Jury 2019

Antigone Akgün

Frankfurt am Main

Antigone Akgün, geboren 1993 in Frankfurt am Main, wo sie aktuell Dramaturgie an der Hessischen Theaterakademie studiert. Davor absolvierte sie ein Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, der Klassischen Archäologie, Philosophie und Griechischen Philologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Während des Studiums kam es bereits zur ersten Zusammenarbeit auf und hinter der Bühne, u. a. mit dem schottischen Künstler*innenduo Rosana Cade und Laurie Brown sowie mit Martina Droste, Laurent Chétouane und Prodromos Tsinikoris. 2012 wurde sie beim internationalen Altphilologie-Wettbewerb Certamen Ciceronianum Arpinas ausgezeichnet. 2013 war sie Stipendiatin der Ancient Greek Drama School in Epidaurus. Seit 2014 ist sie Mitglied des European Network for Research and Documentation of Performances of Ancient Greek Drama. 2016 wurde sie als Performerin mit der Produktion „Frankfurt Babel“ (Junges Schauspiel Frankfurt) zum 37. Theatertreffen der Jugend eingeladen. Beim 4. Tanztreffen der Jugend 2017 war sie bereits Teil der Blogredaktion. Aktuell ist sie als Performerin beim Performancekollektiv tausend||eins frankfurt tätig, das zum Performance-Festival Implantieren 2018 eingeladen wurde.

Elizabeth Blonzen

Berlin

Elizabeth Blonzen wurde 1968 in Gerolstein, Eifel geboren. Von 1988 bis 1990 studierte sie Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Universität-Gesamthochschule Essen und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1990 bis 1993 absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Es folgten zahlreiche Engagements, u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, am Residenztheater München und am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg. 2008 wirkte sie erstmals in einem TV-Film für die ARD mit, 2012 in dem Kinokurzfilm „Doppelpass“, der u.a. bei 11mm – Fussballfilmfestival in Berlin, beim Filmfestival in Rio de Janeiro und auf diversen anderen Festivals zu sehen war und den Spezialpreis der Jury beim Neiße Filmfestival gewann. Seit 2013 ist Elisabeth Blonzen als Gast am Maxim Gorki Theater tätig.

Ilias Botseas

Giesheim

Ilias Botseas, geboren 1995 in Erbach, studiert Theaterwissenschaft mit Beifach Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2013 bis 2014 war er in der Theater-AG TEGS der Ernst-Göbel-Schule in Höchst/Odenwald als Spieler und seit 2015 als Co-Dramaturg und Spielleitungsassistent tätig. Seit 2013 arbeitet er in den Bereichen Planung, Assistenz und Spiel bei schulischen und außerschulischen Preisverleihungen, Seminaren, Theaterfortbildungen und einer Theater-Projektwoche der Ernst-Göbel-Schule mit und durch Eleonora Venado als Leiterin. Mit der Theater-AG TEGS war er 2014 mit der Produktion „Käthchen“ bei den Hessischen Schultheatertagen vertreten, wurde er 2014, 2015 und 2016 zur Theaterwoche Korbach eingeladen und kam er 2015 und 2016 in die Zwischenauswahl für das Theatertreffen der Jugend. 2017 nahm er am Alumni-Projekt „unantastbar“ des Tanztreffen der Jugend unter der Leitung von Kadir [amigo] Memis und Adrian Figueroa teil.

Carmen Grünwald-Waack

Hildesheim

Carmen Grünwald-Waack, geboren 1981 in Gießen, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt Theater. Seit 1995 realisiert sie eigene künstlerische Tätigkeiten und Theaterproduktionen. Seit 1996 ist sie theaterpädagogisch und -vermittelnd tätig, u. a. bei Theaterprojekten des Bund Deutscher PfadfinderInnen, beim bolivianischen Straßentheaterprojekt Ojo Morado, am Jungen Schauspiel Hannover und beim Festival UNART in Dresden und Berlin. 2006 ist sie Mitbegründerin des Hildesheimer Theater- und Performancekollektivs Fräulein Wunder AG, 2008 und 2009 Jungjurorin des Theatertreffen der Jugend. Carmen Grünwald-Waack lehrt an der Leibniz Universität Hannover im Studienfach Darstellendes Spiel und an der Universität Hildesheim.

Canip Gündogdu

Bielefeld

Canip Gündogdu, geboren 1978 in Tavşanlı, Türkei, und aufgewachsen in Castrop-Rauxel, lebt seit 19 Jahren in Bielefeld. Der studierte Erziehungswissenschaftler und Theaterpädagoge leitet interkulturelle Theaterprojekte im In- und Ausland sowie integrative Theaterprojekte und Theaterinszenierungen mit Schüler*innen aller Schulformen. Seine Leidenschaft sind Clownerie- und Theaterworkshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit einigen Jahren leitet er auch Theatergruppen im Stadttheater Minden, in Gütersloh und Bielefeld. Die Produktionen „Parallele Welten I – Die Insel“, „Parallele Welten III – Ehrlos“ sowie die Gruppe Wunderbar, mit dem Stück „Blick nach vorn“, wurden zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Er arbeitet zudem als Klinik-Clown, Trainer für Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Dozent für die LAG Spiel und für Theater NRW e. V.

Anne-Kathrin Holz

Schwerin

Anne-Kathrin Holz, geboren 1963 in Güstrow in Mecklenburg, studierte an der Universität Leipzig und in Rostock. Seit 1991 ist sie Lehrerin für die Fächer Theater, Deutsch und Geschichte am Goethe-Gymnasium Schwerin und etablierte dort Darstellendes Spiel als Schulfach im Wahlpflichtbereich und als Oberstufen-Grundkurs. Seit 1991 ist sie Ensembleleiterin der Theatergruppe TaGGS und entwickelt und betreut jährliche Schultheaterproduktionen in den Sekundarstufen I und II, mit denen sie bereits mehrfach zum Theatertreffen der Jugend und zum Schultheater der Länder eingeladen wurde. Beim Schultheater der Länder 2013 in Schwerin war sie Teil des Vorbereitungsteams des Festivals und Leitung der Festivalzeitung off. Zudem leitete sie diverse Theater-Workshops, u. a. für das Treffen der Preisträger*innen des Geschichtswettbewerbs, das von der Körber-Stiftung ausgerichtet wird.

Sebastian Mauksch

Berlin

Sebastian Mauksch, geboren 1971, arbeitet frei in den Bereichen Theater, Performancekunst und Kulturelle Bildung. Von 2001 bis 2007 leitete er das P14 Jugendtheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dessen vielfältige Inszenierungen und Performanceaktionen mit internationalen und nationalen Festivaleinladungen ausgezeichnet wurden und mit dem er das jugendlich-autonome Theaterarbeiten etablierte. Zudem arbeitete er bei „Rollende-Road-Schau“, dem mobilen Containertheater der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit. Ab 2008 inszenierte er am Ballhaus Ost Texte von David Lindemann, Helene Hegemann und Anne Tismer. Er war Theaterdozent einer Werkstatt für Menschen mit seelischen Leiden und ist Helfer für junge unbegleitete Geflüchtete. Mit dem Künstler*innenkollektiv Club Real verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, u. a. im Rahmen der Projektserie Bakterien, Sex, Demokratie an Berliner Schulen. Für die Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele forscht er performend über die Adoleszenz der Künste.
www.sebastianmauksch.de 

Rieke Oberländer

Bremen

Rieke Oberländer, geboren 1982, studierte Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis mit Schwerpunkt Theater an der Universität Hildesheim. Von 2004 bis 2007 war sie Leiterin des Jugendclubs am Stadttheater Hildesheim, Dozentin für Fortbildungen im Bereich Darstellendes Spiel und Workshopleiterin für verschiedene Träger. Seit 2007 arbeitet sie als Theaterpädagogin und Leiterin der Theaterpädagogik am Theater Bremen, wo sie u. a. Workshops für Schulen und Bildungseinrichtungen, künstlerische Vermittlungsprojekte mit Schüler*innen und Lehrer*innenfort- und ausbildungen realisiert, die Dramaturgie bei Inszenierungen mit nicht-professionellen Darsteller*innen übernimmt und eigene Inszenierungen mit Jugendlichen und Senior*innen erarbeitet. Von 2010 bis 2015 war Rieke Oberländer Leiterin des Forum beim Theatertreffen der Jugend.

Lea Taake

Hannover

Lea Taake wurde 1999 in Hannover geboren, 2017 absolvierte sie dort das Abitur. Bereits seit vielen Jahren ist sie als Spielerin und Spielleitungsassistentin in Theater-AGs und freien Gruppen aktiv. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie Teil diverser Jugendclubs und Produktionen des Jungen Schauspiel Hannover, u. a. in Zusammenarbeit mit Paul Schwesig und dem Künstler*innenkollektiv Performing Group. Seit 2013 ist sie in der Moderation und Redaktion beim Regionalsender radio leinehertz 106.5 aktiv, darunter auch die Moderation der Morning-Show und der Einsatz als Station-Voice. 2017 wurde sie mit der Produktion „Katzelmacher“ zum Theatertreffen der Jugend eingeladen, außerdem nahm sie am Alumni-Projekt „unantastbar“ des Tanztreffen der Jugend teil.

Julia Wissert

Berlin

Julia Wissert, geboren in Freiburg im Breisgau, studierte an der University of Surrey Drama und Medien und gründete mit ihren Kommiliton*innen in London das Physical Theatre Kollektiv Los Banditos Perditos. Nach ihrer Rückkehr aus England folgten Regieassistenzen am Theater Basel, Theater Freiburg und Staatstheater Oldenburg. Dabei assistierte sie u. a. Thom Luz, Jan-Christoph Gockel und Anna Bergmann. Nachdem sie in Oldenburg erste Regieerfahrungen – sowohl im Bereich des Expert*innentheaters als auch mit professionellen Schauspieler*innen – gesammelt hat, folgte ein Regiestudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Amelie Niermeyer. Während des Studiums gewann sie den Publikumspreis des Körber Studio Junge Regie und den Preis der Stadt Salzburg für ihr Expert*innentheaterstück „Der Salzburger Totentanz“. Während ihrer Zeit in Salzburg schärfte sich das Profil von Julia Wissert in Richtung Postkolonialität im Bereich der performativen Künste. In ihrer Diplomarbeit untersuchte sie die Frage, wie an deutschen Theatern mit strukturellem Rassismus umgegangen wird. Julia Wissert ist neben ihrer Beschäftigung als Regisseurin auch als Kuratorin tätig und Teil von Kaleni, einem Kollektiv aus Künstler*innen aus Deutschland und Namibia. In der Spielzeit 2018/19 wird Kaleni mit der Unterstützung von Turn Fonds und den Ruhrfestspielen Recklinghausen ein Festival zur Zukunft der Arbeit in Deutschland und Namibia veranstalten. Ebenso wird sie in „2069“ einen künstlerischen Blick in die Zukunft aus der Perspektive von Jugendlichen of Color in und um Bochum entwickeln. Ab der Spielzeit 2019/20 wird Julia Wissert als Kuratorin der Cumberlandschen Bühne und feste Regisseurin am Staatstheater Hannover tätig sein.