Jury 2021

Antigone Akgün

Frankfurt am Main

Antigone Akgün, geboren 1993 in Frankfurt am Main, ist freischaffende Performerin, Autorin und Dramaturgin. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Klassische Archäologie, Griechische Philologie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie den Master in Dramaturgie an der Hessischen Theaterakademie. Zuvor Schauspielausbildung in Griechenland. Als Performerin war und ist sie tätig u. a. mit dem schottischen Künstler*innenduo Rosana Cade und Laurie Brown, sowie bei Arbeiten von Martina Droste, Laurent Chétouane, Prodromos Tsinikoris, Boris Nikitin, Sebastian Mauksch, dem Performancekollektiv tausend||eins frankfurt und beim Mladinsko Theatre in Ljubljana. 2013 war sie Stipendiatin der Ancient Greek Drama School in Epidaurus. Seit 2014 ist sie Mitglied des European Network for Research and Documentation of Performances of Ancient Greek Drama. Seit 2017 ist sie Jurorin beim Theatertreffen der Jugend der Berliner Festspiele und schreibt in verschiedenen Funktionen für die Redaktion der Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele. 2019 war sie Stipendiatin des Theatertreffen-Blogs. Darüber hinaus dramaturgische Mitarbeiten, u. a. für Ulrich Rasche („Die Perser“ / Salzburger Festspiele 2018), Hannah Schassner („Kleine Leute“ Theaterperipherie Frankfurt am Main 2019), sowie Textkomposition bei Julia Wisserts Inszenierung „2069 – Das Ende der Anderen“ / Schauspielhaus Bochum 2019. 2021 ist sie Stipendiatin des Hans-Gratzer-Stipendiums (Schauspielhaus Wien), schreibt für das PATHOS München beim Projekt „The Beauties and the beasts – Penpal“ und ist Autorin des Auftragswerks „body*“ beim Stadtensemble des NTMannheim. Außerdem entwickelt sie performative Diskursformate, die strukturelle Veränderungen und Diversifizierung von Kultur- und Kunstinstitutionen anvisieren.

Elizabeth Blonzen

Berlin

Elizabeth Blonzen, geboren 1968 in Gerolstein, lebt in Berlin. Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Gesamtuniversität Essen und der Ludwig-Maximilians-Universität München, Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule, München, zahlreiche Engagements an verschiedenen Theatern, u. a. Münchner Kammerspiele, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Schauspielhaus Bochum, Maxim Gorki Theater, Berlin. Arbeit als Autorin, Theaterstück „Schwarz tragen“, uraufgeführt am Ballhaus Naunynstraße, Berlin, Drehbuch zu „Doppelpass“, Publikumspreis des Neiße Filmfestivals, Gastdozentin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin.

Sakiye Boukari

Köln

Sakiye Boukari wurde 2003 in Köln geboren. Sie besucht die Q2/12. Klasse eines Gymnasiums und wird dort 2021 ihr Abitur machen. In der Altersstufe 7 bis 9 besuchte sie eine Profilklasse Musik-Theater-Medien, sie ist aber bereits seit der 1. Klasse in Berührung mit Theater in der Schule. Seit 2018 ist sie im Schauspiel Köln aktiv. 2019 war sie beim Theatertreffen der Jugend für das Stück „Concord Floral“ als Delegierte eingeladen. Mittlerweile ist sie im ImportExport Kollektiv am Schauspiel Köln. Sie ist vielseitig interessiert, u. a. an Leichtathletik und Basketball, und hat an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen, wie Lesewettbewerben in Deutsch und Französisch, Jugend debattiert oder Leichtathletik. Ihre Zukunftspläne sind ungewiss : ) .
„Theater ist einfach mal das Beste, was meinem Charakter je passieren konnte“.

Carmen Grünwald-Waack

Hildesheim

Lebt in Hildesheim, seit sie dort Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis studiert hat. Hat dort auch im Jahr 2006 das Kollektiv Frl. Wunder AG mitbegründet. War 2008 und 2009 Jungjurorin des Theatertreffens der Jugend. Hat viel mit jungen Menschen zusammen Theater gemacht. Lehrte im Studienfach Darstellendes Spiel an der Leibnitz Universität Hannover und an der Universität Hildesheim im Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur. Arbeitet als Performance-Künstlerin, Regisseurin, Theaterpädagogin und seit neuestem auch als Lehrerin für Kunst und Darstellendes Spiel am Andranum in Hildesheim.

Canip Gündogdu

Bielefeld

Canip Gündogdu, geboren 1978 in Tavşanlı, Türkei, und aufgewachsen in Castrop-Rauxel, lebt seit 19 Jahren in Bielefeld. Der studierte Erziehungswissenschaftler und Theaterpädagoge leitet interkulturelle Theaterprojekte im In- und Ausland sowie integrative Theaterprojekte und Theaterinszenierungen mit Schüler*innen aller Schulformen. Seine Leidenschaft sind Clownerie- und Theaterworkshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit einigen Jahren leitet er auch Theatergruppen im Stadttheater Minden, in Gütersloh und Bielefeld. Die Produktionen „Parallele Welten I – Die Insel“, „Parallele Welten III – Ehrlos“ sowie die Gruppe Wunderbar, mit dem Stück „Blick nach vorn“, wurden zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Er arbeitet zudem als Klinik-Clown, Trainer für Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Dozent für die LAG Spiel und für Theater NRW e. V.

Anne-Kathrin Holz

Schwerin

Anne-Kathrin Holz, geboren 1963 in Güstrow in Mecklenburg, studierte an der Universität Leipzig und in Rostock. Seit 1991 ist sie Lehrerin für die Fächer Theater, Deutsch und Geschichte am Goethe-Gymnasium Schwerin und etablierte dort Darstellendes Spiel als Schulfach im Wahlpflichtbereich und als Oberstufen-Grundkurs. Seit 1991 ist sie Ensembleleiterin der Theatergruppe TaGGS und entwickelt und betreut jährliche Schultheaterproduktionen in den Sekundarstufen I und II, mit denen sie bereits mehrfach zum Theatertreffen der Jugend und zum Schultheater der Länder eingeladen wurde. Sie ist an der Entwicklung der Rahmenpläne für den Theater-Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt und betreut dort als Fachleitung das neu eingerichtete Fachseminar Darstellendes Spiel / Theater.

Sebastian Mauksch

Berlin

Sebastian Mauksch entwickelt Kinder- und Jugendtheaterproduktionen. In den Nullerjahren gestaltete er gemeinsam mit jungen Theatermacher*innen das P14-Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und sie etablierten die autonom-kollektiv-künstlerische Arbeitsweise. Weitere Mitarbeit beim mobilen Containertheater „Rollende Road Schau“ im Berliner Stadtraum. Ab 2008 Inszenierungen im Ballhaus Ost. Er war Theaterdozent für Menschen mit seelischen Leiden und Helfer für Geflüchtete. Ab 2016 Entwicklung und Produktion von partizipativen Theaterperformances für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit den Bundeswettbewerben und dem Ballhaus Ost in Berlin.
www.sebastianmauksch.de

Rieke Oberländer

Bremen

Rieke Oberländer, geboren 1982, studierte Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis mit Schwerpunkt Theater an der Universität Hildesheim. Von 2004 bis 2007 war sie Leiterin des Jugendclubs am Stadttheater Hildesheim. Seit 2007 arbeitet sie als Theaterpädagogin und Leiterin der Theaterpädagogik am Theater Bremen, wo sie u. a. Workshops für Schulen und Bildungseinrichtungen, künstlerische Vermittlungsprojekte mit Schüler*innen und Lehrer*innenfortbildungen realisiert, die Dramaturgie bei Inszenierungen mit nicht-professionellen Darsteller*innen übernimmt und eigene Performances mit Jugendlichen und Erwachsenen erarbeitet. 2019 war ihre Produktion „Just a four letter word“ zum Bundestreffen Jugendclubs an Theatern in Saarbrücken eingeladen. Rieke Oberländer ist Dozentin für Fortbildungen im Bereich Darstellendes Spiel und Workshopleiterin für verschiedene Träger. Sie initiiert Projekte mit vielfältigen Institutionen der Bremer Stadtgesellschaft und arbeitet an theaterinternen Veränderungsprozessen mit. 2010 bis 2015 war Rieke Oberländer Leiterin des Forum beim Theatertreffen der Jugend.

Fynn Steiner

Bochum

Fynn Steiner wurde 1999 in Bochum geboren und machte 2018 dort auch das Abitur. Er interessierte sich schon früh für die darstellenden und bildenden Künste und fing mit 14 Jahren an, erste eigene Projekte mit der „Gruppe aus 6“ und dem ARTIG- Kulturlabor zu realisieren. Mit der „Gruppe aus 6“ und der Produktion „Die Ungeborgenen“ nahm er 2019 am Theatertreffen der Jugend teil. Anfang des Jahres gründete er mit anderen Kunstinteressierten das Institut für Alles, einen Kulturverein von jungen Leuten für junge Leute; er organisiert Partys, Ausstellungen, Konzerte und ein Kunstfestival in Bochum. Fynn Steiner sagt: „Ich wünsche mir von den Jugendlichen die absolute Freiheit, auf der Bühne so zu sein, wie sie sind. Ich wünsche mir von ihnen den Mut, das auszusprechen, was sie bewegt und sich dafür den Raum zu nehmen, den sie brauchen. Denn die Möglichkeit, unverblümt und wild zu sein, komplett frei seine Forderungen zu stellen und mit sich selbst und dem Theater als Medium zu experimentieren, ist für mich das Schönste am Jugendtheater.“

Laura Völkel

Berlin

Laura Völkel, geboren 1997 in Spremberg, studiert Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie spielte sechs Jahre im Inszenierungsjugendclub am Piccolo Theater in Cottbus, unter der Spielleitung von Matthias Heine. Als Teil des Jugendclubs folgten Zusammenarbeiten unter anderem mit Marcel Sparmann, Zaida Ballesteros Parejo und Golde Grunske. Im Jahr 2017 wurde sie als Spielerin mit „KRG.“ zum Bundestreffen Jugendclubs an Theatern sowie mit dem Stück „sag alles ab“ zum 38. Theatertreffen der Jugend eingeladen. Mit dem Stück „Touch Down“ wurde sie 2016 vom Bund Deutscher Amateurtheater amarena in der Sparte Kinder- und Jugendtheater ausgezeichnet, 2018 erhielt sie mit dem Stück „KRG.“ den Sonderpreis „Nah dran! – Ein Preis für Demokratietheater“. Zurzeit ist sie als Gastspielerin am Piccolo Theater Cottbus zu sehen.