das Lehren und Lernen im Cypher – und die Entwicklung von eigenem Bewegungsmaterial mithilfe urbaner choreografischer Methoden. Welchen Einfluss haben dabei Musik, Raum und Rhythmik? Und wie kann aus urbanen Themen und Ausgangsfragen ein Bühnenstück entstehen? In einem viertägigen Bewegungslabor werden die Teilnehmer*innen spielerisch forschen und in sogenannten Miniprozessen Gelerntes anwenden. Dabei ist immer genug Raum für Reflexion und Fragen. Ganz gleich, welcher Tanzstil – hier ist für jede*n etwas dabei, die*der Lust hat, urbane Inspiration zu entdecken und – wie bei allen Freestyle-Tänzen – ihre*seine eigene Kreativität, Erfahrung und Persönlichkeit miteinzubringen.

Bahar Gökten, geboren in Stuttgart, ist Tänzerin und Choreografin. Ausgehend von einem Fundament aus urbanen Tanzstilen erschließt und entwickelt sie Bewegung aus einer Vielzahl von Ansätzen. Erfahrung sammelte sie auf den Bühnen verschiedener Häuser wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Théâtre de Suresnes, der Deutschen Oper am Rhein und dem tanzhaus nrw. Sie arbeitete u. a. mit Nasser Martin-Gousset, Neco Çelik, Nina Kurzeja und Magali Sander Fett. Neben ihrem erziehungswissenschaftlichen Studium initiiert und leitet Bahar Kinder- und Jugendprojekte. Sie ist Tänzerin der in NRW angesiedelten Kompanie Renegade und Teil der seit 2002 bestehenden Breaking-Gruppe Dirty Mamas Crew, mit der sie langjährig international aktiv war. Zusammen mit fünf weiteren Choreografinnen gründete sie 2012 das urbane Tanzkollektiv nutrospektif, mit dem sie eigene Bühnenstücke und interdisziplinäre Improvisationsformate realisiert. Das Kollektiv hat sich zum Ziel gesetzt, den urbanen Tanz im Bühnenkontext sichtbarer zu machen, künstlerische Arbeitsweisen zu erforschen und den Dialog in der Tanzlandschaft voranzubringen. Hierzu gehört auch ein starkes Engagement in der kulturellen Bildung in Form von Konzepten für und mit jungen Menschen.

Yeliz Pazar ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und pädagogische Lehrkraft. Ihre Bühnentätigkeit umfasst choreografisch-künstlerische sowie tänzerisch-darstellende Tätigkeiten. Als Mitglied von nutrospektif wirkte sie an Tanztheaterstücken wie „c.o.r.e.“, „Columba Livia“ und „Cry_Sis“ mit. Sie tanzte in den Produktionen des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf und der Kompanie Renegade. Außerdem choreografierte Yeliz Pazar „Paradise Lost“ am Schauspielhaus Düsseldorf, „Grenzerde“ und „#P.O.S.T.14“ am Dekanat Saarbrücken und „Dialog“ am Kulturforum Alte Post. Sie ist fester Bestandteil der Genderinitiative LADIES DANCE, Mitglied der Bam-Sistaz-Crew und von House of Manuka, einer deutsch-französischen Waacking-Crew. Ihr Stil ist beeinflusst durch verschiedene urbane Tanzformen wie Hip-Hop, House, Locking, Popping, Breaking, Waacking und Voguing sowie modernen und zeitgenössischen Tanz.
__________

Workshop III – Rituale
Mit Modjgan Hashemian

Internationale, traditionelle Bräuche und Riten im Kontext von Festtagen, Geburt oder Tod werden uns innerhalb des Workshops in unterschiedlicher Form bewegen. Die Grundlage der ausgewählten Rituale entwickeln wir aus den Erfahrungen der Teilnehmer*innen, wir nehmen uns bekannte, aber auch unbekannte Bewegungsmuster unter die Lupe und probieren, ob und wie diese choreografisch umsetzbar sind. Dabei beschäftigen uns Fragen wie: Welche Bräuche leben wir und warum? Geben Rituale meinem Leben Struktur – wenn ja welche? Wie sähe dein persönliches Ritual aus? Lassen sich Rituale verbinden? Welche Rituale nerven? Was passiert, wenn wir diese verändern?

Ein kleines Labor für körperliche Recherche, das alles zulässt und viel Raum für eigene Perspektiven öffnet!

Modjgan Hashemian, geboren 1975, absolvierte ihre Ausbildung als Choreografin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in ihrer Geburtsstadt Berlin. Sie blickt auf eine vielfältige tänzerische und choreografische Vergangenheit zurück, wobei die Auseinandersetzung mit ihren iranischen Wurzeln stets einen integralen Bestandteil ihrer Arbeit bildet. Ihre Tanzstücke basieren auf realen Geschichten und stellen eine Kombination aus dokumentarischen Bausteinen und der Suche nach einer Interpretation dieser Geschichten über die eigene Bewegungssprache dar. Hierbei legt sie den Fokus auf Interdisziplinarität. Seit 2009 präsentiert sie ihre Stücke in Kooperation mit dem Ballhaus Naunynstrasse – darunter „Move in Patterns“, „Don’t Move“, „In Motion“, „Game Over“, „I love I“, „Kick it!“ und „XX-Riots“ – und realisiert Tanzstücke wie „Yeki bud yeki nabud“ und „bodytext“ im Studio Я des Maxim Gorki Theater. Mehrfach wurde Modjgan Hashemian auf Podien zum Thema Tanzverbot im Iran eingeladen. Ihre Arbeiten wurden in tanz- und theaterwissenschaftlichen Kontexten an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin, in München und in Hamburg im K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg auf Kampnagel vorgestellt. Außerdem unterrichtet sie und gibt Tanzworkshops, u.a. in Bagdad, Sulaymaniyah (Kurdistan) und Teheran. 2013 begann sie Workshops zum Thema „Deutsch lernen über den Körper“ zu unterrichten. 2014, 2015 und 2016 entstanden unter dem Titel „DER DIE DAS KÖRPER“ Tanzstücke mit Kindern und Jugendlichen.
www.hashemian.biz
__________

Workshop IV – EnQueery within – Contact Improvisation und Gender
Mit Diana Thielen

Im Workshop erforschen wir Ideen der Contact Improvisation, um Fragen rund um Identität, Berührung, Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit zu untersuchen. Es ist ein Versuch, das eigene Verständnis des Körpers in Abgrenzung zu anderen zu verwirren. Wo fangen die Grenzen des eigenen Körpers an? Und: Verschieben sich diese Grenzen je nach Zeit, Ort und Gegenüber? Was hat Gender, also das soziale Geschlecht, mit meinem Tanz, mit meiner Improvisation zu tun?

Contact Improvisation legt den Schwerpunkt auf das Spiel mit dem Körpergewicht, der Schwerkraft, dem Fallen und eben auch der Berührung. Im Kontakt, in der Berührung, mit den Körpern der anderen werden die Tänzer*innen immer wieder auf den Moment und ihre Interaktionin improvisierten Situationen zurückgeworfen. Das macht Spaß, ist teilweise herausfordernd, kann sanft oder akrobatisch anmuten und lässt vor allem viel Raum für Kreativität und Spontanität!

Diana Thielen, geboren 1982, ist Tänzerin, Performerin und Bloggerin. Sie erhielt ihre Ausbildung der zeitgenössischen Tanztechniken am Salzburg Experimental Academy of Dance: SEAD und ist Studentin der Gender Studies und Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre diversen Arbeiten beinhalten interdisziplinäre Perspektiven, die sich sowohl auf ihr Interesse an Queer Theory, intersektionalem Feminismus und Postkolonialen Studien beziehen als auch private Lebensrealitäten als lesbisch lebende Frau* mitdenken und untersuchbar machen. Auf ihrem Blog www.movementactivism.com teilt sie ihre intersektionale Untersuchung und Faszination für den menschlichen Körper in all seiner*ihrer Komplexität: Wie wir uns bewegen, wie wir uns präsentieren, wie wir uns sozial positionieren, wie wir uns verändern und uns unseren Herausforderungen anpassen.

Praxis – Impuls-Workshops

Die Impuls-Workshops bieten die Möglichkeit, verschiedenste Tanzstile auszuprobieren.

Sie finden am Sonntag, 22. September 2019 und Dienstag, 24. September 2019 von 14:00–16:30 statt.

22. September 2019, 14:00–16:30

Voguing
Mit Georgina Philp aka Leo Melody

Voguing – ein Tanzstil, der in den 1960er-Jahren in der New Yorker homo- und transsexuellen Ballroom-Szene entwickelt wurde. Inspiriert vom Modemagazin Vogue und bekannt geworden durch den gleichnamigen Song von Madonna verbindet die Tanzkultur Bewegungsabläufe aus dem Breakdance, Popping und den Martial Arts mit der Attitude der Supermodels der 1980er-Jahre. Im Workshop werden grundlegende Ideen des Runways vermittelt sowie ein selbstbewusstes Auftreten und das Posen und Laufen auf High Heels, ähnlich wie auf den Laufstegen der High Fashion Designer. Formal zeichnet sich das Voguing durch die Präzision bei der Kreation von komplexen Winkeln und Illusionen mit den Armen aus.

Georgina Philp aka Leo Melody absolvierte 2008 ihre Tanzausbildung an der Fontys Academy und arbeitet seither mit Künstler*innen wie Lena Meyer-Landrut, Jan Delay und Madcon. In Deutschland als Pionierin des Voguings bekannt, schaffte sie es 2013 mit ihrem individuellen Style bis ins Halbfinale von „Got To Dance“ und unterrichtet u. a. im tanzhaus nrw, Düsseldorf sowie bei internationalen Tanz-Festivals. 2012 gründete sie The House of Melody, das erste Deutsche Voguing House, und organisiert seitdem regelmäßig Voguing Events.

HUSTLE SESSION: Let’s dance together!
Mit Bahar Gökten und Yeliz Pazar

Hustle ist ein Paartanz, bei dem es vor allem um das gemeinsame Tanzen geht. Er entstand in einer von Discomusik geprägten Zeit der 1970er in den USA und wurde vor allem in den Clubs und auf Parties getanzt. Hustle wird als Oberbegriff verschiedener Stilrichtungen wie z. B. Latin Hustle oder New York Hustle verwendet. Es gibt außerdem die neuere Ausprägung New Style Hustle, bei der auch zu House Musik getanzt wird. Hustle beinhaltet verschiedene Drehungen und Schritte, die dem Salsa oder Swing ähneln. Bis heute ist er nie von der Tanzfläche verschwunden und erfreut sich in den letzten Jahren an einer wachsenden Community in der urbanen Tanzszene rund um den Globus. Gemeinsam mit Yeliz Pazar und Bahar Gökten vom Tanzkollektiv nutrospektif lernt ihr im ersten Teil der Session Basisschritte, die ihr dann im zweiten Teil anwenden könnt. Spaß und Partyfeeling garantiert! Kommt vorbei und tanzt mit uns. Wir freuen uns auf euch.

Bahar Gökten, geboren in Stuttgart, ist Tänzerin und Choreografin. Ausgehend von einem Fundament aus urbanen Tanzstilen erschließt und entwickelt sie Bewegung aus einer Vielzahl von Ansätzen. Erfahrung sammelte sie auf den Bühnen verschiedener Häuser wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Théâtre de Suresnes, der Deutschen Oper am Rhein und dem tanzhaus nrw. Sie arbeitete u. a. mit Nasser Martin-Gousset, Neco Çelik, Nina Kurzeja und Magali Sander Fett. Neben ihrem erziehungswissenschaftlichen Studium initiiert und leitet Bahar Kinder- und Jugendprojekte. Sie ist Tänzerin der in NRW angesiedelten Kompanie Renegade und Teil der seit 2002 bestehenden Breaking-Gruppe Dirty Mamas Crew, mit der sie langjährig international aktiv war. Zusammen mit fünf weiteren Choreografinnen gründete sie 2012 das urbane Tanzkollektiv nutrospektif, mit dem sie eigene Bühnenstücke und interdisziplinäre Improvisationsformate realisiert. Das Kollektiv hat sich zum Ziel gesetzt, den urbanen Tanz im Bühnenkontext sichtbarer zu machen, künstlerische Arbeitsweisen zu erforschen und den Dialog in der Tanzlandschaft voranzubringen. Hierzu gehört auch ein starkes Engagement in der kulturellen Bildung in Form von Konzepten für und mit jungen Menschen.

Yeliz Pazar ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und pädagogische Lehrkraft. Ihre Bühnentätigkeit umfasst choreografisch-künstlerische sowie tänzerisch-darstellende Tätigkeiten. Als Mitglied von nutrospektif wirkte sie an Tanztheaterstücken wie „c.o.r.e.“, „Columba Livia“ und „Cry_Sis“ mit. Sie tanzte in den Produktionen des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf und der Kompanie Renegade. Außerdem choreografierte Yeliz Pazar „Paradise Lost“ am Schauspielhaus Düsseldorf, „Grenzerde“ und „#P.O.S.T.14“ am Dekanat Saarbrücken und „Dialog“ am Kulturforum Alte Post. Sie ist fester Bestandteil der Genderinitiative LADIES DANCE, Mitglied der Bam-Sistaz-Crew und von House of Manuka, einer deutsch-französischen Waacking-Crew. Ihr Stil ist beeinflusst durch verschiedene urbane Tanzformen wie Hip-Hop, House, Locking, Popping, Breaking, Waacking und Voguing sowie modernen und zeitgenössischen Tanz.
__________

Floorwork
Mit Carmen Scarano

In diesem Workshop ist der Boden unser bester Freund. Wir widmen uns intensiv den Themen Schwerkraft, Spirals sowie Aktion und Reaktion. Bewegungsansätze aus dem Modern Dance kombiniert mit akrobatischen Bodenübungen lassen den Workshop zu einem dynamischen Tanztraining werden.

Eigene Ideen sind willkommen!

Ausprobieren und Spaß stehen an erster Stelle!

Carmen Scarano lebt in Stuttgart. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Tanzpädagogin für künstlerischen Tanz und Tanzpädagogik an der Ballettfachschule Ronecker in Stuttgart und an Schulen in Paris, New York und Los Angeles. Als Tanzpädagogin wirkt Carmen seit über 16 Jahren in unterschiedlichsten Projekten mit. Diese reichen von Gewaltprävention für den Elementarbereich über Toleranz Lernen – ein politisches Bildungskonzept für Schulen bis hin zu tanzpädagogischen Projekten in Strafvollzugsanstalten sowie Lehraufträgen an der Universität Erfurt und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Zu ihrer Leidenschaft zählen künstlerische Projekte im Tanztheater. Seit 2013 choreografiert Carmen zusammen mit dem Theaterhaus Stuttgart halbjährlich Stücke. In diesem Rahmen gewann 2017 das Stück „Wenn sie tanzt“ den LAMATHEA – Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater. Mit Projekten wie „Dance for Good“, ein Jugendprojekt für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Jugendliche aus Stuttgart am Theaterhaus Stuttgart, setzt sich Carmen Scarano intensiv für die Arbeit mit heterogenen Großgruppen ein. Mit Simone de Picciotto und dem Kunstprojekt Hit the Beat – In Rhythm we meet. Unity through Cultural Diversity erarbeitet Carmen seit 2012 jährlich Performing Arts Showcases für die Oberstufenschüler*innen der Waldorf School Windhoek, Namibia.Carmen engagiert sie sich sehr für inklusive Tanzprojekte. Entstanden sind Choreografien für blinde und sehbehinderte Menschen sowie für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom und anderen geistigen sowie körperlichen Beeinträchtigungen. Als Choreografin arbeitet Carmen mit professionellen Tänzer*innen und Schauspieler*innen an diversen deutschen Theatern und für Firmenevents. Zusammen mit ihrer Kollegin Luciana Mugei gründete sie 2009 Luca Tanzprojekte. Über Luca Tanzprojekte werden Workshops, Firmenevents und Jugendarbeit realisiert.
www.carmen.dance
__________

GAGA
Mit Yael Schnell

Gaga ist eine Bewegungssprache, die vom israelischen Choreografen Ohad Naharin im Laufe vieler Jahre entwickelt wurde und von den Tänzer*innen seiner Batsheva Dance Company beim täglichen Training angewendet wird. Der sich bis heute ständig weiterentwickelnde Ansatz von Gaga bezieht sich auf das Wissen um die heilende, dynamische und sich verändernde Kraft der Bewegung. Gaga ist eine Technik, durch den eigenen Körper Selbsterkenntnis zu erlangen. Es schafft ein Bewusstsein für die eigenen körperlichen Schwächen, aktiviert untrainierte Körperteile, zeigt Verspannungen auf und bietet Möglichkeiten, diese zu lösen. Flexibilität, Ausdauer und Agilität werden gesteigert, Sinne und Vorstellungskraft angeregt. Gaga ermöglicht die Arbeit an Instinkten und verbindet bewusste und unbewusste Bewegungen.

Es bietet Gelegenheit für die Erfahrung von wirklicher Freiheit und Freude in einem angenehmen Raum, in bequemer Kleidung, begleitet von Musik, jede*r Tänzer*in mit sich selbst und anderen. Wir werden zusammen mit einer Gaga-Session beginnen. Danach werden wir einige Bewegungsabläufe lernen, den Raum durch diese nutzen, und ausprobieren, wie wir das Gelernte der Session auf Bewegungen anwenden können. Am Schluss des Workshops können wir im Gespräch unsere Erfahrungen miteinander teilen, Fragen stellen und in einen Dialog kommen.

Yael Schnell, geboren in Haifa in Israel,tanzte von 1994 bis 2002 in der Batsheva Dance Company von Ohad Naharin. Neben der Arbeit mit ihm kollaborierte sie auch mit Choreograf*innen wie Jiri Kylian, Paul Selwyn Norton, Tero Saarinen, Angelin Preljocaj u. a. Anschließend zog sie nach Berlin, wo sie eigene Stücke entwickelte und u. a. mit Ari Rosenzweig, Jorg Schiebe und Christoph Winkler zusammenarbeitete. 2007 wurde sie Mitglied bei Sasha Waltz & Guests, wo sie seither viele Stücke (mit-)entwickelt und getanzt hat. Parallel zu ihrer Tanzlaufbahn ist Yael Schnell zertifizierte Lehrerin für Gaga, der von Ohad Naharin entwickelten Bewegungssprache. Sie hat einen Bachelorabschluss in Soziologie und macht gegenwärtig einen Master in Kulturwissenschaften.

24. September 2019, 14:00–16:30

Waacking
Mit Yeliz Pazar

Mit Spaß an Musik und Tanz dreht sich der Impulsworkshop um den urbanen Tanzstil Waacking. Er vermittelt nicht nur wesentliche musikalische und tanztechnische Grundlagen, sondern bietet auch effektive Lernmethoden für das selbständige Üben an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung der tänzerischen Spontaneität und Individualität. Dazu werden Methoden des Freestylens und der Musikalität geschult. Beim Waacking stehen der Kontrast zwischen An- und Entspannung der Arme sowie der Aufbau der Kraftausdauer des Schultergürtels im Fokus. Der Workshop vermittelt koordinativ anspruchsvolle Armbewegungen zur Musik, sicheres Auftreten und selbstbewusste Posen.

Yeliz Pazar ist freischaffende Tänzerin, Choreografin und pädagogische Lehrkraft. Ihre Bühnentätigkeit umfasst choreografisch-künstlerische sowie tänzerisch-darstellende Tätigkeiten. Als Mitglied von nutrospektif wirkte sie an Tanztheaterstücken wie „c.o.r.e.“, „Columba Livia“ und „Cry_Sis“ mit. Sie tanzte in den Produktionen des Jungen Schauspielhaus Düsseldorf und der Kompanie Renegade. Außerdem choreografierte Yeliz Pazar „Paradise Lost“ am Schauspielhaus Düsseldorf, „Grenzerde“ und „#P.O.S.T.14“ am Dekanat Saarbrücken und „Dialog“ am Kulturforum Alte Post. Sie ist fester Bestandteil der Genderinitiative LADIES DANCE, Mitglied der Bam-Sistaz-Crew und von House of Manuka, einer deutsch-französischen Waacking-Crew. Ihr Stil ist beeinflusst durch verschiedene urbane Tanzformen wie Hip-Hop, House, Locking, Popping, Breaking, Waacking und Voguing sowie modernen und zeitgenössischen Tanz.
__________

House
Mit Anthony Mejeh

Footwork, Jacking, Lofting ... All diese Begriffe befassen sich mit dem urbanen Tanzstil House. In diesem Workshop wird dir ein Einblick in die Welt der House Music und des House Dance geboten. Vom Erlernen der Basics über Improvisationsübungen bis hin zum Jammen – du wirst diesen Tanzstil in all seinen Facetten kennenlernen. House ist Freiheit. House ist ein Gefühl. House ist eine Motivation. House ist Leben. Kommt vorbei!

Anthony Mejeh, geboren in Saarbrücken, verließ das Gymnasium am Schloss mit der Fachhochschulreife und konzentriert sich seitdem sehr intensiv auf seine größte Leidenschaft – das Tanzen. Er trat schon als kleiner Junge tanzend zusammen mit seinen Geschwistern auf. 2010 war er in der Jugendtanzgruppe iMove des Saarländischen Staatstheaters aktiv und beteiligt an drei Produktionen. Dort machte er erste Erfahrungen mit verschiedenen Tanzstilen. Inspiriert wurde der von der Choreografin Daniela Rodriguez, die ihm und der dem Ensemble mehrere urbane Tanzstile näher brachte. Im regulären Training am Theater lernte er das Ballett und zeitgenössischem Tanz kennen. Seit 2015 wechselt er vermehrt in die Rolle des Choreografen und leitet zwei HipHop Kurse in der Tanzschule Euschen Gebhardt, wo er zwei Bühnenauftritte pro Jahr für seine Kurse erarbeitet. 2016 entschloss er sich, an einem internationalen Tanzprojekt des Dekanats in Saarbrücken teilzunehmen, welches in 2017 in Rumänien durchgeführt wurde. Dort entwarf das Ensemble selbst ein Stück, was ebenfalls in 2017 im Rahmen des Perspectives-Festival in Saarbrücken nochmals aufgeführt wurde. Er war bei diesem Projekt choreografischer Assistenz. Im September 2018 wird er eine Jugendtanzgruppe am Staatstheater in Braunschweig leiten und mit den Jugendlichen ein Tanzstück erarbeiten, das im Jahr 2019 zur Aufführung kommt.
__________

Tanz // Text // Kunst
Mit: Carmen Scarano

Hast du dir schon mal überlegt, wie ein*e Künstler*in deinen Tanz malen oder ein*e Dichter*in ihn in Poesie verwandeln würde? Wir drehen das Ganze diesmal um und kommen vom Tanz zu Bild und Text. Improvisieren, choreografieren, malen und schreiben. Wir verbinden in diesem Workshop mehrere Kunstformen und nehmen statt eines Videos ein echtes Kunstwerk mit nach Hause. Zur Vorbereitung könnt ihr euch gerne Themen ausdenken, die ihr in Bewegung umsetzen möchtet. Der Stil spielt dabei keine Rolle. Ihr könnt euch alleine oder paarweise vorbereiten oder auch ganz spontan sein.

Carmen Scarano siehe oben
__________

app2music – music2motion
Mit Beatrix Joyce

Im Workshop geht es um die Verschmelzung von selbstkomponierten, digitalen Klängen mit Bewegung und Tanz. Ob Smartphone oder Tablet – durch die ständige Verfügbarkeit und Nutzung im Alltag ist der kreative Aspekt dieser Technologie weitestgehend in den Hintergrund gerückt. Wir möchten euch zeigen, wie ihr diese Geräte zum Komponieren eigener Musik verwenden, aber auch in eine bewegungsorientierte Performance integrieren könnt, in der euer Körper die Musik steuert.

Mit eingebauten Bewegungssensoren, Mikrofonen und Kameras sowie einer berührungsempfindlichen Glasplatte, die es App-Entwickler*innen erlaubt, vielseitigste Formen von Spieloberflächen zu gestalten, stehen uns mit Tablets und Smartphones komplex gestaltbare Instrumente zur Verfügung. Aus den mittlerweile über 100.000 Apps zum Musikmachen möchten wir eine kleine Auswahl vorstellen, mit der ihr tanzbare Musik entwickeln könnt und wir zeigen euch, wie man einen Tanz live vertonen kann.

Für den Workshop sind sind keine Vorkenntnisse in Musiktheorie (wie Notenlesen o. ä.) notwendig und ihr müsst auch kein Instrument spielen können.

Beatrix Joyce hat einen Bachelor in Contemporary Dance des Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance, London und einen Master in Critical & Creative Analysis am Institut Goldsmiths, University of London. Sie arbeitete mit Candida Powell-Williams, Ali Eisa und Sebastian Lloyd Rees, Anne Sofie Vermund und Michela Filzi zusammen. Als Mitglied des Projekts Sound of Words, einer von Cecília Erismann geleiteten Kollaboration zwischen Poesie, Tanz und Musik, performt sie Improvisationen. . Sie ist Redakteurin des Online-Magazins Berlin Art Link und Mitglied im Viereinhalb-Sätze-Team, einem Blog, das sich für mehr Reflexion und Experimentierfreude im Schreiben über zeitgenössischen Tanz einsetzt.

Dialog

Nice to meet you! / Aufführungsgespräche

Nice to meet you!
21. September 2019, 14:00–16:30

Vier Workshops für die Gruppen, in denen die Teilnehmer*innen die Aufführungsgespräche führen. Sie sollen einen Rahmen schaffen, in dem alle die Möglichkeit haben, sich besser kennenzulernen. Im Vordergrund steht die Freude am gemeinsamen Bewegen. In spielerischen Situationen und durch geleitete Improvisation und Musik wird Tanz erkundet und ein Gefühl für den Raum und die Gruppe gefunden. Außerdem wird in den Workshops gemeinsam mit den Teilnehmer*innen erörtert, wie über Tanz gesprochen werden kann und welche Werkzeuge, Übungen und Herangehensweisen hilfreich sind, um ein Aufführungsgespräch zu führen und das Gesehene zu analysieren.

Aufführungsgespräche
21., 22., 23., 24., 25., 26. September 2019, 17:30

Die Aufführungsgespräche und Nice to meet you! werden angeleitet von Lisa Gaden und Josefin Pöhlmann, Lilly Pöhlmann und Sophie Camille Brunner

Lisa Gaden lebt und arbeitet in Berlin und ist immer und überall auf leidenschaftlicher Bewegungssuche,-findung und -erfindung. Nach einer dreijährigen Bühnentanzausbildung bei DANCEWORKS Berlin studierte sie Zeitgenössischen Tanz an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und an der staatlichen Theaterschule Kopenhagen. Die Tanzpraxis führte sie zum Studium der Theaterwissenschaft an die Freie Universität Berlin, bis aus der Schnittmenge von physischen und theoretischen Einflüssen die Begeisterung für die Körpertherapie erwuchs. Lisa Gaden absolvierte eine Ausbildung in traditionell chinesischer Medizin und Faszienarbeit und forscht nun an der Verbindung von Ausdruckstanz und körperlichem Wohlbefinden. Ihre künstlerisch-tänzerische Arbeit basiert überwiegend auf Improvisation, mit dem Wunsch, Bereiche des alltäglichen Lebens einzubeziehen und so viele Menschen wie möglich zu animieren, sich frei zu bewegen.

Josefin Pöhlmann wurde in Ecuador geboren und zog vor neun Jahren nach Berlin. 2016 beendete sie den Studiengang Theaterwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin. Zurzeit studiert sie Europäische Ethnologie im Master. Während ihres Studiums bildete sie sich außerdem weiterhin im zeitgenössischen Tanz sowie als Kletter¬trainerin fort. Während ihres bisherigen Aufenthalts in Deutschland wirkte sie bei verschiedenen Tanz- und Performanceprojekten mit. Bei dieser Arbeit ging es meistens um unterschiedliche Körperlichkeiten und eine inklusive Praxis im Tanz. Da sie einen transkulturellen Werdegang hat, interessiert sie die Arbeit mit dem Körper in verschiedenen Kontexten sowie das Arbeiten in einem transkulturellen und interdisziplinären Feld, mit einem besonderen Fokus auf Tanz, Theater und Anthropologie. Sowohl die Theorie als auch die Praxis und gerade die Vernetzung dieser Felder scheinen ihr besonders interessant. Heute Arbeitet sie hauptsächlich als Klettertrainerin und im Bereich der Tanzvermittlung.

Lilly Pöhlmann, geboren in Heidelberg und aufgewachsen in Tumbaco, Ecuador, lebt und arbeitet inner- und außerhalb Berlins als Tänzerin und Tanzvermittlerin. Sie studierte an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds, England und war Teilnehmerin des SMASH und des Dance Intensive Programm in Berlin. Im Herbst beginnt sie ein Masterstudium in Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.

Sophie Camille Brunner lebt und arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreografin in Berlin und Basel. 2016 schloss sie ihr Bachelorstudium Tanz, Kontext, Choreografie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (Universität der Künste Berlin / Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin) ab und absolviert seit Oktober 2018 ihren Master in Dance, Choreography an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit einigen Jahren arbeitet sie mit dem Verein TanzZeit Berlin zusammen und bildet gemeinsam mit Christina Wüstenhagen das Duo AdHoc. Sie realisiert unterschiedliche Tanz- und Kulturprojekte in Kooperation mit Schulen, Theatern und Museen. Unter der künstlerischen Leitung von Jo Parkes (Mobile Dance) arbeitet sie als Tänzerin und choreografische Assistentin in Community-Dance Projekten. In ihrer choreografischen und performativen Arbeit versucht Sophie Camille Brunner immer wieder, die ästhetische Grenze zwischen Tanz und Film aufzubrechen. Dabei nutzt sie Techniken der Dokumentation und des Archivierens. Der Körper als Erinnerungsspeicher von persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen ist oft Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Prozesse und Fragestellungen.

Spezial

Physiotherapie für Tänzer*innen
Sonntag, 22. bis Donnerstag, 26. September 2019 (Terminabsprache vor Ort)
Mit Jens Nonnenmann (Jenso)

Die Physiotherapie für Tänzer*innen ist eine physiotherapeutische Gesundheitsuntersuchung mit anschließendem Therapieplan. Hier wird eine tanzmedizinische Bewegungsanalyse, Beratung und Behandlung für Tanzer*innen angeboten. Die Tanzer*innen werden nach ihren Problemen individuell behandelt. Um langfristige Ergebnisse für die Gesundheit der Tänzer*innen zu erzielen, erlernen sie eine Auswahl an Übungen für den weiterführenden Rehabilitationsprozess. Präventive Übungen für häufige Tanzverletzungen und Selbsthilfetechniken werden demonstriert. Im Akutfall kann auch eine Erstversorgung angeboten werden und eine Prognose für eine weitere Teilnahme am Tanztreffen der Jugend gegeben werden.

Jens Nonnenmann (Jenso) ist Physiotherapeut und B-Boy. Seit 19 Jahren ist er in der Breaking-Szene aktiv, vor zwölf Jahren gründete er die international erfolgreiche Tru Cru. Als Physio- und Myoreflextherapeut ist Jens Nonnenmann auf Tänzer*innen spezialisiert. Er arbeitet in der Haid Gesundheits-Werkstatt in Stuttgart und gibt auf internationalen Tanzevents Urban-Dance-Health-Workshops und Health Check-Ups. Gemeinsam mit dem Urban-Dance-Health-Team betreut er professionelle Tänzer*innen, u. a. Red Bull BC One All Stars, in ihrer Karriere.
__________

Stadttour
Montag, 23. September 2019, ab 14:00

Raus aus dem Festspielgarten, rein in die Metropole Berlin. Mit einer Stadttour, bei der man aussteigen, verweilen und einfach später weiterfahren kann. Den ganzen Tag!
Meldet euch dafür am Infotisch.
__________

Yoga
Montag, 23. September 2019, 13:30–15:00
Mit Lisa Harres

Wir werden durch eine Mischung aus Atemübungen, tief dehnenden Asanas (Körperstellungen), fließenden Bewegungsabläufen und Ruhehaltungen zur Entspannung finden. Es ist keine Vorerfahrung nötig, jede Asana kann durch meine Anleitung an die eigenen Bedürfnisse angepasst und somit entweder verstärkt oder vereinfacht werden. Wir werden uns Zeit nehmen, um auf unsere Körper zu hören und unsere Achtsamkeit und Konzentration zu schulen. Es empfiehlt sich, für die darauffolgende Sound-Healing-Session zu bleiben.
__________

Klangmeditation
Montag, 23. September 2019, 15:00–16:00
Mit Lisa Harres

Als Musikerin erlebe ich an mir selbst oft den beruhigenden, meditativen Effekt, wenn ich vollkommen in Klänge versunken bin. In Sound-Healing-Sessions versuche ich, diese Umgebung der Entspannung und Konzentration, des vollkommenen Eintauchens auch für andere zugänglich zu machen. Mit verschiedenen Instrumenten und Gegenständen erzeuge ich eine Klangkulisse, die einen sicheren Ort für Selbstheilung und bedingungsloses Loslassen schafft. Du kannst diesen Ort selbst und auf deine eigene Weise erkunden.

Lisa Harres, 1998 in Darmstadt geboren, ist fasziniert davon, wie Menschen sich ausdrücken, wie sie versuchen, ihre Gedanken und inneren Bilder nach außen zu übersetzen. Sie macht Musik, schreibt, filmt, experimentiert und ist ständig auf der Suche nach neuen Weisen und Medien, um etwas in diese Welt zu bringen. Im kreativen Ausdruck erkennt sie viele heilende Kräfte, in Sound Healing Sessions verbindet sie ihr Wissen über Meditation und Yoga mit ihrer Liebe zu Klängen und Musik. 2015 war sie Preisträgerin beim Treffen junge Musik-Szene und in dessen Rahmen Teilnehmerin des Förderformats Nahaufnahme 2017. Zurzeit studiert sie Soziolinguistik und Theaterwissenschaft in Berlin.